Kiwicountry

Unsere Reise ans andere Ende der Welt

 
13April
2015

Das ewige Land der Ferne

Nun beginnt ein neues Abenteuer! Australien stand auf dem Plan. Jedenfalls für eine kurze Zeit. Pünktlich eine halbe Stunde bevor wir in Auckland in den Flieger steigen mussten entschied sich mein Körper nicht mitzuspielen. Entweder lag es an dem Wasser in Rarotonga, welches nicht überall zum trinken geeignet ist oder an starker Übermüdung aber jedenfalls ging es mir alles andere als gut. Lustig, dass all meine Symptome auf den Ebola-Warnschildern vertreten waren, die am Flughafen hingen. Aber nach mehrmaligem Erbrechen in Auckland, in der Luft und Sydney wurde es allmählich wieder besser. So kann doch ein guter Roadtrip starten!


In Sydney mussten wir erstmal unsere Autovermietung ausfindig machen. Nach einer kurzen Strecke mit dem Bus konnten wir dann endlich auch unsere riesigen Rucksäcke ins Auto packen. Die Übergabe verlief ganz locker und problemlos und so machten wir uns erstmal auf in einen der günstigen Supermärkte hier. Auch vor Australien wurden wir gewarnt in Bezug auf die hohen Kosten und das alles so teuer sei. Genau wie bei Queenstown wurden wir eines Besseren belehrt. Klar, manche Lebensmittel sind unbezahlbar und unverschämt teuer. Aber gerade solche "Luxusartikel", die wir in Neuseeland fast nie gekauft haben, haben wir hier wesentlich günstiger gesehen. Und zwar Wein, Fleisch und Schoki. Es ist lustig, dass es in Australien Aldi gibt. Und diese sind auch genau so aufgebaut wie wir sie aus Deutschland kennen. Und genau da trauten wir unseren Augen nicht. Eine Tafel Schokolade für nur einen Dollar! Das sind umgerechnet ungefähr 75cent. In Deutschland ganz normal wenn nicht sogar teuer, wenn man an die Schoki für 39cent denkt  In Neuseeland fing eine normale Tafel bei 3 $ an. So könnt ihr unsere Freude vielleicht etwas verstehen  Also wurden erstmals seit Monaten eine 4l Weinpackung, drei Tafeln Schoki und eine Packung Fleisch in den Korb verstaut.
Wir verbrachten eine Nacht in Sydney, schauten uns aber noch nichts vom Zentrum an. Wir wollen erstmal raus aus der Großstadt und rein in die Natur.

Nächstes großes Ziel heißt Melbourne. Dafür wählten wir hinzu die Küstenstraße, die im Endeffekt nicht wirklich eine war. Um ans Meer zu kommen musste man immer kleine Abstecher machen. Wir machten unter anderem Halt an der Jervis Bay, laut Guinness Buch der weißeste Strand der Welt, der aber aufgrund von grauen Wolken nicht so weiß aussah und am Pebbly Beach, an dem viele wildlebende Kängurus ihr Zuhause haben sollen. Zumindest an dem Strand wurden wir nicht enttäuscht. Unsere ersten Kängurus in Australien  Die meisten lagen wie die Robben in Neuseeland nur faul herum. Doch die Kleineren waren recht neugierig und ließen sich sogar streicheln. Was für ein weiches Fell diese Tiere besitzen, die irgendwie auch wie Hasen aussehen.
Von da an haben wir zahlreiche Kängurus auf unserem Weg gesehen. Wir fuhren relativ zügig weiter, da wir ja nur wenig Zeit für dieses riesige Land haben. Die Strecken sind ewig lang und die meiste Zeit verbringt man im Auto. Ein Glück ist auch der Sprit hier billiger als in Neuseeland. Unser nächstes großes Ziel vor Melbourne ist der Wilson Promontory Nationalpark. Dort erhofften wir uns ein paar Wombats zu sehen. Laut Reiseführer sollen diese putzigen Tiere dort häufig vorkommen. Wir hatten leider kein Glück. Außer ein paar tote am Straßenrand haben wir nichts gesehen

Auf dem Weg nach Melbourne begegneten wir jedoch einem anderen kuscheligen Gefährten. Wir machten einen kleinen Abstecher nach Philip Island da dort häufig Koalas zu sehen sein sollen. Wir hatten Glück und konnten einige der niedlichen Geschöpfe beobachten. Kaum einer rührte sich vom Fleck, alle waren am essen. Doch einer beobachtete uns ganz neugierig und wir warteten ungefähr 30 Minuten ob etwas passiert. Plötzlich fing er sich wirklich an zu bewegen und traute sich immer näher Richtung Boden. Wir waren amüsiert von dem putzigen Kerlchen, vor allem als er sich ganz nach unten traute und ganz gemütlich zum nächsten Baum lief. Er ließ sich von uns nicht stören und so konnten wir herrliche Fotos und Videos machen.

So erreichten wir nach fünf Tagen Melbourne und verbrachten einen Tag in dieser Großstadt. Wir unternahmen eine kostenlose dreistündige Führung durch das Zentrum und erkundeten den Rest des Nachmittages auf eigener Faust. Leider begann es mittendrin mit regnen aber wir machten das beste daraus. Es gibt viele kleine Gassen in dieser Stadt, die vor allem bei Künstlern sehr beliebt sind. So prangen an vielen Wänden und Häusern riesige Graffitis und scheinbar sind die bunten Wände auch bei Brautpaaren beliebt. Auch Skylinebilder bei Nacht dürfen natürlich nicht fehlen.

 

Für die nächsten Tage planten wir einen kleinen Outback Trip um wenigstens einmal das Gefühl von dieser ewigen Ferne und das man überhaupt in Australien ist, zu bekommen. Bisher sah die Landschaft nicht so aus als wäre man wirklich hier. Und ohne das richtige Australienfeeling wäre zu schade wenn wir schonmal in diesem Land sind. Also hieß es fahren, fahren,fahren. Ungefähr 600km nördlich von Melbourne ins innere Nichts. Die Landschaft änderte sich recht zügig und die Straßen erschienen uns immer länger zu werden. Ziel war der Mungo Nationalpark. Auf Bildern sah dieser sehr reizvoll aus und wir wurden auch nicht enttäuscht. Auf dem Weg dahin wurde es zum Glück immer wärmer. In Melbourne und an der Küste war es regelrecht kalt. So hatten wir uns Australien nicht vorgestellt aber es ist immerhin Herbst. Das erste Mal in dem gesamten Jahr auf Reisen habe ich sogar einen Schal benötigt.


Die Vegetation wurde immer öder und trockener. Aber das war genau das was wir sehen wollten. Einen ganzen Tag verbrachten wir mit der Autofahrt ehe wir den Park erreichten. Im Park direkt gibt es einen Loop Track für Autofahrer über 70km. Wir kamen uns vor wie auf einer Safari denn denn wir schauten immer gebannt aus dem Fenster um mögliche Tiere zu entdecken. Neben zahlreichen Kängurus konnten wir auch Emus, einige Papageien und Kakadus und einen Wüstenfuchs aus nächster Nähe beobachten. Gute Fotos von Emus zu bekommen war etwas schwierig, da sie sehr scheu sind und sofort weggerannt sind sobald wir uns genähert haben. Die Kängurus dagegen sind eher neugierig und wagen sich nah an uns heran. Trotzdem sind sie im Vergleich zu denen am Pebbly Beach auch recht scheu.
Bis auf ein paar Eidechsen haben wir aber an Kleinkrabbeltieren nichts gesehen. Wir hatten vorher gelesen, dass man in den Sanddünen häufig auf Schlangen treffen kann. Ich war ein wenig enttäuscht keine gesehen zu haben im Gegensatz zu Martin. Er war heilfroh  Ich persönlich bin dagegen froh keine einzigste große Spinne gesehen zu haben. So verbrachten wir einen tollen Tag im Outback. Für weitere Strecken ins tiefste Innere reicht die Zeit nicht und auch mit Mietwagen wäre das keine so gute Idee. Vielleicht beim nächsten Mal!

Anstatt direkt wieder nach Sydney zu fahren machten wir noch einen Abstecher in die Hauptstadt Canberra. Viel gibt es hier nicht zu sehen. Wir schauten uns lediglich das Regierungsgebäude an. Die Sicherheitsvorkehrungen dort waren strenger als auf dem Flughafen. Wir mussten unsere Taschen leeren und alles wurde geröntgt. Was für ein Wirbel um ein Gebäude. Wohin man auch blickt, wir sahen natürlich fast ausschließlich Asiaten und Inder. Schnell schlenderten wir durch das Innere und machten ein paar Fotos. Sonderlich spektakulär war es jedoch auch nicht. Jedenfalls können wir behaupten einmal dagewesen zu sein

Wir suchten uns einen Rastplatz für die Nacht, der Martin erstmal nicht geheuer war, aufgrund von möglichen Schlangen in der Gegend. Keine Ahnung ob es ein offizielles Warnschild war oder nicht, die Augen waren stets wachsam auf den Boden gerichtet Ich erfreute mich eher an dem Anblick im Hintergrund. Auf dem Feld, das an den Rastplatz angrenzt, hüpften nämlich an die 50 Kängurus.

Als eine typische Attraktion nähe Sydney gilt der Blue Mountains Nationalpark. Daher dachten auch wir uns dort hinzufahren. Die Aussicht war auf jeden Fall nicht die Schlechteste, doch waren wir ein wenig enttäuscht. Es reihten sich eine Stadt an die andere und man fühlte sich nicht wirklich so, als wäre man in einem Nationalpark. Leider erreichten wir unser Ziel auch an einem Sonntag und somit waren riesige Menschenmassen vorprogrammiert. Denn viele Einheimische aus Sydney unternehmen Wochenendausflüge dorthin. Und auch die Masse an Asiaten darf natürlich nicht fehlen.

Weiter ging es nach Sydney. Die Stadt war wie Melbourne - einfach nur riesig. Wohin man auch blickt, man sieht Hochhäuser überall. Und eine Menge Baukräne, die den Gesamteindruck natürlich etwas trüben. Wir nahmen wieder an einer gratis Stadtführung teil, die jedoch nicht so schön aufgebaut war wie die in Melbourne. Doch diese riesigen Städte reizen uns sowieso nicht allzu doll wie die Natur und somit haben uns die wichtgsten Gebäude in der Innenstadt vollkommen zugereicht

 

 

27März
2015

Eine Woche im Paradies

Nach der Schufterei die letzten Wochen waren wir nun unendlich froh das mit dem Autoverkauf alles so reibungslos geklappt hat. Da wir fleißig gespart haben wollten wir uns , nun da es allmählich dem Ende zu geht, für unsere Mühen belohnen und buchten von unserem angesparten Lohn eine Woche Sommer, Sonne und Strand. Nach kurzer Internetrecherche standen nun also 2 Tickets nach Rarotonga auf unserer Haben-Seite  Rarotonga ist die größte und bevölkerungsreichste Insel der Inselgruppe der Cook Islands. Diese gehören regierungstechnisch im groben Rahmen zu Neuseeland, waren jedoch in entfernterer Vergangenheit britische Kolonien und dann Commonwealth Staat und so weiter und sofort. Das war uns allerdings relativ egal denn wir wollten unbedingt dorthin. Wenn man schonmal so nah dran ist dann müsse man die Chance doch nutzen. Also ging es für uns für eine Nacht ins Hostel in Auckland da wir nach dem Autoverkauf ja jetzt quasi obdachlos waren. Am nächsten Morgen ging es für uns dann auf Reisen. Zum Glück konnten wir unsere großen Rucksäcke für eine Woche in unserer Organisation in Auckland unterbringen sodass wir nun nur noch mit unserem 7kg Handgepäck unterwegs waren. Wir stiegen also am Mittag in den Shuttlebus zum Flughafen und nach kurzer Zeit waren unsere Tickets abgeholt und wir eingecheckt  Nun galt es nur noch zu warten. Pünktlich um halb vier öffnete dann unser Gate und wir konnten in den Flieger. Die üblichen Sicherheitshinweise überhörten wir gekonnt und machten es uns mit Kopfhörern in den Ohren bequem. Nach gut dreieinhalb Stunden Flug setzten wir dann zur Landung auf Rarotonga an und kurze Zeit später hatten wir auch schon festen Boden unter den Füßen. Hier war es inzwischen Montag Abend 21Uhr. Ja das klingt ersteinmal verwirrend aber das überfliegen der Datumsgrenze macht es möglich. Als wir aus dem Flieger stiegen waren wir förmlich geschockt denn uns hieß eine Luftfeuchtigkeit und Temperaturen jenseits des Vorstellbaren willkommen. Bereits nach kurzer Zeit fühlte man sich wie frischgeduscht denn überall auf der Haut hatte sich die Luftfeuchte niedergelassen. Ein erstes Foto unseres Reisezieles zu ergattern war schlichtweg unmöglich da die Kamera immer wieder aufs neue beschlug. So erreichten wir dann also die Flughafenhalle. Begleitet von Jake Numanga, einem traditionellen Cook Islander der unsere Ankunft fröhlich auf seiner Ukulele begleitete, führte uns unser erster Weg in den Duty Free Shop wo wir uns mit einer Flasche Rum für die Woche eindeckten  Nach kurzen Einreise-und Zollformalitäten war auch schon alles geklärt und wir trafen auf Tisa. Tisa ist unsere Hostelbesitzerin und holte uns vom Flughafen ab. Ihr Auto wirkte alles andere als verkehrstüchtig aber wir überstanden die Fahrt zum Hostel jedoch widererwartend ohne Zwischenfälle. Während der Fahrt informierte uns Tisa wohlwissend darüber das  der Straßenverkehr auf der Insel nicht gerade als sicheres Pflaster gilt, besonders nicht nach Einbruch der Dunkelheit. Das liegt zum einen an der Vielzahl von herumstreunenden Hunden, dem zugegeben doch etwas löchrigem Zustand der Hauptverkehrsstraße und der Tatsache das gerade nach Einbruch der Dunkelheit etwa 85% der Verkehrsteilnehmer auf den Straßen betrunken unterwegs seien. Das klang sowohl abenteuerlich als auch etwas angsteinflössend. Aber wir wollten uns davon in den nächsten Tagen ein eigenes Bild verschaffen. Gegen Zehn Uhr erreichten wir dann unser Hostel. Im übrigen die billigste Unterkunft der ganzen Insel. So könnte man hier natürlich kein 5 Sterne Urlaubsresort erwarten aber das brauchten wir auch nicht. Es gab alles notwendige und so bezogen wir unser Doppelzimmer. Der erste Griff ging zum Ventilator der zumindest ein wenig für frische und kühlere Luft sorgte. Seitdem läuft er so ziemlich ununterbrochen für 24h am Tag denn so ist es  immerhin ein wenig erträglicher. Nach einer schnellen Dusche trafen wir dann auch die anderen Hostelgäste. Das war ein ziemlich durchmixter Haufen. Von Finnen, Polen, Deutschen, Letten, Briten und Amerikanern war alles dabei. Wir genehmigten uns einen Willkommens-Rum und verarbeiteten die ersten Eindrücke. Wir waren tatsächlich angekommen. Das wir auf einer tropischen Insel waren merkten wir nicht nur aufgrund des Klimas. Als wir zurück ins Zimmer gingen machten wir auch Bekanntschaft mit einer Vielzahl an Geckos die sich über all an den Decken platzierten. Das ist allerdings im Dunkeln keine Seltenheit wie wir feststellen konnten und nach kurzer Zeit hatte man sich so daran gewöhnt das sie einem gar nicht mehr so direkt auffielen.

Am nächsten Morgen galt es ersteinmal etwas zum einkaufen für die Woche zu finden. Wir nutzten dabei den Bus um wieder zurück in die Stadt zu kommen. Das ist hier nicht schwer. Es gibt im groben und ganzen eigentlich nur eine richtige Straße die ringförmig einmal um die Insel führt. Mit 32 km Länge ist das auch nicht gerade die zeitraubendste Methode um die Insel zu erkunden. Das Prinzip ist einfach: Es gibt nur 2 Routen. Mit-und entgegen dem Uhrzeigersinn!! Der Bus fährt jeweils einmal pro Stunde und hält überall dort wo irgendjemand steht und winkt. Der Preis für eine Fahrt beträgt 5$ ganz gleich ob man die komplette Insel umrundet oder nur 200m fährt. Der Busfahrer fährt barfuß und alle Fenster des Buses sind offen um so ein wenig frische Luft zu ergattern. So ging es also an Palmen und wundervollen Stränden vorbei in Richtung Stadt. Ein tolles Gefühl. Man fühlt sich wirklich ein wenig wie im Paradies. Als wir dann den Supermarkt erreichten fror uns fast das Gesicht ein .Die Preise in Neuseeland sind für deutsche Verhältnisse schön teuer aber hier war alles in etwa 3-4mal so teuer da alles aus Neuseeland auf die Insel gebracht werden muss. So starteten wir uns nur mit dem nötigsten aus und machten uns dann auf den Weg zu Polynesian Bike Rentals. Da der Roller das Hauptverkehrsmittel der Inselbewohner ist entschieden wir uns auch einen zu besorgen um die Gegend zu erkunden. Das ist verhältnismäßig relativ günstig und die einfachste Art und Weise um von A nach B zu kommen. Das die Einheimischen das ähnlich sehen zeigt sich zum einen an der Unmenge an Rollern die über die Insel fahren und zum anderen an der doch überwiegend etwas übergewichtigen Inselbevölkerung

Nach dem die Formalitäten geklärt waren mussten wir noch einen Praxistest erledigen das wir auch wirklich in der Lage sind den Roller zu bedienen. Da es hier ausschließlich 150cc Motoren gibt reicht unser Internationaler Führerschein nicht aus da man einen Motorradführerschein bräuchte. Also einmal mit dem Roller die Straße hinunter, im Kreisverkehr wenden und das war es auch schon. Als wir das ohne Sturz erledigt hatten hielten wir unseren temporären Führerschein in den Händen. Dieser gab es von da an 24h Zeit um mit unserem Roller zum Polizeirevier zu fahren um uns dort unseren Cook Islands Führerschein ausstellen zu lassen. Nach einer weiteren Testfahrt hatten wir es geschafft und waren in Besitz unserer lokalen Fahrerlaubnis. Das ist in erster Linie eine willkommene Einnahmequelle der Inselregierung aber für uns immerhin ein schönes Souvenir für Deutschland. Also ging es nun auf Sightseeingtour rund um die Insel. Für eine komplette Runde braucht man etwa 40 Minuten. Und es ist einfach nur wundervoll und praktisch. Egal was man auch macht man steigt einfach zu jeder Tages-und Nachtzeit auf den Roller und fährt los. Maximalgeschwindigkeit auf der Insel sind 50km/h,auf dem Roller sind es nur 40. Das heißt zumindest so lang wenn man ohne Helm fährt was hier erst über 40km/h zur Pflicht wird. Bei stets extrem warmen Temperaturen ist es auf dem Roller noch am ehesten auszuhalten da einen der Fahrtwind etwas abkühlt.

Als erstes fuhren wir zum Muri Beach. Das ist der berühmteste Strand der Insel da er in einer Lagune liegt und das Wasser hier sehr seicht und flach ist das es sich sehr gut zum Baden eignet. Der Sand ist unglaublich weich und fast weiß, das Wasser türkisblau und klarAllgemein ist das Baden fast um die gesamte Insel herum relativ gut möglich da sich rund um die Insel ein ringförmiges Riff befindet das die Wellen vom Meer von der Küste fernhält. Denn die sind wirklich riesig,aber gemütlich vom Strand aus beobachtet doch ganz harmlos. Allerdings darf man die Strömung des Wassers nie gänzlich aus den Augen lassen da sie an einigen Stellen doch sehr stark ist. Am Muri Beach versuchten wir uns dann auch das erste Mal am Schnorcheln. Wir hatten uns vor unserer Abreise extra in NZ noch Schnorchelausrüstung besorgt. Und Ja es ist fantastisch und wurde unser neues Hobby für die gesamte Woche. Und es wurde von Tag zu Tag besser,aber ihr solltet euch das im Video besser selbst anschauen. Es ist relativ schwer zu beschreiben wenn man zwischen all den Korallen und Fischen hin und her schwimmt. So verging die Woche wie im Flug. 

Am Donnerstag Abend besuchten wir dann eine klassische Island Night. Hier gab es ein wirklich sehr gutes BBQ-Buffet und im Anschluss eine Kulturvorführung mit typischer Musik und traditionellen Tänzen bei denen die Mädels ihre Popos hin und her schwangen Selbst die jüngsten der Gruppe hatten das schon erstaunlich gut im Blut. Zum Ende hin wurde dann das Publikum mit einbezogen und musste sich den traditionellen Tänzen stellen. Ich hatte leider weniger Glück als Angie und wurde prompt von einer der Tänzerinnen zum Tanz aufgefordert. Höflich erzogen willigte ich notgedrungen ein und stellte mich der Herausforderung. Das Ergebniss ist ebenfalls im Video sichtbar.

Am Freitag erkundeten wir dann mit dem Roller das Hinterland das in erster Linie aus Palmen,Bananenbäumen und endlosem Grün besteht.Fast wie im tiefsten Dschungel. Geplant war außerdem noch der Cross Island Walk der einmal quer durchs Hinterland von Norden nach Süden der Insel führt und dabei ein paar Gebirgszüge überquert. Da jedoch auch der Regen nicht vor dem Paradies Halt macht mussten wir unser Vorhaben leider begraben. Stattdessen widmeten wir uns wieder dem Schnorcheln, denn das ist auch bei Regen kein Problem da das Wasser eine Temperatur von 24Grad hat. Das ist nicht wirklich erfrischend aber zum Schnorcheln ideal da man so für einige Stunden im Wasser bleiben kann und es trotzdem nicht kalt wird. Die einzige Gefahr die man hier beim Schnorcheln hat ist die Sonne die einem permanent auf den Buckel scheint. So beschäftigte uns unser Sonnenbrand ein paar Nächte ehe wir auf die Idee kamen unseren Rücken zu schützen in dem wir einfach ein T-Shirt  Wasser anbehielten. So ließ es sich aushalten und uns genügend Zeit zum staunen und filmen!


Am Samstag hatte es sich letztlich total eingeregnet und so nutzten wir die Zeit um allerhand Fotos zu sortieren und das Video dieses Blogs zusammen zu schneiden. Die regenfreie Zeit nutzten wir um mit unserem Roller eine letzte Inselrunde zu drehen. Natürlich kamen wir nicht an unserem Schnorchelspot vorbei ohne noch einmal in die Fluten zu steigen  Erschöpft kamen wir im Hostel an und machten uns nach einer wohltuenden Dusche auf zu einem Restaurant die am Samstag mit einem Pizza-Pasta-Pommes-All-you-can-eat-Buffet für nur 20$ warben. Das ist bei den örtlichen Lebensmittelpreisen vergleichsweise günstig und für uns vollkommen ausreichend da es wirklich lecker war. Außerdem brauchen wir als bodenständige Deutsche kein ausgefallenes Buffet mit Speisen die kaum ein Mensch kennt bzw.aussprechen kann. So ging auch der letzte Abend auf den Cook Inseln zu Ende.

Den Sonntag verbrachten wir fast den ganzen Tag im Hostel.Wir mussten unseren Roller um 10wieder abgeben und waren von nun an weniger mobil. Zumindest dachten wir das denn Hitchhiken sollte auf der Insel relativ einfach sein! So probierten wir unser Glück und entschlossen uns zur Sonntagskirche zu gehen die als echter Geheimtipp gelten soll, da es wohl sehr sehr traditionell gehalten sein soll und alle herzlich willkommen seien. Im Anschluss sitzen wohl alle zusammen und essen gemeinsam zu Mittag. Und alles für umsonst Klang in unseren Augen prima also probierten wir es! Nach ein paar Minuten Daumen-Raus-Halten hielt auch schon eine nette Familie an und kurzerhand saßen wir auch schon auf der Ladefläche ihres Pick-Ups. In Deutschland undenkbar, hier fast Normalität. Pünktlich um zehn standen wir also vor der Kirche, bereit hineinzugehen! Doch daraus wurde leider nichts denn ein netter Herr in schwarzem Anzug erklärte uns bestimmt aber freundlich das doch meine kurze Hose und Achselshirt nicht unbedingt dem Sonntagskirchen-Dresscode entspreche und der Eintritt blieb uns verwehrt. Enttäuscht blieb uns also nur die Rückkehr ins Hostel. Zu allem Überfluss fing es mal wieder an zu regnen, aber nach nichteinmal zwei Minuten saßen wir schon im nächsten Familienauto das uns direkt bis vor die Hosteltür fuhr! Wir packten also in Ruhe unsere Sachen, frühstückten und widmeten uns wieder unserem Laptop. Gegen um fünf entschieden wir dann allmählich in Richtung Flughafen aufzubrechen da unser Rückflug nach Auckland um 22Uhr abheben sollte. Da der lustige Inselbus am Sonntag jedoch nur bis Mittag zur Verfügung steht waren wir erneut gezwungen zu Hitchhiken. Das gestaltete sich anfänglich schwierig. Hierbei solltet ihr wissen das der Sonntag hier ein sehr traditioneller Feiertag ist und alle Läden in der Stadt geschlossen haben. So war die Chance in Richtung Flughafen zu kommen eher gering da niemand einen wirklichen Grund hatte in die Stadt zu fahren. Nach zehn Minuten hatten wir dann  Erfolg und eine Frau nahm uns mit zum nächsten Urlaubsresort.Das war zwar nicht das Ziel unserer Reise aber ersparte uns gute 5km Fußmarsch. Also entschlossen wir uns von da an weiter zu laufen ehe wir nach kurzer Zeit im nächsten Auto die restlichen Kilometer zurück legten! Zu unserem Glück ließ uns die Familie direkt an einem Takeaway-Laden raus. Da dieser sogar geöffnet war, war unser Abendessen gesichert und verbrachten die letzten Augenblicke mit einem Cheeseburger am Hafen. Von dort ging es dann zum Flughafen. Und hier sitzen wir gerade und warten!! Denn soeben haben wir erfahren das unser Flug verschoben wurde und wir nun erst 01:30 abfliegen.Da es jedoch noch immer angenehme 25Grad sind sollte sich das aber wohl irgendwie aushalten lassen

20März
2015

Toyota sucht neuen Besitzer

Wir stellten unsere Anzeige für das Auto das erste Mal schon vor zwei Monaten ins Internet. Nur um uns so allmählich anzukündigen. Die Situation für Verkäufern könnte im Moment kaum schlechter sein. Der Sommer ist vorbei und viele Leute bleiben nur für ein halbes Jahr in Neuseeland um diesen zu genießen. So reisen im April ziemlich viele Backpacker ab und wollen natürlich ihr Auto verkaufen. Wir erreichten Auckland eine Woche bevor wir weiter nach Rarotonga fliegen sollten. Eine Woche um ein Auto zu verkaufen. So stellten wir unsere Anzeige täglich neu bei Facebook hoch und traten noch weiteren Gruppen, die dem Verkauf dienen sollen, bei. Auch einer französischen, die sich am Ende als sehr hilfreich erwies. Wir hängten Zettel in Hostels aus und klebten drei Exemplare an unser Baby. 

Jetzt heißt es warten, warten, warten. Nach jedem Tag Wartezeit setzten wir den Preis ein Stück herunter. Zu unserem Glück versuchen viele Leute ihr Auto zu unverschämt hohen Preisen anzubieten. Klar, wir fingen auch erst bei 3700$ an. Vielleicht findet sich ja jemand. Aber das war zu diesem Zeitpunkt unrealistisch. Unsere letzte Hoffnung sollte der Carmarket am Sonntag sein, zu dem wir in Not hingegangen wären. Auf dem Parklplatz auf dem wir übernachteten haben wir einige getroffen die ihr Glück schon letzte Woche dort probiert hatten. Vergebens. Wenn man nicht auf 1500$ hinuntergehen möchte, findet sich kaum ein Käufer. Wir hatten wenig Hoffnung auf gutes Geld und haben uns schon so langsam mit dem Gedanken abgefunden als die rettenden Nachrichten kamen. Die Franzosengruppe hat sich als Volltreffer erwiesen und so wollten sich plötzlich zwei Pärchen unseren Van ansehen. Auch eine Österreicherin hatte Interesse, doch sie trifft erst Ende April in Neuselland ein. Also trafen wir uns am Freitag mit den Franzosen.

Das erste Paar war uns von Anfang an sehr sympathisch. Während der Probefahrt hatten wir zwar ein wenig Angst da er ziemlich nah an fremden Autospiegeln vorbei fuhr und ab und an auf der falschen Spur war,  aber wir hatten dennoch Spaß.  Eigentlich hätten wir es ihnen auch sofort gegeben aber wir ließen die anderen Franzosen fairerhalber auch mal gucken.  Bei dem zweiten Paar ist die Sympathie nicht direkt übergesprungen. Sie waren eher still und schauten sich das Auto mehr im Alleingang an. Für uns war die Wahl eigentlich schon klar. Auch weil die Zweiten den Preis ziemlich weit drücken wollten. Also meldeten wir uns gleich am Nachmittag bei Valentina und Simon und es war süß wie sehr sie sich über unsere Entscheidung freuten. 

Zu unserem Glück waren die beiden mit der Zeit sehr flexibel. Unser Flieger startet am Dienstag und wir konnten bis Sonntag im Auto schlafen. Sie haben sich sogar noch eine Hostelnacht extra gebucht damit wir uns die Kosten sparen konnten. Sehr nett! Sonntag abend trafen wir uns nochmal in der Stadt und tranken ein, zwei, drei Bier zusammen,  plauderten und hatten viel Spaß.  Am Montag hieß es dann Abschied nehmen von unserem Baby. Wir gingen gemeinsam zur Post um den wenigen Papierkram zusammen zu erledigen.  Dann wurde zum ersten Mal über den Preis geredet  Beziehungsweise fragte Simon bloß ob es bei 3200 $ bleibt, wie es in der Anzeige stand. Wir hätten nicht mit soviel gerechnet,  da es ja Verhandlungsbasis war. Doch die beiden wollten gar nicht verhandeln.  Ich denke sie hatten ein weit höheres Budget und waren einfach nur glücklich über den Preis. So konnten wir uns nur freuen. Wir haben tolle Leute kennengelernt und wurden auch nach Frankreich eingeladen und haben unser Auto für echt tolles Geld verkauft bekommen. Schade das wir die beiden nicht eher kennenlernen durften! 

Am nächsten Morgen kam die Nachricht,  dass sie super darin geschlafen haben. Das freut uns sehr und wir wünschen den beiden ein tolles Jahr in Neuseeland.  

14März
2015

Endless Summer

So verließen wir also zum zweiten Mal Opotiki, diesmal in Richtung Coromandel. Das Wetter war sehr sonnig und warm und wir hofften, dass das auch die nächsten Tage noch durchhält. Denn es wurde ja ein großer Sturm angekündigt. Überall wurde davor gewarnt und sogar Neal erinnerte uns daran.

Den ersten Halt machten wir in Waihi. Das ist eine kleine Stadt die besonders durch Ihre noch bis heute vorkommenden Goldreserven bekannt ist. Noch immer wird versucht das kostbare Gut in der Martha Mine ans Tageslicht zu befördern. Wir schauten uns aufgrund unseres straffen Zeitplanes nur das alte Pumphaus an und schauten kurz von oben in die Mine. Eigentlich sah es vielmehr aus wie ein riesiger Steinbruch und so machten wir uns wieder auf die Weiterreise. Wir fuhren über den Whitiroa Beach nach Whangamata und verbrachten dort noch ein paar Momente in der gemütlichen Abendsonne ehe wir uns zum Campingplatz aufmachten. Sporadisch ausgestattet mit Kaltwasserdusche und Komposttoilette verbrachten wir dort allerdings nur die Nacht und suchten uns fürs Frühstück am nächsten Morgen ein schöneres Plätzchen. Dann ging es auch schon weiter denn wir hatten einen knappen Zeitplan. Zyklon Pam tobte über den Pazifikinseln und sollte am nächsten Tag auch Neuseeland erreichen. Da dies mit großer Wahrscheinlichkeit mit sehr miesem Wetter einhergehen würde versuchten wir noch möglichst viel von Coromandel zu sehen. Wir fuhren ins kleine Örtchen Pauanui und nutzen die strahlende Sonne für eine kurze Pause und Kaffee am Meer. Dieser Ort geizt nicht mit Häusern die wohl eher von betuchten Aucklandern als Sommerresidenz genutzt wird. Einige der Häuser sahen zwar ziemlich einladend aus und würden uns sicher auch gut zu Gesicht stehen aber wir haben ja unser Zuhause auf 4 Rädern  Von dort aus fuhren wir direkt zum Hot Water Beach, einer der Attraktionen auf Coromandel. Dort kann man sich bei Ebbe am Strand ein Loch buddeln das sich dann mit wohltemperiertem Grundwasser füllt da unter der Oberfläche heiße Quellen das selbige erhitzen. Wir kamen natürlich wieder zu spät und die einsetzende Flut machte einen Badespaß zunichte. Deshalb nutzten wir die Zeit um ein bisschen zu filmen und fuhren dann weiter nach Hahei. Der Ort weiß mit einem der schönsten und beliebtesten Strände Neuseeland zu locken. Die Massen an Autos auf dem Parkplatz zeigte das zum Leidwesen unserer Nerven. Nach ein paar Minuten war ein Parkplatz gefunden und wir liefen bei strahlendem Sonnenschein zur Cathedral Cove. Das ist genau genommen ein riesiger Steintunnel der irgendwann durch die äußeren Einflüsse in sich zusammen fallen wird. Bei uns stand er jedoch noch und so bot er uns ein sehr ansehnliches Fotomotiv. Ausserdem bot er uns die Möglichkeit vom doch sehr gut besuchten Strand zu einem etwas ruhigerem Strandabschnitt zu kommen. Wir brauchten eine Weile ehe wir einen günstigen Moment gefunden hatten um ohne von einer Welle komplett nassgemacht zu werden den anderen Strand erreicht hatten. Dort Genossen wir einfach den Moment und die Umgebung ehe wir uns in die Fluten stürzten. Das war auch gar nicht so einfach denn die Wellen waren hier nicht ganz ohne und so fanden wir uns öfter am Strand zurück als uns lieb war. Es ist wirklich erstaunlich wieviel Kraft Wasser entwickeln kann. Nach einiger Zeit im Meer überraschte uns dann eine Welle die wirklich gigantisch war. Gerade nachdem mich eine Welle unter Wasser und in Richtung Strand befördert hatte drehte ich mich um und sah eine riesen Welle auf uns zukommen. Ich sah nur kurz wie Angie förmlich von den Wassermassen begraben wurde ehe ich selbst davongespült wurde. Man kann es schlecht einschätzen aber wir denken das die Welle gute 3m hoch war. Vielleicht auch weniger, aber wenn sie genau vor einem bricht dann reißt sie dich mit und du kannst absolut nichts dagegen tun. Zum Glück hatte ich genau in diesem Moment die Kamera an und konnte es für unser kleines Video am Ende des Textes festhalten. Geschafft vom Baden liefen wir den Weg zurück zum Auto und verbrachten den Abend mit selbstgemachten Burgern auf einem Campingplatz in der Nähe. Am nächsten Morgen ließ das angekündigte schlechte Wetter nicht lang auf sich warten und so fuhren wir auf direktem Weg in Richtung Auckland. Es galt so allmählich unser Auto zu verkaufen.

 

           

                                

            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12März
2015

Back to the Roots!

Nun haben wir so langsam unsere komplette To-do Liste auf der Südinsel "abgearbeitet". Wie die Zeit vergeht! Bevor es aber zurück nach Deutschland geht wollen wir gerne noch eine Woche auf der Südseeinsel Rarotonga verbringen. Dafür heißt es aber nochmal kurz arbeiten gehen. Am liebsten auf der Südinsel und so fuhren wir zum dritten Mal Richtung Motueka um unser Glück bei den Äpfeln zu probieren.

Unterwegs hielten wir nochmals an den Nelson Lakes. Diesmal am Lake Rotoiti. Wir unternahmen eine knapp fünfstündige Wanderung mit tollen Ausblicken auf den See.

 

Als wir Motueka erreichten fuhren wir erstmal zu unserem ehemaligen Chef und fragten nach Arbeit. Wir hatten große Hoffnung, da er letztens sehr zufrieden mit uns war. Es wäre auch alles kein Problem gewesen, wären wir nicht gerade mitten in der Zeit nach dem Thinning und vor dem Picken angekommen. Das Orchard machte also 2-3 Wochen Pause. Das passte uns überhaupt nicht in den Zeitplan. Wir fuhren ein paar weitere Felder ab aber überall dasselbe Spiel.

Aus letzter Not heraus schrieben wir einfach mal Mel aus Opotiki eine SMS wie es denn in der Ecke mit Arbeit aussieht. Es war Mittwoch und sie schrieb zurück, dass sie Arbeit für uns hätte und wir Montag anfangen können. Arbeiten würden wir für unseren Lieblingsinder Khan. Mh, klingt nicht nach der optimalen Lösung aber wenn es wirklich nichts anderes gibt müssen wir das wohl in Kauf nehmen. Wir durchforsteten das gesamte Internet nach Jobangeboten. Scheinbar war gerade überall Flaute und Opotiki rückte immer mehr in den Mittelpunkt. Wir fanden eine Anzeige, ebenfalls in Opotiki, in der 5 Mitarbeiter für das Kiwithinning gesucht werden. So langsam mussten wir uns wohl mit dem Gedanken anfreunden auf die Nordinsel zu fahren. Und es ist immer noch besser als für Khan zu arbeiten. Der Contractor, ein Tscheche, schrieb fix zurück und so vereinbarten wir mit ihm am Montag bei ihm auf dem Feld zu stehen.

Nachdem wir für Freitag die Fähre gebucht hatten mussten wir resigniert festellen, dass unsere Zeit auf der Südinsel nun vorbei war. Leider 3 Wochen eher als geplant  Doch wir hielten uns immer diese Trauminsel Rarotonga vor Augen und so standen wir Freitag mitten in der Nacht auf, um 6.30 die Fähre zu nehmen. Viel Schlaf hatten wir in der Nacht jedoch nicht. Nachdem wir die Lüftung jede Nacht verbarrikadiert hatten und keine Geräusche gehört haben wollten wir es eine Nacht ohne ausprobieren um zu sehen, ob die Maus aus dem Arthurs Pass eigentlich noch unser Untermieter ist. Als sich plötzlich mitten in der Nacht die leere Kekspackung, die wir ausversehen oben auf dem Regal liegen lassen haben, etwa 30 cm neben unseren Köpfen bewegte, wussten wir dass sie die Tage Fastenzeit ohne Weiteres überlebt hat. Sie mitten in der Nacht aus dem Auto zu scheuchen war natürlich vergebens und so schliefen wir mit raschelnden Hintergrundgeräuschen doch wieder ein. Die nächsten Tage wurde wieder alles sorgfältig verbarrikadiert.

Wir machten lediglich nochmal in Taupo Halt um dort eine Nacht zu verbringen bis wir Samstag Nachmittag auch schon Opotiki erreichten. Auch diesmal wollten wir natürlich gerne in der Lodge residieren und so überraschten wir Neal mit unserem Erscheinen. Ein Glück sind gerade ein paar Deutsche und Tschechen abgereist, sodass er ein Zimmer für uns hatte. Wir machten es uns erstmal gemütlich und genossen die warme Dusche und das freie WLAN

Als wir in Opotiki ankamen erfuhren wir von einem französischem Kumpel, dass letzte Nacht ca 200 Grindwale am Farewell Spit gestrandet sind und dass das DOC Freiwillige benötigt um die Wale zu retten. Das war ein gehöriger Seitenhieb. Es war so schon deprimierend wieder in Opotiki zu sein und wären wir zwei Tage später mit der Fähre gefahren, hätten wir mit helfen können, da Farewell Spit ja nicht so weit von Motueka weg ist. Ich war echt traurig über diese Situation. Was würde ich nicht alles dafür geben, um einem Wal so nah sein zu können. Doch ändern kann man es nun nicht mehr

Am Montag Morgen standen wir also pünktlich mit zwei Locals, einem Franzosen und einer Kanadierin auf dem Feld. Die Arbeit ist ziemlich simpel und relativ stupide. Den ganzen Tag läufst du durch die Reihen und entfernst zu kleine, häßliche oder verdorbene Kiwis. Nicht wirklich aufregend doch wir waren über die stündlich bezahlte Arbeit dankbar. Wir waren froh, keine Contractarbeit unter Stress machen zu müssen.

 

 

Jedenfalls dachten wir das. Am dritten Tag erklärte uns Ian wir sollen nun eine andere Aufgabe machen. Girdling heißt der Spaß, der keiner ist und natürlich nach Leistung bezahlt wird. Wir zogen erstmal lange Gesichter aber wir brauchten das Geld für unseren Urlaub und so probierten wir es aus. Girdling bedeutet mit einem kleinen Messer einen Ring in die Baumrinde zu schnitzen, damit die Pflanze als Reaktion mehr Zucker ausschüttet und somit die Früchte süßer und schneller reifer werden.

Der erste Tag war der reinste Horror. Wir konnten nach der Arbeit kaum noch Hände und Arme spüren. Von den Blasen mal abgesehen. Doch wie überall gewöhnt der Körper sich relativ schnell daran. Die Arbeit war zwar immernoch ziemlich anstrengend, vor allem auch die die Schnelligkeit, welche man 8 Stunden lang beibehalten muss, doch irgendwie haben wir auch das geschafft. Bei den goldenen Kiwibäumen war es auch nicht so das Problem, doch als wir später auch noch die grünen Kiwibäume ritzen mussten, kamen wir schon an unsere Grenzen. Dazu sollt ihr wissen, dass die goldenen Stämme einen ungefähren Durchmesser von 2 cm haben, die grünen meist um die 30cm. An einem Tag haben wir dafür spezielle Sägen bekommen, doch diese wurden an ein anderes Team verliehen und für uns blieben nur noch die kleinen Messer übrig. Es war ein regelrechtes Workout und noch eine Woche danach tun uns die Knochen weh. Doch wie sagt man so schön, harte Arbeit zahlt sich eben aus. Da wir ein ziemlich schnelles Team waren haben wir immer um die 18$/h verdient (normal sind es 14,25$). Das ist wirklich gut und so lohnt sich die Contractarbeit also doch. Zumindest teilweise, denn das Ding ist, dass der Chef sich quasi die Preise aussuchen kann, die er bezahlt. Meistens waren wir so schnell, dass wir laut der vorher festgesetzten Summe für ein Hektar um die 25-30$ verdient hätten. Da dies dem Chef jedoch zu hoch ist, kann er diesen festgelegten Preis natürlich nach Belieben senken. Das ist ziemlicher Mist aber man kann dagegen nichts machen. Außer das Tempo ein wenig zu reduzieren, weil warum sollten wir uns bis zum Umfallen abrackern wenn es am Ende doch nicht mehr Geld bringt?!

Etwas verärgert aber dennoch froh über die 18$ konnten wir am Ende endlich unseren Flug nach Rarotonga buchen. Und das war ja die Hauptsache für die ganze Schufterei. Die restlichen Tage verbrachten wir entspannt am Pool oder am Meer. Wir machten unser Auto sauber und räumten so lamgsam unsere Sachen zusammen, da es weiter Richtung Coromandel gehen soll, dem letzten Ort auf unserer To-do Liste, bevor es zurück nach Auckland geht um den Van zu verkaufen.

Ob die Maus immer noch im Auto haust werden die nächsten Tage sagen

 

09Februar
2015

Unvergesslich ist nicht der richtige Ausdruck

Kommen wir nun zu meinem persönlichen Favoriten unseres Jahres. Nachdem wir Kaikoura beim ersten Mal nur aus dem Auto heraus erspähen konnten, weil wir dringend nach Christchurch mussten, hatten wir nun etwas mehr Zeit für dieses kleine Örtchen. Schon beim letzten Mal sahen wir Delfine in den Wellen und so war die Vorfreude groß. Kaikoura ist quasi das Mekka der Walbeobachtung. Grund dafür ist ein tiefer Meeresgraben, wenige Kilometer vom Festland entfernt. Der Kaikoura-Canyon sinkt von etwa 1000m Tiefe auf 3000m ab. Dort treffen kalte und warme Meeresströmungen aufeinander und sorgen für einen hohen Anteil an Nährstoffen und damit auch für viele Fische, Plankton.. Perfekt für Pottwale, Orcas, Delfine und viele mehr.

Als erstes erkundeten wir die Stadt und die nähere Umgebung. Bei einem Eis lässt sich auch die Sonne gut ertragen  Wir unternahmen einen Spaziergang zur Kaikoura Peninsula, der sich im Endeffekt auf 3 Stunden ausdehnte und genossen die Aussicht und das schöne Wetter.
Am Anfang unserer Reise stand eigentlich fest unbedingt eine Whale Watching Tour zu machen. Nach einigem Hin-und herüberlegen entschieden wir uns doch dagegen. Wir haben viele Meinungen dazu gehört und anstatt viel Geld in eine gesehene Walflosse zu investieren entschieden wir uns doch eher für das Delfinschwimmen. Ein wenig traurig darüber nicht beides machen zu können, waren wir dennoch voller Vorfreude über den kommenden Tag.

Unsere Tour sollte frühs um 9 beginnen. Pünktlich wie wir sind warteten wir gespannt bis alle Teilnehmer eingetroffen sind. Es waren ziemlich viele Menschen und wir waren erst ein wenig skeptisch wie all diese untergebracht werden sollten. Zum Glück hat uns der Anbieter nicht mit einem überfüllten Boot enttäuscht sondern alle Leute auf drei Boote verteilt. Zunächst bekamen wir aber erstmal unsere Ausrüstung. Schnochel, Taucherbrille, Flossen und ein Wetsuit. Für mich war es das erste Mal in so einen beengenden Anzug zu schlüpfen. Nach ersten Atemschwierigkeiten gewöhnte man sich jedoch relativ schnell an das Ganze. Danach wurde uns noch ein kurzes Video gezeigt und erklärt wie man die restlichen Utensilien zu benutzen hat und wie wir uns mit den Delfinen verhalten sollen. Es wäre besser gewesen wenn wir zuerst die Einführung erhalten hätten und danach in den Neoprenanzug gestiegen wären, denn diese Dinger sind unglaublich warm So saßen wir, ungefähr 50 Personen in einem Raum, ca 30 Minuten, und schwitzten die Anzüge voll bis wir in den weniger kühleren Bus einsteigen konnten um zu den Booten gefahren zu werden Die Menschentraube verkleinerte sich nun und es wurde angenehmer während der Fahrt über das Meer. Wir fuhren ungefähr 20-30 Minuten bis wir erste Delfine erspähen konnten. Dann ging alles relativ schnell. Brillen aufsetzen, Flossen anziehen und an den Bootsrand setzen. Schon waren wir im Wasser und hatten gefühlte 200 Delfine neben uns schwimmen.

Nebenbei gesagt mussten wir uns die ersten Minuten erstmal auf den Schnochel und unsere Atmung konzentrieren. Es war für uns beide das erste Mal Schnorcheln und ich hätte nicht gedacht, dass es schwierig sein könnte. Doch irgendwie bekamen wir ständig Wasser in den Mund und dementsprechend keine Luft. Vielleicht haben wir uns aber auch einfach nur doof angestellt Nach paar Minuten ging es aber wesentlich besser und wir konnten das Naturschauspiel voll und ganz auskosten. Die Delfine schienen mit den Menschen zu spielen, mal schwammen sie ganz langsam neben uns, mal drehten sie sich mehrere Runden um uns herum. Sie schienen keine Scheu zu haben und kamen ziemlich nah an uns heran.

Ein Hoch an die Technik und dank meines neuen Lieblingsspielzeuges der GoPro sind wiedereinmal tolle Aufnahmen entstanden.

Einmal wurden wir wieder ins Boot zurückgerufen, weil die Delfine uns dann wohl langsam langweilig fanden und weitergeschwommen sind. Nach fünf Minuten Fahrt hielten wir erneut in einer großen Gruppe und durften nochmals ins Wasser. Wir konnten die Zeit absolut nicht einschätzen aber laut meinem Videomaterial waren wir insgesamt ca 30 Minuten im Wasser. Für mich persönlich hat dies auch genügt, denn Tauchen ist doch ein wenig anstrengender als ich es je gedacht hätte. Ich habe so viel Wasser verschluckt, dass mir ein wenig übel wurde in den Wellen. Dies ging wohl nicht nur mir so. Als alle Menschen wieder an Board waren wurden erstmal die Eimer verteilt. Ca 6 Leute mussten sich gleichzeitig übergeben. Zwei haben sich sogar einen Eimer geteilt, das war echt eklig   Zu guter Schluss wurden die Eimer einfach ausgespült und ins Meer gekippt. Ein Hoch auf das Wasser was ich vorher verschluckt habe

Danach hatten wir noch eine Weile die Gelegenheit die Delfine vom Boot aus zu beobachten und Fotos zu machen. Uns wurden warme Schokolade und Kekse angeboten und so langsam verflog sich auch meine Übelkeit. Ein Glück habe ich keinen Eimer benötigt.

Ich hätte zwar auch liebend gerne Wale in Neuseeland gesehen, doch dieses Erlebnis, so nah an diesen Lebewesen zu sein, war einfach einzigartig!

 

 

 

 

07Februar
2015

Arthurs Pass die 2te

Um das endlose Hin-und Her zwischen Ost-und Westküste fortzusetzen, fuhren wir erneut Richtung Osten über den Arthurs Pass. Diesmal hatten wir durchgängig schönes Wetter und wir konnten unsere geplanten Wanderungen in die Tat umsetzen bzw auch hinter uns bringen.

Hinter uns zu bringen deshalb, da wir waren wenig motiviert waren, groß zu wandern. Empfangen wurden wir an einem kleinen Rastplatz von zwei Keas.Diese Vögel sind immer wieder faszinierend. Dem Fütterungsverbot zum Trotz schafften wir es mit ein paar Nüssen das kleine Kerlchen vor die Kamera zu locken ehe wir weiterfuhren.

Am späten Nachmittag erreichten wir dann den Arthurs Pass und parkten am Temple Basin Skigebiet. Von dort aus ging es in endlosen Serpentinen eine Geröllpiste hinauf. 500 Höhenmeter auf eine Strecke von nur 1,2km sind schon nicht ganz ohne und so waren wir froh nach etwa einer Stunde den Berg hinter uns gelassen hatten. Obwohl es uns vorkam wie 5 Stunden. Hier oben hatte man einen fantastischen Blick ins Tal, die Straße über den Arthurs Pass wirkte von hier oben nur noch wie ein winziger Fußweg. Geschafft und hungrig beschlossen wir den Rückweg anzutreten und verzichteten auf den letzten Weg zur knallig roten Skihütte etwas weiter den Hang hinauf. Wir genossen einen letzten Blick auf die Schneebedeckten Berggipfel um uns herum und machten uns dann wieder auf in Richtung Auto.

Die Suche nach einem Schlafplatz sollte sich schwieriger gestalten als angenommen denn schon auf dem Weg dorthin mussten wir feststellen das die angekündigte Mäuseplage tatsächlich ein ernsthaftes Problem darstellen sollte. So konnten wir während der Fahrt die Unmengen an Mäusen, tot oder lebendig, auf der Straße zählen. Am Campingplatz angekommen machten wir uns ein leckeres Abendessen und unser Auto im Anschluss Mäusesicher. Was in unserem Fall bedeutet, eventuelle Schlupflöcher am Auto zu verbarrikadieren  Unseren Müll legten wir aufs Autodach um die Mäuse so nicht ins Innere des Autos zu locken. Keine glorreiche Idee wir wir feststellen durften als ein Kea zielsicher auf dem Autodach landete und unseren Müll in sämtlichen Einzelteilen über dem Campingplatz verteilt hatte. Unsere Nachtruhe wurde dann durch ein Rascheln in unserer Essenskiste jäh gestört. Und nach einiger Zeit, die wir schlaflos mit hören und orten verbracht hatten, mussten wir der Wahrheit ins Gesicht sehen und uns eingestehen, dass unsere Vorsorge nicht von Erfolg gekrönt war. Wir hatten ein neues Haustier in Form einer kleinen an und für sich ganz niedlichen Feldmaus.

Allerdings ist die weniger niedlich wenn sie einen nachts nicht schlafen lässt. So folgten zahllose schlaflose Stunden ehe wir dann mitten in der Nacht das gesamte Auto ausräumten und auf Mäusejagd gingen. Erfolglos wie sich im Nachhinein herausstellte. Immerhin hatten wir jetzt gefunden wo sie sich tagsüber von ihrer nächtlichen Aktivität erholt denn sie rannte beim Herausräumen zielsicher ins Lüftungsgitter. Als wir dieses als Aufenthaltsort enttarnt hatten verbarrikadierten wir es fachmännisch um sie so bei aufkommendem Hunger aus dem Auto zu locken da ihr der Weg in den Innenraum nun eigentlich versperrt war. Ein Trugschluss wie wir später feststellen mussten.

Am nächsten Tag stand eigentlich die Wanderung zum Avalanche Peak auf dem Programm. Aber 8 Stunden Wanderung erschienen uns bei notorischer Unlust doch ein wenig übertrieben. Außerdem war ein Teil des Weges wegen Schneefällen gesperrt und so rafften wir alle Motivation zusammen und entschieden uns immerhin noch für eine 5h Wanderung zur Bealey Spur Hut. Die war im Wanderführer als ,,Wanderung zu lustiger Hütte mit Weitblick" angegeben. Nicht ganz zu Unrecht denn nach gut 2 h stetigem Aufstiegs durch Wald und Wiesen erreichten wir eine kleine ebene Fläche die uns einen Blick über das weite Waimakariri Valley und die Berge der Umgebung bot. Wir entschlossen, uns mit diesem Blick zufrieden zu geben und entschieden uns unsere Wanderung hier zu beenden.Stattdessen nutzten wir die Zeit dazu einen kleinen Zeitraffer für euch zu erstellen und vertrieben uns die Wartezeit mit einem kühlen Bierchen.

Am Auto angekommen setzten wir dann unseren Weg in Richtung Ostküste fort. Das Delphinschwimmen war gebucht und so hieß es für uns: Kaikoura wir kommen! Angie war schon voller Vorfreude da das für Sie mit ganz oben auf unserer Neuseeland-Must-Do Liste stand

 

PS: Die Maus lebt nun auf der Nordinsel

05Februar
2015

Von Gletschern und anderen Begebenheiten

Nach dem Mt. Cook Nationalpark fuhren wir wiedermal Richtung Westküste. Schließlich müssen wir die Must-do´s noch von unserer Liste streichen bevor unser Jahr hier endet.

Diese beinhalten nochmals zwei Gletscher. Den Fox- und den Franz Josef Glacier.Dabei ging es erneut an Wanaka und am Lake Hawea vorbei.Hier möchten wir euch gern mit auf die Reise nehmen:

So kamen wir schließlich am Fox Gletscher an.Bei unserem Glück kam uns natürlich wieder einmal der Regen in die Quere.Nach einiger Zeit die wir mit Warten im Auto verbrachten zog dann die Wolkendecke auf und wir konnten einen Versuch wagen. Unser Weg endete nach kurzer Zeit als wir an eine Absperrung kamen die uns offenbarte das man ab hier nur noch mit geführter Gletschertour weitergehen darf.Wir ignorierten das ganz dezent und machten uns auf eigene Faust unauffällig hinter einer Gruppe auf in Richtung Gletscher.Vorbei an Wasserfällen und Geröll erreichten wir dann nach ein paar Bachüberquerungen das Gletscherende.Hier bot sich ein gewohntes Bild.Etwa 200m vor unseren Augen sah man den Gletscher, davor Schutt und Geröllwüste.Sicherlich ist eine geführte Tour in den Gletscher sehr interessant allerdings mussten wir uns aus Budgetgründen eben mit dem zufrieden geben.Also zurück ins Auto und ab zum Franz-Josef.Dort war der Anblick des Gletschers schon etwas imposanter.Das ganze Ausmaß sieht man allerdings wahrscheinlich erst wenn man eine Heli-Tour über den Gletscher bucht.Zu kostspielig für uns:)

Die Nacht verbrachten wir am Gillespie Beach auf einem sehr liebevoll gestalteten kostenlosem Campingplatz. Nach dem ich unsere GoPro fast im Meer versenkt hätte genossen wir in der untergehenden Sonne die letzten Blicke auf den Mount Cook ehe wir geschafft ins Bett fielen.

Am nächsten Morgen fuhren wir den Rest der Westküste hinauf nach Hokitika.Dort schauten wir uns ein paar wirklich faszinierende Figuren am Strand an die von Künstlern aus der ganzen Welt nur mit Hilfe von Treibholz gebaut wurden.Hier machten wir es uns auf einem kleinen Ehebett aus Steinen und Holz bequem und genossen die Sonne.

Abends trafen wir uns mit unseren Freuden Tim&Jenni auf einem Campground in der Nähe und verbrachten unseren letzten gemeinsamen Abend bei ein paar Bierchen. Denn am nächsten Tag hieß es zumindest in NZ voneinander Abschied zu nehmen. So trennten sich nach einem Ausflug zur Hokitika Gorge die mit leuchtend türkisblauem Wasser zu überzeugen weiß nun endgültig unsere Wege.Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen in Good old Germany.Unsere Reise ging nun erneut zurück zum Arthurs Pass.

 

 

01Februar
2015

Mal sieht man ihn, mal sieht man ihn nicht

Als nächster Punkt auf unserer Reiseliste stand der Mount Cook Nationalpark. Dieser wird dominiert vom Mount Cook,dem höchsten Berg Neuseelands mit 3754 m. Wir machten uns also bei Zeiten nach dem Frühstück auf um möglichst viel zu sehen denn das Wetter war an diesem Tag bestens geeignet um zu wandern. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein erwarteten uns als wir am Lake Pukaki entlang in Richtung National Park fuhren! Von der Straße aus konnten wir immer wieder fabelhafte Ausblicke über die Täler und Berge genießen. Immer geprägt und dominiert vom Mount Cook. Als erstes unternahmen wir eine kurze Wanderung zum Tasman Glacier. Der längste Gletscher Neuseelands.Vor ein paar Jahren noch über 75 km lang bringt er es aktuell immerhin noch auf 29 km Länge. Gletscher an sich sind nicht so spektakulär wie mancher sich das vorstellen mag. Das liegt in erster Linie daran das man aus Sicherheitsgründen nur bis auf eine bestimmte Entfernung an den Gletscher herankommt. Und so ist das, was man zu sehen bekommt, eigentlich nur das was der Gletscher beim schmelzen zurück lässt. Und das ist allen voran Schutt, Staub und Geröll. Im Hintergrund konnten wir dann jedoch den eigentlichen Gletscher erkennen. Inmitten der Gerölllandschaft hat sich durch das Schmelzwasser ein relativ beachtlicher Gletschersee gebildet.Dieser ist nicht wie man evtl.denken könnte strahlend blau, nein er ist vielmehr tiefgrau da sich darin allerlei Sedimentablagerungen befinden.Vom Aussichtspunkt aus genossen wir den Blick über den See auf dem langsam kleine bis mittelgroße Eisberge an uns vorbeischwammen.

Das Wetter überlegte es sich dann doch anders und innerhalb kurzer Zeit wurde aus dem Sonnenschein ein grauer Himmel mit dicken Regenwolken die uns unsere Wanderung durch das Hooker Valley vermiesen wollten.So stiefelten wir also in unsere Regenjacken gehüllt vorbei an gletscherbedeckten Berghängen, über Hängebrücken entlang, in Richtung Hooker Lake am Rande des Hooker Gletschers. Dort erwartete uns erneut das typische Gesicht des schmuddeligen Gletscherendes. Auch der Blick auf den Mount Cook, der sich direkt hinter dem See emporhob, blieb uns Dank der Wolkendecke leider verwehrt!! Trotzdessen ist der Berg ein ziemlicher Brocken. Dieser hat auch schon etliche Menschenleben auf dem Gewissen, sei es durch Stürze passiert oder durch Schneelawinen oder abrutschende Gletschermassen. Eine kleines Denkmal in Form einer Steinpyramide erinnert an die vielen Opfer.

Auf dem Rückweg hielten wir dann noch kurz im Informationszentrum an um uns über das Wetter in den nächsten Tagen zu informieren. Geplant war eine Wanderung zur Mueller Hut auf etwa 1800m Höhe. Selbst auf dieser Strecke sind schon einige Menschen ums Leben gekommen und die Wettervorhersage kündigte nur Regen und tiefhängende Wolken an. So beschlossen wir notgedrungen unsere Pläne zu begraben. So wurde aus den geplanten 3 Tagen Nationalpark schlussendlich nur einer. Das Gute daran war jedoch das unser eingeplantes Budget für die Übernachtungen nun deutlich geringer ausfiel als gedacht.

Sobald wir den Nationalpark um einige Kilometer verlassen hatten war der Himmel auch schon wieder blau. Dies ist das ärgerliche aber auch das reizvolle an Neuseeland. Man weiß nie genau wie sich das Wetter verhält. Innerhalb einer Stunde Autofahrt kann man Schnee, Regen und puren Sonnenschein erleben. Verrückte Welt!

 

29Januar
2015

Catlins

Auf dem Weg nach Invercargill haben wir uns schon einen Teil der Catlins angeschaut. Deshalb auch das unterschiedliche Wetter auf den Fotos und im Video. Die Catlins sind ein Gebiet im Südosten der Südinsel und ist gekennzeichnet durch die wunderschönen Küstenabschnitte auf der einen Seite und den kleinen Regenwald auf der Anderen. Wir fuhren als erstes zum Jacks Blowhole. Dies ist quasi eine riesige „Öffnung“ im Boden, die unterirdisch mit dem Meer verbunden ist. Über Wiesen und Felder liegt dieses Blowhole 200m vom Meer entfernt. Nach einem kurzen Spaziergang dorthin schauten wir nicht schlecht in den Abgrund

Die nächste Besichtigungstour beinhaltete natürlich wieder Wasserfälle. Und zwar die Purakaunui- und die Mc Lean Falls. Man kann sie gar nicht mehr zählen, so viele Wasserfälle haben wir in dem Jahr gesehen. Aber sie sind dennoch immer wieder schön anzusehen.

Zum Schluss hielten wir lediglich an einem Aussichtspunkt an. Der Appetit nach einem Käffchen konnte leider nicht gestillt werden, da es extrem windig war. So schauten wir nur den von Testosteronstrotzenden Bullen zu, wie sie ständig aufeinander drauf sprangen. Sie ergaben aber auch ein tolles Panorama.

Fürs Erste endete nun unser Tagesausflug in den Catlins. Wir fuhren erstmal weiter nach Invercargill um Tim aus dem Krankenhaus abzuholen. Den Rest kennt ihr ja schon ;-)

 

 

Nach den schönen Tagen im Milford Sound und der einen Nacht in Queenstown fuhren wir also erneut Richtung Ostküste um den Trip zu vollenden.

Erster Zwischenhalt war ein kleiner, niedlicher Leuchtturm am Waipapa Point. Auf einem Schild am Strand wurde darauf aufmerksam gemacht man solle auf Seelöwen aufpassen. Wir schauten uns kurz um und waren uns erst aus weiterer Entfernung nicht sicher ob da einer lag oder es ein riesiger Stein war. Als der Stein plötzlich Atembewegungen machte waren wir überzeugt. Ich war ziemlich erstaunt über die Größe des Tieres. Die Robben die wir bisher gesehen haben waren nichts dagegen. Da hat man schon ordentlich Respekt vor. Nach kurzen Annäherungsversuchen hielten wir aber doch schnell wieder einen gewissen Sicherheitsabstand ein

Um die Tierwelt zu vervollständigen fuhren wir weiter östlich zur Porpoise- und zur Curiobay, da man dort eine relativ hohe Chance haben soll Delfine vom Strand aus zu sehen. Dies taten wir auch, aber es waren natürlich nur kleine Punkte mitten im Meer, die durch die Wellen hüpften. Wir spazierten etwas am Strand entlang und über kleine „Felsklippen“. Da das Wetter nicht das Beste war, war es für uns leider nicht der Ort, an dem man sehr lange verweilt. Bei Sonnenschein sollen die Catlins um einiges schöner sein! Aber es waren dennoch zwei schöne Tagesausflüge!

Zum Abschluss des Tages fuhren wir zum Nugget Point, mein persönlicher Favorit auf diesem Trip. Mein ursprünglicher Plan war es, eine Nacht in der Nähe zu übernachten um früh am Morgen pünktlich zum Sonnenaufgang dort zu sein. Auf den Postkarten, die man hier kaufen kann, sieht es richtig toll aus! Nach einem kurzen Blick in den Himmel und in den Wetterbericht konnte ich das Vorhaben jedoch schnell wieder vergessen :( So gingen wir noch am Nachmittag hin um uns den Leuchtturm, umrahmt von steilen Klippen und Felsen, anzuschauen. Aber auch ohne Sonnenaufgang bleibt der Ort mein Favorit in den Catlins.

 

Danach fuhren wir erneut nach Dunedin um dort zu schlafen, ehe der nächste Punkt auf der Liste der ausgelassenen Dinge, ruft.

 

27Januar
2015

Queenstown Round 3

Nach den Tagen im Fjordland National Park fuhren wir erneut nach Queenstown, weil wir uns eine günstige Jetboatfahrt ergattert hatten. Das Wetter war diesmal nicht auf unserer Seite denn am Morgen der Fahrt war der Himmel extrem bewölkt und es begann leicht zu nieseln als wir am Check-In standen.Schon bald kam auch unser Jetboat samt Fahrer angerauscht. Ein Boot ausgestattet mit 850 PS und einzigartigem Motorsystem. Das Wasser wird vom Boot aufgesaugt und dann mit 800 l/s wieder aus dem Boot geblasen und treibt dieses somit an. Der Vorteil darin besteht in der Tatsache dass das Boot so auch in Wassertiefen von nur etwa 5-10cm fahren kann. Mit uns gingen noch etwa 8 Asiaten mit an Bord.Wir hatten das Glück als erstes ins Boot steigen zu können um einen vernünftigen Platz zum filmen zu bekommen.Dann ging es auch schon los und bereits auf den ersten Metern merkte man dass das Boot schon ganz schön Leistung hat. So ging es zwischenzeitlich mit bis zu 85 km/h nach einem Startfoto zunächst über den Lake Wakatipu hin zum Kawarau River.Unser Fahrer nutzte dann zur Freude aller günstige Stellen um ein paar seiner 360 Grad Drehungen aufs Wasser zu zaubern. Er selbst schien das alles nicht mehr sonderlich spannend zu finden. Vielleicht lag es daran das er es jeden Tag wahrscheinlich 3-4 mal macht.Vielleicht lag es auch einfach am Wetter.Trotzdem manövrierte er das Boot jederzeit sicher knapp an allen Hindernissen vorbei.Nach etwa 25 Minuten hielten wir an um nach links in den Shotover-River abzubiegen. Der bis dahin relativ breite Fluss wurde nun zunehmend enger und flacher.So blieb es nicht aus dass das Boot teilweise am Grund des Flusses entlangratzte. Aber laut unserem Fahrer sollte uns das nicht beunruhigen. Naja bei 5 cm Wassertiefe sollte man nicht unbedingt ertrinken.Ausserdem hatten wir ja alle Sicherheitswesten. Nach einer guten Stunde erreichten wir dann wieder den Pier in Queenstown. Zu schnell vorbei war es doch nocheinmal ein schöner Abschluss unseres Aufenthaltes in Queenstown. Von dort aus sollte uns unser Weg nun nocheinmal zurück in die Catlins führen.

 

22Januar
2015

Wandertage im Milford Sound und ein Dreier mit Gertrude

Also ging es am nächsten Morgen los in Richtung Milford Sound. Wir hatten zwar noch eine gute Woche Zeit bis zu unserer gebuchten Bootstour doch einige Wanderungen hatten unser Interesse geweckt!

Den ersten Stop auf unserem Weg machten wir in Te Anau. Dort war eine 10h Wanderung geplant. Als wir jedoch  am Startpunkt ankamen waren wir etwas enttäuscht. Der Berg, den es zu besteigen galt, war im Vergleich zu den umliegenden Bergen doch eher etwas mickrig für unser Empfinden und daher nicht wert ihn zu erwandern. Verwöhnt von Quenstowns riesigen und massiven Bergen konnte dieser nicht wirklich überzeugen. Also packten wir unser Zeug zusammen, erkundeten noch kurz den Lake Manapouri und setzten unsere Reise fort um uns im Informationszentrum die letzten Informationen zu Wetter und Wanderrouten zu besorgen. Da dies bei strömendem Regen von Statten ging waren wir wenig zuversichtlich eine schöne Woche zu erleben. Doch je weiter wir uns dem Fjordland näherten umso wohlgesonnener war uns das Wetter. Die anfänglichen Wolken wichen allmählich strahlendem Sonnenschein.  Die Nacht verbrachten wir dann auf einem kleinen Campingplatz ohne alles. Ok, nicht ganz, wir hatten immerhin Plumpsklo und fließend Wasser aus dem Fluß direkt am Campingplatz. Auch die obligatorischen Sandfliegen die uns schon oft das Leben erschwerten gab es in Hülle und Fülle. Ausgerüstet mit Insektenspray und selbstgebauten Fliegengittern an den Autoscheiben sagten wir Ihnen jedoch erfolgreich den Kampf an!

Ohne Frühstück machten wir uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg. Dafür gab es drei Gründe: zum 1. wollte keiner von uns beiden in den Genuss der morgendlichen Komposttoilette kommen, zum 2. wollten wir sehr zeitig an den Mirror Lakes sein (der erste Punkt auf unserer Tagesordnung), und zum 3. hatten wir die Nacht illegalerweise kostenfrei auf dem Campingplatz geschlafen  Die erforderlichen 12$ an Campinggebühren entsprächen leider nicht dem Format unseres 50$ Scheines. Da niemand wechseln konnte blieb uns praktisch keine andere Wahl, auch wenn wir so schon sehr oft sehr kostengünstig übernachten konnten.


An den Mirror Lakes angekommen waren wir sehr glücklich das wir so zeitig dort waren, denn der kleine Tümpel lag spiegelglatt vor uns und so konnten wir eindrucksvoll sehen wie sich die schneebedeckten und wolkenverhangenen Berggipfel darin spiegelten. Als wir beim Auto ankamen überraschten uns auch gleich zwei Ranger vom Department of Conservation, kurz DOC! Die überwachen die Nationalparks, warten und pflegen die Campingplätze und Wanderwege und sind immer dafür gut, Wildcampern den Kampf anzusagen. So bedurfte es einer geschickt ausgeklügelten kleinen Notlüge wo wir denn die Nacht verbracht haben um keinen Ärger zu bekommen.Wir konnten ja schlecht sagen das wir zwar auf dem Campingplatz waren, den aber fluchtartig ohne zu zahlen verließen. So akzeptierte er wenig überzeugt wirkend unsere Erklärung das wir bereits seit einer Stunde auf Tour sind um den Teich in den frühen Morgenstunden sehen zu können!
Uns war es egal, denn immerhin konnten sie das Gegenteil auch nicht beweisen. Keine 200$Strafe ärmer ging es zum Start vom Lake Marian Walk.

Laut Wanderführer ein entspannter 3stündiger Hin-und Rückweg zum See mit Bergpanorama. Was uns erwartete war zwar nicht anstrengend aber der Weg machte es uns nicht leicht. Gesäumt von Stolperfallen, großen Felsklumpen und brückenlosen Bachüberquerungen, erreichten wir nach unserem Fußmarsch durch den Regenwald schlussendlich den See. Auch wenn einige Stürze und Blutvergießen uns nicht erspart blieben.

Der Blick entschädigte uns für alles. Vor uns lag in vollkommener Idylle ein glasklar spiegelnder See eingerahmt ins Bergpanorama. Einfach schön anzusehen. Da wir noch eine weitere Wanderung geplant hatten machten wir uns nach kurzer Genusspause wieder auf den Rückweg.

Es stand der Walk zum Key Summit an. Hierbei ging es durch Regenwald hinauf zum 920m hohen Gipfelplateu mit Panoramablick, denn von hier oben hatten man eine fantastische Aussicht in alle drei umliegenden Täler. Nicht eine Wolke trübte dieses unvergessliche Erlebniss. Hier oben konnte man neben der alpinen Vegetation auch einen Weitblick zum zuvor erwanderten Lake Marian genießen! Erschöpft aber glücklich beendeten wir den Tag ganz klassisch bei Nudeln mit Ketchup, erwartungsfroh was uns die nächsten Tage bescheren!

Der Weg zu den Hidden Falls war der nächste Walk den es zu bewältigen gab. Was uns erwartete war jedoch vielmehr ein entspannter Spaziergang mit Wasserfall Aussicht am Ende! Diese war jedoch insofern besonders als das man die Gischt des herabfallenden Wassers als angenehmen Nieselregen wahrnehmen konnte. Man konnte sich hier wirklich wie im tiefsten Regenwald vorkommen. Das endlose Grün der Bäume und Sträucher rings um einen herum tat dabei sein übriges. Den angebrochenen Tag nutzen wir dann um beim gemütlichen Kaffeetrinken vor unserer Kofferraum-Küche zu entspannen und Energie für den nächsten Tag zu sammeln.

,,Gertrude" sollte bestiegen werden. Das ist ein Sattel zwischen zwei Bergrücken ,irgendwas auf 1400 Höhenmetern. Von einfacher Spaziergang bis Wanderung nur mit Alpinerfahrung und ausgezeichnetem Orientierungssinn im markierungslosen Gelände hörten wir fast alles über das Anforderungsprofil dieser Wanderung. Unbeeindruckt davon machten wir uns gespannt auf ins Abenteuer und schlugen uns erst durchs mit wegbeschwerenden Steinen bedeckte Tal allmählich an Höhe gewinnend auf in Richtung Kamm. Der Aufstieg war nicht leicht aber bei weitem nicht so wie zuweilen beschrieben. Vorbei an Wasserfällen, die glasklares eisiges Gebirgswasser hinab beförderten, kamen wir dann schließlich am kleinen Bergsee an der uns einen atemberaubenden Weitblick ins Tal und unsere bewältigte Strecke gewährten. Erfreut und noch immer motiviert ging es auf die letzte Etappe der Wanderung. Über loses Gestein zeigten uns kleine aufgebaute Steintürmchen den Weg zum Ziel. Ein in die Felsen geschlagenes Drahtseil half beim letzten Aufstieg und vor uns lag ein Blick zum dahinschmelzen. Ringsherum schneebedeckte Berggipfel von denen Wasserfälle ins Tal stürzten, über uns endloser blauer Himmel und im Hintergrund erfreute sich unser Auge am Milford Sound, den man von hier aus sehen konnte. Wir hielten einfach nur inne und genossen den Aufenblick. Und machten Fotos das ihr zumindest ein bisschen was davon habt
Der Abstieg ging dann doch etwas beschwerlicher von Statten als gehofft denn immer wieder rutschte unter unseren Füßen loses Geröll den Abhang herunter. Um unseren geschunden Füßen nach dem Abstieg ihren Dank zu erweisen befreiten wir sie aus den Schuhen und erfrischten sie in den kleinen Becken vor den Wasserfällen.

Nach unseren Wandertagen verbrachten wir die Nacht dann bei heißer Dusche und Strom um alles aufzuladen auf einem kleinem Campground um von dort aus am nächsten Tag die letzte Strecke zum Milford Sound zurück zu legen. Um 12 Uhr sollte unser Boot dort ablegen. Erneut vorbei am Gertrude Valley ging es durch den Homer Tunnel. Ein Tunnel der (ein Hoch auf die neuseeländische Baukunst) 1,2km durch ein riesiges Bergmassiv gebohrt wurde. Und genau das war es. Ein Loch im Berg durch das man durch muss .Beleuchtung oder ähnliches Fehlanzeige. Das permanente Tropfen von Wasser von der Tunneldecke machte die ganze Sache nicht vertrauenswürdiger. Zumindest gibt es an beiden Enden des Tunnels eine Ampelanlage die den Verkehr regelt, da der Tunnel nur von einer Richtung befahren werden kann. Wie sich die Sache dann verhält wenn die Ampel aus ist, ist eine andere Sache. Das Schild am Anfang das erklärt das sich die Ampel nur von 8-6 in Betrieb befindet konnte dabei auch keinen Erklärung liefern. Scheinbar muss man dann einfach sein Glück probieren und hoffen ohne Gegenverkehr durchzukommen. Allerdings ist das am Abend eher unwahrscheinlich. Der Hauptverkehrsfluß zum Milford Sound besteht eh nur aus 2 Phasen. Früh werden alle Touristen mit Reisebusen zum Fjord gekarrt und nach ihrer Bootstour zurück in die Hotels. Die etwas betuchteren Touristen werden mit Flugzeugen und Helikoptern durch die Gegend geflogen die in regelmäßigen Abständen über unseren Köpfen herumschwirrten. Ehrlich gesagt fanden wir das ziemlich schade, da das die Atmosphäre dieser traumhaften Landschaft doch ein wenig kaputt macht. Allgemein wirkt es so als würde die Gegend mehr und mehr kommerziell ausgeschlachtet. Naja so ganz wollen wir uns da nicht rausnehmen denn auch wieder hatten ja eine Bootstour gebucht. Unserem Freund ,,Bookme.co.nz" zu Dank für einen sehr guten Preis von nur 20$. Da es sich um die Mittagstour handelte gab es sogar noch eine Portion Fish&Chips umsonst dazu, man kann sich also nicht beklagen. Als wir nach der Talfahrt den Sound erreichten waren wir dann jedoch wieder positiv überrascht das man die Menschenmassen dort gar nicht so direkt bemerkt das es sich durch die verschiedenen Bootsanbieter doch ziemlich verläuft! So konnten wir uns auf dem Boot ganz entspannt einen geeigneten Platz zum fotografieren und filmen suchen um das Ende unserer Reise zum Milford Sound zu genießen, ehe wir uns zurück in Richtung Queenstown begaben um dort beim altbewährten Bierkrug im Pig&Whistle erneut auf Tim&Jenni zu stoßen!

 

 

 

13Januar
2015

Von Oamaru nach Dunedin

Nach den schönen Tagen über den Jahreswechsel stand die Fahrt nach Dunedin auf unserem Plan.Eigentlich wollten wir zuerst in den Milford Sound reisen, doch da dort heftige Gewitter vorausgesagt wurden entschieden wir uns erstmal für die Ostküste.

Die Route dorthin ist landschaftlich bis auf die Überquerung des Lindis Pass wenig ansprechend.Kilometerlange gerade Straßen,umsäumt von Goldgelben Getreidefeldern.Das McKenzie Country wie dieser Teil des Landes genannt wird befindet sich fest in der Hand der Landwirtschaft! So ging die Fahrt doch ein wenig an die Nerven da man unterwegs kein wirkliches Highlight zu sehen bekamen.Nach schier endlosen 300 km erreichten wir dann Oamaru was für uns in zweierlei Hinsicht interessant war.Zum einen gilt es als ein sehr bekanntes Gebiet um zwei der seltensten Pinguinarten der Welt zu sehen,zum anderen hat die Stadt ein sehr ansehnliches historisches Stadtviertel im viktorianischen Baustil zu bieten.Nach einer Erkundungs-und Fototour desselbigen machten wir uns am Abend auf in Richtung Bushy Beach.Hier soll man etwa 2Stunden vor Einbruch der Dunkelheit sehen können wie der Gelbaugen-Pinguin(Hoihoi) nach seiner Futtersuche im Meer ans Land geht um dort seine Jungen zu füttern.Zwischen mehreren anderen Schaulustigen verbrachten wir dann also gute 2h mit der Beobachtung der Umgebung auf etwaige Pinguinbewegungen.Mäßig erfolgreich erspähten wir dann in der Ferne einen der gefiederten Kumpel.Mit maximalem Heranzoomen erkannte man schließlich schemenhaft auf der Kamera das es sich tatsächlich um einen Pinguin handelte.

Nicht restlos überzeugt machten wir uns am nächsten Tag auf in Richtung Moeraki Boulders.Dort übernachteten wir praktischerweise auf einem relativ billigem Campingplatz nahe der Steinfelsen am Meer.Gut war hierbei in erster Linie die warme Dusche und die Küche die wir direkt nutzen um uns ein Brot für die Weiterreise zu backen.Nach den ersten Eindrücken liefen wir etwa eine Stunde am Strand entlang ehe wir an den Felsen ankamen.Diese sind zwischen einem halben bis 3 Meter groß und liegen wie weggeworfene Murmeln am Strand.Das ist alles in allem sehr interessant zu betrachten doch die Unmengen an Touristen um uns herum machten die Atmosphäre doch etwas zunichte.So machten wir uns wieder auf den Weg und fuhren zum Katiki Point,einem Beobachtungspunkt oberhalb vom Strand.Hier wollten wir unsere Pinguin-Sichtungsrate in die Höhe schrauben.Und nach kurzer Zeit wurden wir belohnt als sich nach und nach vier Pinguine allmählich aufs Land zubewegten.Zwei von ihnen verharrten eifrig auf ihren Felsen im Meer,während die anderen beiden mit einem wagemutigen Sprung ins Meer und kurzer Schwimmeinlage langsam am Strand ankamen.Von hier hatten wir diesmal bessere Sicht und konnten die beiden so auch für euch auf Video festhalten.

Es ist schon lustig anzusehen wie unbeholfen und doch zielstrebig die kleinen Kerlchen hin und her watscheln und hüpfen.Und doch sehen sie bei allem was sie tun irgendwie ein wenig unbeholfen aus

 

Von dort aus ging es dann direkt weiter nach Dunedin.Das ist in sofern eine interessante Stadt als das man hier einen sehr stark schottisch geprägten Einfluss der Architektur beobachten kann.So entstanden während der Sightseeingtour durch die Stadt allerhand Fotos der wunderschönen Gebäude. Ein Must-do war auch der Besuch der laut Guinness Buch steilsten Straße der Welt mit 35% Steigung. 

Auch ein Besuch des Otago Settlers Museums stand auf dem Plan da wir kurzerhand eine Schlechtwettervariante finden mussten.Ja das schöne Wetter blieb uns verwehrt und so fiel unsere Tour zur Otago Peninsula wortwörtlich ins Wasser.Zumindest mussten wir sie früher als geplant beenden da es gegen Mittag allmählich ungemütlicher wurde und dann heftig zu regnen begann.So konnten wir uns am Vormittag immerhin ein paar Robben aus wirklich nächster Nähe ansehen.Interessant ist dabei das die Tiere wirklich durch nichts aus der Ruhe zu bringen sind und eigentlich die meiste Zeit des Tages nur schlafen.Oder einen anfauchen wenn man ihnen dann doch etwas zu nahe gekommen ist.Hier schafften wir es aber doch auf 2-3 Meter heran um ein paar gute Fotos zu machen.Dann verbrachten wir die Zeit beim gemütlichen Kaffee denn wir wollten das Albatross-Centre besuchen das natürlich,wie soll es auch anders sein erst 11:30 öffnete und wir so also noch eine gute Stunde zu warten hatten.Das hätten wir uns im Endeffekt auch sparen können denn außer dem Zutritt zum Souvenirshop gab es für uns nicht viel zu sehen.Es sei denn wir hätten die 60$ für eine der geführten Touren bezahlt!So blieb uns der Blick auf einen Albatross leider verwehrt denn wir haben auch draußen keinen herumfliegen sehen.So verließen wir nach einem Besuch im China-Restaurant am nächsten Morgen Dunedin um weiter Richtung Catlins zu fahren.

 

Unser Plan änderte sich schneller als geplant als unser Freund Tim uns anrief um uns mitzuteilen das er jetzt in Invercargill im Krankenhaus sei und uns bat ihn wieder nach Queenstown zu fahren.Kurz gefasst:Tim ist beim Mountainbike fahren nach einem Sprung bei der Landung gestürzt und hat sich den Arm gebrochen.Da es in Queenstown jedoch kein richtiges Krankenhaus gibt,hat man ihn kurzerhand ins Taxi nach Invercargill gesetzt um ihn dort zu operieren.Soweit so gut dachten wir uns planten unsere Reiseroute einmal komplett um.Das dies nicht das letzte Mal sein sollte zeigte sich nach kurzer Zeit denn der Termin für seine Op wurde immer wieder verschoben.So überraschten wir ihn dann am Abend als er dann doch endlich seine Op bekam im Krankenhaus. Am nächsten Tag konnte er jedoch schon raus und so fuhren wir mit ihm die drei Stunden zurück nach Queenstown wo wir ihm die nächsten zwei Tage doch noch etwas zur Hand gehen mussten ehe wir in wieder allein lassen mussten

Für uns ging es weiter Richtung Milford Sound.Ein abschließender Fergburger sowie ein paar Krüge Bier durften dabei nicht fehlen.Dankbar für unseren Krankenrücktransport ließ sich Tim nicht lumpen und übernahm unsere Kosten mit.


Vielen Dank dafür!!

07Januar
2015

Zwischen Bergen und Burgern

Nach einem gemütlichen wenn auch verregneten Abend machten wir uns am nächsten Morgen auf in Richtung Queenstown! Unser Weg führte uns zunächst nocheinmal nach Wanaka,denn es galt noch alkoholische Getränke für die Silvester nacht zu besorgen  Ausgestattet mit 2 Packen Bier und 2 3Liter Packen Tetrapack-Wein fuhren wir also ein ins Cardrona Valley wo unsere Reise durch eine Polizeikontrolle unterbrochen wurde.Die durchgeführte Alkoholkontrolle war angesichts des deutschen Standards sagen wir mal eher unkompliziert denn man muss lediglich seinen Namen in den Alkoholtester sprechen! Wenn man dabei nicht gerade aus dem Auto fällt, zeigt das Gerät wahrscheinlich immer an das man stocknüchtern sei.

Erfreut und irritiert über die neuseeländische Polizeiarbeit hielten wir dann an einem relativ skurrilen Zaun an,der komplett mit alten verlassen BHs gestaltet war.Wer auch immer auf diese abstruse Idee gekommen sein mag.So ging es also über Berg und Tal weiter nach Queenstown. Nach einem kurzen Abstecher vorbei an einer chinesischen Siedlung erreichten wir bei strömendem Regen unseren Campingplatz für die nächsten 3 Tage!

Hier galt es als erstes eine wetterfeste Sitzkonstruktion zu bauen was sich nach ein paar fehlerhaften Versuchen schwieriger gestaltete als zunächst vermutet!Schlussendlich waren wir soweit regengeschützt das wir komplett durchnässt nach einer wohltuenden warmen Dusche den Silvesterabend mit ein paar Bier und Weinen einläuten konnten.

In der Lounge des Campingplatzes ließen wir uns dann zu einem uns bis dato unbekanntem Trinkspiel hinreißen! ,,Roseanne" ist ein Spiel bei dem es darum geht jedesmal wenn man in dem gespielten Lied das Wort Roseanne hört trinken muss und sich dabei im Kreis dreht! Was die ganze Sache doch relativ schnell zum Sinn des Spiels kommen lässt! BETRUNKEN zu werden. Einige nahmen sich das scheinbar sehr zu Herzen und so mussten einige der anderen Camper ihren Silvesterabend mit Gehunterstützung der Anderen, kopfüber der Toilette, vorzeitig beenden.

 

Für diejenigen war es sicher nicht der schönste Moment doch trug es jedoch erheblich zu unserer Belustigung bei! Gegen um 10 liefen wir dann so allmählich in Richtung Stadtzentrum wo uns widererwartend weniger Leute empfingen als wir es vorher gedacht hatten. Alles in allem war es eine sehr entspannte Atmosphäre! Unser Plan war es nun also auf die Suche nach einer Bar zu gehen da in der Stadt selbst striktes Alkoholverbot war.Eine Bekannte die wir unterwegs getroffen haben gab uns dann den Tip schlechthin. Das 1876,eine Bar die überaus billig sein sollte.Und überhaupt waren wir sehr überrascht von Queenstown, da uns vorher alle gesagt haben das alles dort nocheinmal fast doppelt so teuer sei wie im Rest von Neuseeland.Nach unserer Zeit dort können wir jedoch sagen das prinzipiell irgendwie alles billiger als erwartet, sogar billiger war als im Rest des Landes 

Die verbleibende Zeit bis 0 Uhr nutzten wir um uns ein schönes Fleckchen am Strand zu suchen um von dort das Feuerwerk zu bestaunen. Das war weder das Längste,Größte noch Spektakulärste was wir bisher gesehen hatten aber dennoch war es sehr schön.So rutschten wir genau 12Stunden vor allen in Deutschland gesund und munter ins Jahr 2015; )

Danach galt es die Bar zu finden die uns empfohlen wurde,was sich als schwieriger gestaltete als gedacht! Nach dem uns auf unsere Frage hin auch viele Locals nicht weiterhelfen konnten,fragte Tim kurzerhand einen der Polizisten die für Recht und Ordnung sorgten. Dieser wusste zwar auch nicht wo die Bar zu finden ist, aber er zückte kurzerhand sein Handy um es für uns zu googlen!Ja die Leute hier sind sehr hilfsbereit.Also ohne zu zögern los ins Vergnügen.Was uns erwartete gefiel uns sehr,denn wir bekamen eine sehr gute Liveband sowie Gin Tonic für 6und Bier für 4,50 $ geboten.Nach dem ein oder anderen Getränk der Wahl führte uns unser Weg ins Cowboys.Dort sollte man eigentlich Rodeo reiten können, doch ausser 10 $ Eintritt und einem Gratis-Schnaps hatte die Bar wenig zu bieten.Der erhoffte und geplante Ritt auf dem Bullen blieb uns versagt da die Bar zu voll sei!Naja,nach dem wir also noch ein paar Bars abgeklappert hatten machten wir uns gegen um vier auf den Rückweg zum Campingplatz um für den Tag fit zu sein da es in Queenstown wirklich eine Menge zu sehen und erleben gibt.

 

Am nächsten Tag ging es nach dem Ausschlafen in die Stadt um sie das erste Mal bei Helligkeit zu erkunden!Alles in allem ist Queenstown ein lebendiges kleines aber nicht zu überlaufenes Städtchen am Lake Wakatipu,einem wundervollen See eingerahmt von massiven Bergketten.Eine Landschaft in der es sich durchaus aushalten lässt.So ließen wir bei zwei Monsterkugeln Eis am kleinen Hafen die Seele baumeln ehe wir den Rest des Tages entspannt am Strand lagen und die Sonne genossen.

 

   

 

 

Am zweiten Tag des Jahres sollte es deutlich anstrengender werden.Auf dem Plan Stand der Walk hoch über die Dächer der Stadt zur Skyline Gondola.Wir hätten ganz Touri-mäßig die Seilbahn nehmen können, entschieden uns jedoch nicht zuletzt aufgrund des unverschämt hohen Preises für den Fußmarsch. So trafen wir uns gegen zwei mit Tim an der Gondel da er zuvor bereits mit dem Mountainbike den Berg bergauf und bergab erklommen hatte. Seine Aussage das der Weg echt anstrengend und eher bescheiden sei, mussten wir leider nach kurzer Zeit bestätigen als wir alle bei brütender Sonne gehörig ins schwitzen kamen. Belohnt wurden unsere Strapazen dann jedoch mit einem grandiosen Blick über die Stadt, den See und die Berge. Wirklich sehr beeindruckend.

 

Dann ging es zum eigentlichen Highlight des Berges, dem Luge.Das ist am ehesten vergleichbar mit einer Sommerrodelbahn, nur dass man dabei auf einer eigens angelegten Strecke um die Wette fährt. Nach kurzer Einführung und einem Testlauf auf der Anfängerstrecke ging es dann also etwas waghalsiger in die Bahn. Lenker nach vorn: Gas. Lenker zurück: Bremse. Also ganz einfach das Ganze. Nach ein paar Kurven war man so richtig drin und warf sich voller Einsatz über die Strecke. Da das Ganze nicht so Angies Ding war machte sie währenddessen Fotos und Videos von Tim's, Jenni's und meinen Rennen. Leider ist eine Fahrt viel zu schnell vorbei und so machten wir uns nach der dritten Abfahrt den langen Weg zurück in die Stadt um die verbrannten Kalorien wieder aufzufüllen.

         

 

 

 

 

 

 

 

 

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                              Fergeburger erschien

 uns als geeignete Wahl. Dieser Burgerladen ist ein weiteres Kuriosum der Stadt. Denn vor dem relativ kleinen Laden stehen eigentlich so gut wie immer meterlange Schlangen die geduldig teilweise anderthalb bis zwei Stunden darauf warten ihren favorisierten Burger in den Händen zu halten. Das Gute daran ist, dass man genügend Zeit hat während der Wartezeit den Burger der Wahl auszuwählen.              

           

 

 

 

 

 

 

Erfahrungsberichten zufolge soll es hier mit einen der besten Burger der Welt geben und so nahmen wir ebenfalls die Wartezeit auf uns, um uns unser eigenes Urteil zu bilden. Nett ist, dass Mitarbeiter immer mal durch die Schlange kommen um die Wartenden mit Gratis Wasser, Pommes und Cookies bei Laune zu halten. Als wir dann endlich an der Theke angekommen waren war der erste große Hunger zwar verflogen aber der Appetit und die Erwartungshaltung groß. Wir beide entschieden uns für den ,,Tropical Swine"und den ,,Big Al", der seinem Namen alle Ehre macht. Doppelt belegt mit allen Zutaten wird es echt zur Herausforderung ihn ohne riesen Sauerei in den Mund zu bekommen. Nach einer weiteren halben Stunde Zubereitungszeit hielten wir dann gespannt unsere Tüten in den Händen. Und ja, die Burger sind verdammt gut! Vielleicht nicht die Besten der Welt, aber sehr sehr lecker und ein klares Queenstown-Must-do, oder ,,Sweet As" wie der Kiwi zu sagen pflegt 

Als Nachtisch pflückten wir uns unsere eigenen Kirschen von Baum nahe des Campingplatzes

 

Gestärkt ging es rüber ins Pig&Whistle einer ebenso preiswerten Bar wie das 1876. Praktischerweise liegen die beiden direkt nebeneinander und irgendwie kamen wir immer wieder direkt an beiden Bars vorbei. So verbrachten wir den Abend bei dem ein oder anderen Jug Bier für 8$. Kurzum das ist ein Krug voll mit 1,5 Litern hauseigenem Bier für umgerechnet 4,80€! Backpacker hin oder her, der Preis ist unschlagbar. Queenstown ist eben doch nicht so teuer wie alle immer sagen.

 

Ein Besuch der historischen Kawarau Bridge stand am nächsten Tag auf dem Programm. Diese spannt sich über den gleichnamigen Kawarau River und bietet somit die ideale Location für Actionverrückte, die sich von dort mit einem Bungyseil bewaffnet 43m in die Tiefe stürzen. Bei Wunsch und entsprechendem Körpergewicht auch mit der Möglichkeit kopfüber ins türkisblaue Wasser einzutauchen. Wir schauten aus sicherer Entfernung zu, da der Preis für einen Sprung ebenso hoch ist wie die Brücke selbst.

Ihren besonderen Bekanntheitsgrad verdankt sie dem Local AJ Hackett, der hier das Bungeejumpen erstmals kommerziell betrieben hat. Bei der Vielzahl der Leute noch bis heute scheinbar sehr erfolgreich!!

AJ Hackett betreibt außerdem den höchsten Canyonswing in Australasien den es galt als nächstes zu finden. Beim Canyonswing stürzt man sich entweder allein oder zu zweit an einem Seil in einen Canyon. Unterschied zum Bungee ist, dass man hierbei einen 60m Freien Fall hat und nach diesem Adrenalinkick noch durch die Schlucht schwingt um die Landschaft effektiv und bewusst genießen zu können.

Da der Weg zur Plattform jedoch auf Privatgelände verläuft konnten wir uns das Spektakel leider nicht live ansehen. Stattdessen fanden wir einen kleinen Parkplatz abseits der Straße an dem wir gemütlich die Zeit am Fluß genossen.

 

Entspannt und erholt ging es nach dem Frühstück am Lake Hayes am nächsten Morgen zum Remarkables Skifield. Wandern stand heute auf dem Programm. Unser Weg sollte uns in die Berge zum Lake Alta führen. Das ist ein See, eingehüllt in den Berggipfeln der Remarkables. ,,Der" Gebirgskette die das Panorama von Queenstown majestätisch und eindrucksvoll bestimmt. Die Berge wirken dabei teilweise wie gemalt.

Nach einer abenteuerlichen Schotterpistenfahrt, die das Kühlwasser beider Autos zum kochen brachte, begannen wir am Parkplatz auf gut 1600m Höhe unsere Wanderung. Nach einer guten Stunde erreichten wir dann den See der klar und verdammt kalt zwischen den Gipfel liegt. Bestimmt vom Gipfel des Double Cone in 2319m über dem Meeresspiegel. Dort machten wir es uns hinter einer Windschutzmauer gemütlich und erfreuten uns beim Pausenbier an der Umgebung ehe es dann über Schneefelder, die der strahlenden Sonne entschieden trotzen, weiter über ein paar Gebirgskämme zu einem Plateu ging, der Ausblick in allen Richtungen und über das Skigebiet gewährt. Einfach eine fantastische Aussicht. Den Abend verbrachten wir gemütlich beim erneuten Barbesuch, da sich am nächsten Tag unsere Wege trennen sollten und jeder seine Weiterreise-Route einschlug. Das Wiedersehen sollte sich schneller gestalten als von Allen gedacht!

 

Nach den erlebnissreichen Tagen bleibt uns zu sagen das Queenstown bisher mit eines der absoluten Highlights auf unserer Reise ist und wir danken Tim und Jenni für die schöne Zeit zusammen! 

 

Am nächsten Tag ging es für uns beide weiter nach Glenorchy, nicht weit von Queenstown entfernt. wir spazierten zum Lake Sylvan und genossen die Ruhe (dazu muss man wissen, dass Tim sehr viel redet )

Eigentlich wollten wir noch eine längere Wanderung zu einem Gletscher unternehmen, doch es war so warm an diesem Tag, sodass wir das sein ließen. 

 

 

 

29Dezember
2014

Letzte Tage im alten Jahr

Unsere Fahrt Richtung Queenstown führte uns durch kahle Landschaft mit Ausblick auf die Südalpen. Vorbei an einen Ort namens Springfield, der sich die Simpsons wirklich mal zum Thema macht, erreichten wir bei schönstem Wetter den knallblauen Lake Tekapo. Er bekommt seine intensive, milchig-türkise Färbung durch feinen Felsstaub, der durch Gletscherbewegungen zermahlen wird. Der Mt. Cook, der höchste Berg in ganz Neuseeland, zeigte sich ebenfalls von seiner besten Seite. Hier machten wir erst einmal Halt und staunten bei diesem Anblick. Wir suchten uns eine ruhigere Ecke und legten uns mit einem Bierchen, guter Musik und Sonnencreme an den See, entspannten nach dem vielen Autofahren und kühlten uns im blauen Nass ab.

 

   

Am nächsten Tag sind wir zu den Clay Cliffs von Omarama gefahren. Riesige Felsformationen lagen plötzlich vor uns. Wir kletterten ein Stück in das Tal hinein und genossen die Natur. Im weiteren Verlauf des Tages erreichten wir Wanaka. Dies sollte erstmal unser Ziel sein, denn hier wollen wir uns mit Jenni und Tim am darauffolgenden Abend auf einem kleinen Campground mit Dusche treffen. Wir schlenderten am See entlang und durch die kleinen Ladenzeilen. Die Stadt war jetzt zur Sommerzeit und gerade kurz vor Silvester voll mit Menschen. So kann man sich auch die schöne Landschaft zunichte machen. Es war wirklich nicht mehr angenehm, so viele Touristen auf so kleinem Raum zu erleben. Uns wurde gesagt, dass es in Queenstown um einiges schlimmer sein soll, doch wir wurden eines Besseren belehrt..

 

Zum Schlafen fuhren wir an den Lake Hawea, nicht weit weg von Wanaka. Dieser hat uns auch um einiges mehr angesprochen als der Lake Wanaka. Schon aus dem Grund, das hier kaum ein Mensch zu sehen war. Am Morgen wurde ich durch lästige Sandflies geweckt. Ich glaube, wir haben diese Biester noch nie erwähnt.. Sie sehen aus wie Obstfliegen, sind fast geräuschlos wie eine Katze, beißen wie Tiger und es krabbelt 1000 mal schlimmer als bei einer Mücke. In hoher Zahl, zum Beispiel an der Westküste, greifen sie dich regelrecht an und kaum lässt man 5 Minuten das Auto offen, so sind mindestens 30 Stück hineingelangt. Wieviele Tausende Sandflies wir schon zerdrücken mussten.

In diesem Moment war es allerdings nicht so schlecht, da gerade die Sonne aufging. Ich schaute aus dem Fenster und sah wie sich die aufgehende Sonne im Wasser spiegelt. Da ich sowieso pullern musste, nahm ich die Kamera gleich mit und wurde mit einem niedlichen Stück Regenbogen in Miniaturausgabe belohnt. Nach einem guten Frühstück ging es erneut nach Wanaka und wir verdösten so unseren Tag bis wir wieder in kleiner Gruppe beisammen saßen.

27Dezember
2014

Tagesausflug über den Arthur`s Pass

Nach dieser tollen Wanderung auf den Mt. Arthur verließen wir am nächsten Tag Motueka, welches in den letzten Wochen ein schönes Zuhause für uns war. Silvester wollen wir mit Jenni und Tim in Queenstown verbringen. Das verändert zwar erneut unseren eigentlichen Plan aber die Sause wollen wir uns nicht entgehen lassen. Für den Rest der Westküste war uns die Zeit etwas zu knapp, also fuhren wir wieder Richtung Ostküste über den Arturs Pass inmitten durch die Südalpen.

Hier lebt auch der gefürchtete Kea. Dieser kommt nur auf der Südinsel Neuseelands vor und ist ein sehr intelligenter Vogel. Gefürchtet ist er hauptsächlich bei den Autofahrern weil die Keas gerne mal die Verdichtungen der Scheiben abknabbern und sonst jeglichen Unfug machen. Die, die wir gesehen haben, waren aber ganz friedlich.

Eigentlich wollten wir auch hier einige Wanderungen unternehmen. Aufgrund des Regens verzichteten wir jedoch erstmal auf die 3Stündigen bzw 8stündigen Walks und notieren diese auf unsere To-do-Liste für den Rückweg. Wir schauten uns lediglich den Devils Punchbowl Wasserfall an. Nach gefühlten 4000 Treppenstufen konnten wir diesen bestaunen.

Je weiter wir uns von der feuchten Westküste entfernten desto kahler wurde auch die Landschaft

 

 

25Dezember
2014

Sommerliche Weihnacht

Es steht Weihnachten vor der Tür! Wir fühlten uns absolut nicht danach. Bei 25 grad Außentemperatur auch verständlich. Genau wie bei uns sind auch hier die Menschen beinahe am Durchdrehen gewesen. Seit November ist alles geschmückt und die Schokiweihnachtsmänner stehen im Regal. Manchmal auch in Kiwiform oder der Weihnachtsmann mit Sonnenhut. Die Angestellten in Supermärkten mussten sich an den Sonntagen sogar als Elfe mit großen Ohren verkleiden, trugen Weihnachtsmützen oder Christbaumkugeln als Ohrringe. Verrückte Welt. Toll war, dass der Kunde Schokolade geschenkt bekommen hat 

Am 24. haben wir es uns am Strand gemütlich gemacht und auf typisch neuseeländische Art das Fest der Liebe gefeiert. Währenddessen haben wir unsere Kamera laufen lassen um mal wieder einen Zeitraffer zu gestalten. 

 

 

Am 25. waren wir alles andere als faul. Wir wollten in unserer Zeit in Motueka unbedingt noch auf den Gipfel des Mt. Arthurs. Als es frühs um acht schon gefühlte 30 grad waren wollten wir die Wanderung erst abbrechen, doch wann anders kommen wir nicht mehr dazu. Also müssen wir da wohl durch und schon waren die Wanderschuhe angezogen. Der Weg zum Berg war schon abenteuerlich. Zu dem Startpunkt führte nur eine 7km lange Schotterpiste steil bergauf. Im ersten Gang haben wir unserem Baby einiges abverlangt. Wir dachten schon wir erreichen noch nichtmal den Anfang der Route. Doch das Auto hat sich wacker geschlagen und wir konnten die Wanderung anfangs wenig motiviert beginnen. Die erste Stunde ging es nur bergauf durch den Wald. Als wir über der Baumgrenze waren wurde auch die Aussicht immer schöner. Ab hier machte die Wanderung richtig Spaß, denn man hatte immer den Berg und somit das Ziel vor Augen. Auch wenn dieser noch weit weit entfernt war. Über große Hügel, entlang an Abhängen war es eine abwechslungsreiche Tour. Mit Sicherheitsvorkehrungen haben die Neuseeländer es nicht so, ganz nach dem Motto "Wenn du es dir nicht zutraust, musst du es ja nicht machen" . So ging es über loses Steingeröll, teilweise mit Klettereinlagen nicht mehr ganz so schnell voran. Neben dir war nichts, außer dass es hunderte Meter hinab ging. Ich hatte weniger wegen des Aufstiegs Sorgen, sondern eher ob ich heil wieder hinunter komme. Doch auch das ging irgendwie und wir waren froh als wir den Gipfel nach knapp vier Stunden erreichten. 

Als passendes Feiertagsessen gönnten wir uns danach eine Portion Fish'n'Chips. Weniger aus dem Grund genau das zu essen, sondern eher weil keiner mehr Lust hatte zu kochen 

 

 

 

 

 

Tut mir leid wegen dem Weihnachtsrechtschreibfehler im Video 

14Dezember
2014

Schatz, was wollen wir morgen machen? Ach lass uns doch aus einem Flugzeug springen

Für ein Wochenende nahmen wir uns etwas ganz Besonderes vor. Wir wollten in NZ unbedingt Fallschirmspringen. Der Abel Tasman Nationalpark schien uns eine tolle Kulisse für dieses Erlebnis. So buchten wir uns bei Bookme einen günstigeren Sprung für Sonntag morgen. Schon bei der Auswahl des Termins kam die Nervosität. Am Samstag Abend ließen wir uns dennoch auf ein paar Drinks in Robyns Haus ein. Im Nachhinein keine so gute Idee..

Frühs um neun waren wir pünktlich am Landeplatz, mussten jedoch noch fast zwei Stunden warten während uns alles erklärt wurde und wir den anderen Leuten beim Springen zugucken konnten. Komischerweise waren wir da alles andere als aufgeregt. Gegen elf zogen wir endlich unsere schönen Anzüge an, die so schon beengend wirken. Ein kurzes Interview mit den Kameraleuten, die wir extra dazu gebucht haben und schon saßen wir auch schon im Flugzeug. Neben dem Piloten waren wir nun zu neunt auf vielleicht 2 Quadratmetern eingequetscht. Ich hatte ziemliche Luftprobleme weil wir so eng an unseren Hintermann angeschnallt waren, dass ich mich seiner Atmung anpassen musste. So richtig konnte ich die Aussicht nicht genießen weil ich nur darauf konzentriert war. Nach ungefähr 15 Minuten ging es plötzlich los. Die Tür wurde geöffnet und schon saß ich auch schon am Flugzeugrand. Es ging alles so schnell, man hat gar keine Zeit Angst zu haben. Ein Abschiedskuss war auch nicht drin 

Der erste Moment war für uns ziemlich aufregend. Man kann es kaum beschreiben. Du spürst zwar das du fällst aber irgendwie auch nicht. Der Luftwiderstand ist höher als gedacht. Das Atmen funktioniert nicht wesentlich besser, doch als sich der Schirm nach knapp 40 Sekunden öffnete, lockerte auch der Mann hinter dir die Gurte. Nun konnte man herrlich die Aussicht genießen und Martin unterhielt sich gemütlich in der Luft mit seinem Tandemmaster. Mich fragte er nur ob mir im Auto oder auf See schlecht wird. Als ich nein sagte wirbelte er uns ohne Vorwarnung im Kreis durch die Luft. Nach mehreren Umdrehungen machte sich dann doch der Alkohol und der Magen bemerkbar. Ich meisterte den restlichen Flug und die Landung mit einem flauen Gefühl, doch pünktlich zum Ausschalten der Kamera überkam es mich jedoch und ich habe mich peinlicherweise mitten auf der Landefläche etwas übergeben müssen. Mein Tandemmaster lachte nur kurz und ich entschuldigte mich. Was für eine tolle Aktion. Martin hat davon gar nichts mitbekommen, weil er nach mir gesprungen ist, doch als ich es ihm erzählte lachte er auch über mich. Naja aber Skydiven kann ja jeder, mit Kater skydiven ist schon etwas anderes 

Total glücklich und stolz setzen wir uns erstmal hin und teilten unser Erlebnis miteinander. Wir hätten es uns beide noch spektakulärer vorgestellt, doch wir hatten auch noch gar nicht alles richtig realisieren können, was wir eben getan haben. Es ist auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und wir 

wären am liebsten sofort nochmal gesprungen! Ein andermal, irgendwo auf dieser Welt bestimmt! 

 

 

 

 

 

           

 

 

 

 

 

 

       

                                           

 

 

                                                                                                        

 

 

 

 

 

 

 

                                               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

 

 

01Dezember
2014

Von der Kiwi zum Apfel

Am Montagmorgen sollte es nun losgehen. Unsere Tätigkeit nennt sich Apple Thinning, sprich kleine und unschön aussehende Äpfel entfernen, damit die anderen mehr Platz zur Verfügung haben und richtig groß werden können. Es standen einige Leute vor dem Office, auch einige bekannte Gesichter. Thibault, Roman und Julien aus Frankreich, die wir bereits während der Besuche von Tim und Jenni in Robyns Haus kennengelernt hatten, da die drei ebenfalls dort wohnen. Nach kurzem Smalltalk wurde zuerst der ganze Papierkram erledigt.

Um neun sollte die Arbeit dann beginnen. Nach kurzer Einführung was zu tun ist, waren wir auch schon auf uns allein gestellt. Zuerst kapierte niemand richtig das Prinzip, welchen Apfel man an welcher Stelle richtig abtrennt. Irgendwie haben alle nur nach Gefühl gearbeitet    Diesmal wurden wir nach erbrachter Leistung bezahlt. Also mussten wir etwas genauer sein, doch irgendwann hatte man den Dreh raus welcher Apfel weg muss. Solange nicht extrem viel abgerissen wird oder nicht noch hunderte Äpfel am Baum bleiben ist alles gut, denn die Supervisor sind alles andere als genau. Ab und an sollten wir etwas anders machen aber mit der Qualitätskontrolle an sich haben die Neuseeländer es nicht so. Es läuft halt alles wesentlich entspannter zu als in Deutschland. So mussten wir uns die nächsten Wochen echt ranhalten, da es hieß, der Schnellere verdient mehr. Meist haben wir auf unsere Pausen verzichtet und neun Stunden durchgearbeitet, weil der Lohn pro Baum nicht das Gelbe vom Ei war. Es kommt außerdem noch auf die Bäume und Reihen an. Manchmal haben wir lediglich nur 80 $ am Tag verdient, was unter dem neuseeländischen Mindestlohn liegt und an anderen Tagen fast 200 $. So hat es sich im Endeffekt immer ausgeglichen und es nahm sich nicht viel gegenüber dem Stundenlohn obwohl wir auf Contract am Ende der Woche meist minimal mehr verdient haben als den Mindestlohn. Und wenn wir diesen mal nicht erreicht haben, hat uns unser Chef aufgestockt. 

 

 

 

Den Sonntag hatten wir wie Jenni und Tim auch regulär frei, sodass wir uns jeden Samstag Abend in Motueka auf ein Bierchen oder zum Kochen getroffen haben. Danach ging es meist gemeinsam zu Robyns Haus um uns mit den anderen Leuten zu treffen (es wohnten mittlerweile fast 30 Backpacker in diesem Haus) und um zu später Stunde in die nächstliegende Kneipe zur Livemusik zu gehen. Gerade durch die verrückten Franzosen wurden es immer sehr lustige und lange Nächte.

 

Um nicht "nach Hause" fahren zu müssen durften wir immer auf dem Hof in unserem Auto schlafen. Den Rest der Woche lebten wir nämlich auf einem Campingplatz. Es standen uns zwar nur kalte Duschen zur Verfügung aber so konnten wir uns viel Geld sparen im Gegensatz zu einer richtigen Bleibe. Wenn es mal regnete während der Arbeit durften wir auch die warmen Duschen auf dem Orchard benutzen. Also alles in allem war unsere Entscheidung eine gute Wahl. Und die Sonnenaufgänge sind ein Traum! 

 

 

 

15November
2014

Golden Bay and Farewell Spit

Nach kleinen aber schönen Umwegen machten wir uns dann nach dem Gesehenem wieder auf in Richtung Nelson.Ziel war es dort in der Region Arbeit zu finden da die Apfel-Saison so langsam anlief.Nach erfolgter Adress-Suche im Informationszentrum verschickten wir also gefühlte 1000E-Mails. ,,Junges motiviertes Pärchen aus Germany mit Erfahrung in der Kiwi-Industrie sucht Arbeit.Beginn ab sofort möglich.Eigenes Auto,respektive Unterkunft ist vorhanden"

Da auch nach mehreren Tagen keinerlei Antwort im Postfach zu finden war,machten wir uns also auf die Arbeitssuche auf dem persönlichen Weg anzugehen.Der Neuseeländer selbst ist eher der Typ Mensch der einen persönlichen Händedruck mehr schätzt als alles andere!So ging es also auf alle Felder und Firmen die wir uns rausgeschrieben hatten abzufahren.Auch machten wir nun keine Abstriche mehr was wir denn an Arbeit finden.So grasten wir die örtlichen Fischfabriken,Weinfelder und Apfelplantagen ab.Ohne Erfolg!Wir wollten eigentlich gern zu Talleys in Motueka.Unsere Freunde Tim&Jenny arbeiteten dort in der Fischfabrik und sagten das die Arbeit zwar total bescheiden,aber in der Nachtschicht doch ganz gut bezahlt wäre!Das klang doch genau nach dem was wir suchen.Viel Geld in kurzer Zeit verdiene.Und wetterunabhängig, was eigentlich auch ein Vorteil gegenüber der Plantagenarbeit war. Trotz täglicher Besuche und Nachfrage beim Torwächter der Fischfabrik blieb unsere Bewerbung bis heute unbeantwortet! Mit zunehmender Resignation fuhren wir dann den letzten Punkt auf unserer Liste ab.Scheinbar erfolglos denn auf dem Apfelfeld war weit und breit niemand zu finden. Freitag Nachmittag auch eher ein schwieriges Unterfangen.Vollends enttäuscht fuhren wir also wieder los.Kurz bevor wir das Feld verließen sahen wir dann doch noch einen scheinbar dem Feld zugehörigen Mitarbeiter.Also kurzerhand das Auto gedreht und den guten Mann angesprochen.Er konnte uns zwar nicht direkt weiter helfen gab uns aber immerhin die Nummer eines Mannes der scheinbar was zu sagen hat. Jeff,unser späterer Chef antwortete auch umgehend auf unsere SMS, und nach ein paarmaligen vergeblichen Versuchen uns gegenseitig ans Telefon zu bekommen (was manchmal aufgrund schlechtem bzw.keinem Netzes schier unmöglich scheint) ,einigten wir uns schließlich dann doch ganz unkompliziert darauf einfach am Montag um 8 Uhr morgens auf dem Feld zu erscheinen. So einfach kann es dann doch manchmal sein!Nachdem wir also das freie Wochenende noch nutzten um etwas weiter zu reisen,waren wir dann wie ausgemacht pünktlich am frühen Montag auf . Dort trafen wir auch überraschend auf alte Bekannte.

Anstatt in Motueka zu verweilen wie ja schon zur letzten Autoreparatur, wollen wir am besagten Wochenende unseren Trip zum Norden der Südinsel beenden, den wir bereits Wochen davor angefangen hatten. So ging es wieder über den nervigen Takaka Hill, der durch seine zahlreichen engen Kurven glänzt, zum Farewell Spit und zum Wharariki Beach, der durch die großen Dünen zu etwas ganz Besonderem wird. Wieder einmal konnten wir Robben auf den Felsen liegen sehen, die entspannt den Tag genießen. So genossen wir unser freies Wochenende ebenso bevor es mit der Arbeit losging. 

 

 

 

09November
2014

Karamea

 

Laut unseres Reiseführers ist der kleine Ort Karamea der beste Geheimtipp der Westküste. Der Ort an sich hat dasselbe zu bieten wie alle Städte. Wie meistens hier in NZ ist es die nähere Umgebung, die zählt. Es gibt zahlreiche Wanderwege im Kahurangi Nationalpark. Wir sind noch etwas nördlicher über eine "schöne Schotterpiste" zum sogenannten Oparara Basin gefahren um uns die berühmten Sandsteinbögen und Höhlen anzuschauen. Es ist wirklich gigantisch was die Natur alles zum Vorschein bringt.

 

                                                                                                          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07November
2014

Westcoast

Da wir uns Mitte November noch einmal in der Ecke Nelson/ Motueka auf Jobsuche begeben wollen, entschieden wir uns, vorher noch einen Teil der Westküste zu erkunden.

Wir fuhren über den Lewis Pass Richtung Greymouth, da wir uns dort mit Ben und seiner Freundin treffen wollten. Auf dem Weg begrüßten uns schon die schneebedeckten Berge der nördlichen Südalpen. Erster Halt sollte in Hanmer Springs sein. Dieser Ort ist vor allem durch ein besonderes Thermalbad bekannt. Dieses haben wir jedoch nicht getestet. Im Ort angekommen hatten wir erstmal anderes im Kopf. Das Kühlwasser des neuen Autos war übergekocht. Es dauerte eine ganze Weile bis das Blubbern aufhörte und wir nachfüllen konnten. Mit Angst vor einem neuen Autoproblem fuhren wir erstmal weiter und mussten leider immer wieder anhalten um Wasser nachzufüllen. Die Landschaft konnten wir dennoch genießen.

Greymouth begrüßte uns natürlich mit grauem und windigen Wetter, typisch für die Westküste. Im Ort selbst gibt es nicht wirklich etwas zu sehen oder zu erleben. Also spazierten wir nur kurz am Hafen entlang während wir auf Ben warteten. Es war ein schönes Wiedersehen und wir fuhren auf einen Campingplatz, kochten gemeinsam und machten Lagerfeuer mit der rauhen See im Hintergrund. Zur Abwechslung gab es auch mal wieder eine warme Dusche :)

Am nächsten Morgen sollte es weiter nördlich Richtung Westport gehen. Nochmal fix Kühlwasser nachgefüllt und los. Nach 7km erhitzte unser Baby plötzlich so stark, sodass wir uns schweren Herzens nochmal für eine Werkstatt entschieden. Martins Befürchtung wurde vom Mechaniker bestätigt. Zylinderkopfdichtung. Für mich einfach nur ein Fremdwort doch als ich den Preis dafür hörte ein Alptraum. Da hätten wir uns gleich nochmal ein neues Auto kaufen können. Doch uns blieb ja nichts anderes übrig. Verzweifelt durch die Situation und die Tatsache, dass dies wieder einmal zum Wochenende passiert, schmiss ich Saskias selbstgestrickten Voodoopilz auf die Straße, denn diesem Ding geben wir die Schuld für all die Autoprobleme die wir bisher hatten Was wirklich seltsam ist, denn am nächsten Tag war das Problem des Überkochens plötzlich weg. Nun waren wir verunsichert und haben uns zunächst nur an kürzere Strecken gewagt um zu sehen wie sich das Auto verhält. Alles war wieder gut und wir vermuten, dass der Mechaniker vielleicht auch nur die Chance gesehen hat, dumme Backpacker übers Ohr zu hauen.

So setzen wir unsere Reise fort und schauten dennoch regelmäßig nach dem Kühlwasser. Entlang der Westküste herrscht regelmäßig ein rauhes und regnerisches Klima. Der nächste Zwischenstopp sollte an den berühmten Punekaiki Pancake Rocks sein. Dies sind abgelagerte Kalksteinformationen, die aussehen wie übereinandergeschichtete Pfannkuchen. Entlang dieser Felsen befindet sich ein kleiner Weg, sodass man diese erstaunlichen Gebilde von vielen Seiten aus sehen kann. Genau wie in Greymouth sind wir auch durch Westport größtenteils nur durchgefahren um nach Karamea zu gelangen.

 

 

 

05November
2014

Die Stadt die bebte

Christchurch ist keine ganz normale Stadt.Zumindest nicht seit dem hier im Februar 2011 eine der größten Naturkatastrophen der neuseeländischen Geschichte passierte. Ein schweres Erdbeben setzte große Teile der Stadt in Trümmer und Asche! Auch wenn der Tatendrang zum Wiederaufbau der Stadt bis heute ungebrochen ist, sieht man die Auswirkungen des Erdbebens noch bis heute. Bei einem Stadtspaziergang konnten wir uns selbst ein Bild davon machen. Das ehemalige Wahrzeichen der Stadt, die Christchurch Cathedral ist davon ebenfalls nicht verschont geblieben und so wirkt die Stadt zuweilen ein wenig gespenstisch. Bauzäune, Straßenarbeiter und vernagelte Fenster bestimmen zu großen Teilen das Bild der Stadt. Für unseren Aufenthalt suchten wir uns einen kleinen schön ruhigen Parkplatz am Meer, im etwas abseits gelegenen Stadteil New Brighton. Dort findet man den gleichnamigen Pier, der sich gute 200m ins Meer schlägt und somit den Hobbyanglern einen guten Platz zum fischen bietet. Das dieser extrem beliebt ist zeigte sich am Sonntag, als bei strahlendem Sonnenschein gefühlte 1000 Asiaten den Pier belagerten und auf Jagd nach Fischen und Krebsen gingen. Mit erstaunlichem Erfolg wie wir fanden. So ging es dann jeden Tag den Weg zurück ins Zentrum. Die 13km Strecke wären an sich nicht das Problem wenn die Straßen nach dem Erdbeben nicht noch immer in so einem schlechten Zustand wären das jeder Stoßdämpfer wohl oder übel auf Dauer in die Knie geht. Allgemein gibt es in der Stadt nicht wirklich viel zu sehen, zumindest ist das unsere Meinung! Wir schauten uns eigentlich nur das Museum und den botanischen Garten an. Ganz nett, aber mehr auch nicht.

Am Abend hatten wir Glück, denn da war doch noch etwas los in dieser Stadt. Es war der sogenannte Guy Fawkes Day. Hintergrund dieses Feiertages ist der katholische Terrorist Guy Fawkes, der gemeinsam mit einer Gruppe von Verschwörern im Jahr 1605 vorhatte, das Parlament in London in die Luft zu sprengen und dabei den König und die anwesenden Parlamentarier zu töten. 36 Fässer Schießpulver hatten die Verschwörer in einem Kellerraum unter dem Parlamentsgebäude versteckt doch der Plan scheiterte. Fawkes wurde gefoltert und hingerichtet. Kurze Zeit später verfügte das Parlament, dass der 5. November künftig als der Tag gefeiert werden solle, an dem der König einen geplanten Anschlag unversehrt überstanden hatte. An diesem Tag dürfen die Neuseeländer legal Feuerwerk zünden (im Gegensatz zu Silvester! - Marci, dieses Land wäre nichts für deine Knallervorliebe )

Aber da wir ja nun stolze Neu-Gebrauchtwagenbesitzer waren machten wir uns einfach Pläne für die nächsten Tage! Auf bookme, einer neuseeländischen Seite auf der man mitunter richtig tolle Aktivitäten für super kleines Geld erwerben kann, drückten wir somit den Preis für den Eintritt in den Orana Wildlife Park auf ein backpackerfreundlicheres Niveau, da wir das als einen Punkt auf unserer To-do Liste für Christchurch hatten. Am Eintritt zwar gespart waren uns die 35$ um Löwen aus einem vergitterten LKW zu füttern dann allerdings doch zu teuer und so hielten wir uns fleißig an die kostenlosen Fütterungszeiten von Giraffe, Kea und Co. Auch wenn uns das Wetter dann nach dem Mittag das Erlebniss etwas vermieste war es ein sehr schöner Tag mit vielen Fotos als Erinnerung.

 

 

Direkt am nächsten Tag fuhren wir früh los in Richtung Akaroa Halbinsel. Ein Ort wieder so ganz anders als das hektische Stadtleben. In Akaroa  haben sich früher französische Kolonien angesiedelt, daher ist das Stadtbild in Bezug auf die Straßennamen auch an Frankreich angelehnt. Hier geben sich einsame Buchten, türkisfarbenes Wasser und aussichtsreiche Berggipfel die Klinke in die Hand und so Genossen wir den Tag ehe es am Abend zurück nach Christchurch ging. Neu im Gepäck eine typische Skulptur im Maoristil.Nicht ganz billig und auch nicht gerade Handgepäckfreundlich aber naja. Die müssen wir wohl irgendwie im Paket nach Deutschland schicken...

 

30Oktober
2014

goodbye Nissan, welcome Toyota

Nachdem wir uns das gröbste an Campingutensilien zusammengekauft hatten und wir das Auto von grundauf reinigen mussten, ging es direkt ans Ausbauen. Die Planung hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert und wir haben immer wieder etwas korrigieren und neu ausmessen müssen.  Wir wurden zu Stammgästen im örtlichen Baumarkt,  da wir ständig was vergessen hatten oder die Schrauben und Winkel doch nicht in ausreichender Menge vorhanden waren. An einem Tag stand das Wetter gar nicht auf unserer Seite, sodass wir einfach in einem Parkhaus weitergebastelt haben. Als das erste Brett von der Seite  optimal ins Auto passte, waren wir schonmal überglücklich  

Nach knapp drei Tagen Bauzeit war es endlich geschafft. Die Motivation wurde auch stetig geringer. Dennoch sind wir ziemlich begeistert und auch ein wenig stolz auf unser neues Bett mit kleiner integrierter Küche.  Ein Glück konnten wir noch günstig eine Matratze im Internet erstehen, die wir uns in drei Teile zurechtschneiden ließen. So können wir ganz bequem unser Bett umklappen um an regnerischen Tagen im Auto sitzen zu können. Den Bezug der Matratze wieder zuzunähen hat ganz schöne Arbeit gemacht, doch was tut man nicht alles für sein Eigenheim. Auch die Vorhänge haben wir uns selbst zurechtgeschnitten und komplett umgenäht. Ich hab wohl noch nie so viel genäht in meinem Leben! Im Endeffekt hat es sich auf jeden Fall gelohnt und wir sind froh über diese Erfahrung. 

   

26Oktober
2014

Ein heilloses Durcheinander

Am Tag nach dem Kayaken sollte es eigentlich direkt weitergehen. Nur noch fix tanken und auf nach Takaka um den Abel Tasman Nationalpark von der oberen Seite zu erkunden. Da das Auto jedoch wieder nicht ansprang entschlossen wir uns spontan ihn nochmal durchchecken zu lassen. Neben der Tankstelle war direkt eine Werkstatt und so schoben wir unseren Trip noch ein wenig hinaus. Optimistisch und naiv wie ich war, dachte ich wir können am Nachmittag losfahren. Doch nichts da. Zuerst hatte der gute Mann einen Abgassensor in Verdacht nachdem unser Baby an einen Computer angeschlossen wurde. Der musste bestellt werden, sodass er am nächsten Tag eingebaut werden konnte. Nach einem erneuten Check am PC wurde nun ein anderes Problem angezeigt. Ein weiterer Sensor, der die Temperatur des Motors misst, misst eine falsche Temperatur, sodass das Auto permanent denkt es sei noch nicht richtig in Betrieb. Das würde zunächst einmal unseren extrem hohen Benzinverbrauch erklären. Also musste auch dieses Teil bestellt werden. Während wir das leidliche Thema also besprachen kochte das Kühlwasser plötzlich in Massen über. Scheinbar läuft auch da nicht alles korrekt. Der Mechaniker konnte uns nur ans Herz legen erstmal keine längeren Strecken zu fahren. Was unseren Plan erstmal zunichte gemacht hat. Bei unserem weiteren Glück passierte das alles natürlich an einem Freitag. Sprich wir konnten das Wochenende nur abwarten. Hinzu kommt, dass der folgende Montag ein Feiertag war und so konnten wir uns jede Menge Beschäftigungen für die nächsten drei Tage überlegen. An einem Tag haben wir nochmal Tim und Jenni besucht und der Rest der Zeit verging auch irgendwie

Zurück in der Werkstatt wurde der neue Sensor nun eingesetzt und das grundlegende Problem endlich gefunden. Er sprang sofort an und schnurrte wie ein Kätzchen. Für den ersten Sensor, der scheinbar ja doch intakt war, haben wir sogar unser Geld wiederbekommen.

So ging es nun mit fast einer Woche Verzögerung los. Den Takaka Hill meisterte das Auto ohne Probleme und wir waren guter Dinge. Nur ließ und diesmal das Wetter im Stich. Oben angekommen haben wir uns lediglich die Landschaft an einem Aussichtspunkt angeschaut als es anfing in Strömen zu regnen. So wollten wir unsere geplante Wanderung nicht durchführen. Nach einigem Hin und Her überlegen, entschieden wir uns fürs Umkehren. Der Wetterbericht war für die ganzen nächsten Tage nicht berauschend, sodass es auch nichts gebracht hätte, hier zu übernachten und zu warten. Außerdem wollten wir demnächst nach Blenheim fahren, um uns ein neuen Wagen anzuschauen, der uns recht gut gefällt. Neuer Plan ist nämlich unseren zu verkaufen um wenigstens etwas Geld wiedergutzumachen. Ein paar Interessenten hätten wir auch schon in Christchurch, 300km südlich von Blenheim.

 

Um auf der ungewollten Weiterreise wenigstens noch ein wenig von Neuseelands schönsten Ecken zu sehen, machten wir einen kleinen Umweg zu den Nelson Lakes. Zwei wunderschöne Seen im Nelson Lakes Nationalpark. Das Wetter wurde, je weiter wir fuhren, immer schöner und wir waren guter Dinge. Kurz vor der Ankunft schlägt es natürlich wieder komplett um, sodass wir erneut im Regen an dem See ankamen. So langsam fühlten wir uns von unserem Schicksal veräppelt. Auch hier nützte es nichts zu warten. Gute 1 1/2 Stunden später waren wir in Blenheim.

Das Auto schauten wir uns gleich am nächsten Tag an. Wir haben vorher extra das notwendige Geld abgehoben, da wir uns sicher waren, diesen auch sofort zu nehmen. Nach der Probefahrt entschied sich Martin jedoch für ein klares Nein. Die Gänge gingen schwierig hinein, der Tacho funktionierte nicht und auch der Verkäufer kam uns sehr suspekt vor. So sollte es also nicht sein.

In Bleinheim direkt gab es nicht wirklich etwas zu sehen. Also fuhren wir weiter nach Christchurch um dort schnellstmöglich ein Auto für uns zu finden und unseren loszuwerden. Wir fuhren durch die Wal-und Delfinbeobachtungsmetropole Kaikura, in der ich unbedingt einige Tage bleiben möchte. Da es der Zeitplan jedoch nicht zulässt fahren wir schweren Herzens nur schnell hindurch und kommen zu einem günstigeren Zeitpunkt wieder. Unterwegs fiel es schwer die Augen konzentriert auf der Straße zu halten,da die Landschaft zunehmend schöner und schöner wurde.Links vom Auto das Meer im Blick erheben sich rechts von einem die Ausläufer der Südalpen in die Höhe. An einem kleinen Rastplatz hielten wir an um uns die dort ansässige Robbenkolonie anzuschauen. Und wir wurden nicht enttäuscht und konnten so ein paar Fotos machen.Von dort aus machten wir uns auf einen kleinen Walk durch den Wald um so zu einem Wasserfall zu kommen. Das ist der Ort wo die kleinen Robben etwa im November/Dezember  geboren werden und dann dort spielerisch ihre ersten Erfahrungen machen ehe es zu den anderen ans offene Meer geht. Gut für uns denn so konnten wir sie aus kürzester Entfernung beobachten und uns an ihnen erfreuen.

                                                       

 

In Christchurch angekommen fanden wir plötzlich eine neu ins Internet gestelle Anzeige über einen Toyota. Der Preis war super, die Kilometer waren super, nur das Alter schreckte uns anfänglich erstmal ab, da wir eigentlich kein älteres Auto als unseren haben wollten. Wir schauten uns dennoch einige Stunden später an und waren überrascht. Einerseits positiv, weil er größer war als es auf dem Foto wirkte und auch die Reifen in sehr gutem Zustand waren. Andererseits negativ, weil er von Innen ganz schön heruntergekommen war. Der Besitzer war ein vielleicht mittzwanziger Einheimischer, der sich nicht extra die Mühe gemacht hat, den Wagen vorher ein wenig zu putzen. Überall lagen Holzstücke, Bierdosen und Schraubenteile herum. (Dazu muss ich erwähnen, dass wir uns unser neues Auto selbst mit einem Bett und einer Küche austatten wollen ) Doch was solls, das sind alles nur Oberflächlichkeiten, die man fix beseitigen kann. Martin war auch vom Fahren positiv überrascht. Es ist zwar leider kein Automatikauto, doch er fährt sich wohl ziemlich gut. Wir vereinbarten für den nächsten Tag einen Termin mit Matt, weil wir uns eigentlich sicher waren, den Wagen zu kaufen. Dennoch schauten wir uns noch zwei weitere Autos an. Doch unter dem Zeitdruck unter dem wir standen konnten wir nicht so lange auf eine Zusage warten. Es war Freitag und Sonntag möchte sich ein Deutscher unser Auto angucken. 

20Oktober
2014

Abel Tasman Nationalpark - ein Hauch von Paradies

Für die nächsten Tage hatten wir uns den Abel Tasman National Park zum Ziel gemacht. An der Küste führt einer der Great Walks von Neuseeland entlang. Sprich ein mehrtägiger Wanderweg mit kleinen Hütten auf der Strecke. Diese sind uns aber zu teuer sodass wir diese Walks immer in mehreren Einzeletappen laufen. Da man diesen leider nur von zwei Seiten beginnen kann und man auf einer Strecke auf die Ebbezeiten achten muss, erreicht man den mittleren Teil des Weges nur mit einer Übernachtung oder mit einem Wassertaxi. Wir entschieden uns fürs Erste den südlichen Teil mit dem Kayak zu erkunden und an Land wieder zurückzulaufen. Den nördlichen Teil wollten wir eigentlich am nächsten Tag ein Stück laufen aber dazu später.
Also buchten wir uns ein Kayak für den nächsten Tag. Da kam uns jedoch das Wetter in die Quere denn es war kalt, bewölkt und regnete ab und zu.
Nach einem Anruf konnten wir unsere Tour zum Glück ohne Schwierigkeiten auf den nächsten Tag verschieben. So mussten wir uns ein neues Tagesziel überlegen und wenig später ging es zum Harwoods Hole welches in dem vorhergehenden Blogeintrag schon erwähnt ist.

Die Kayaktour sollte um halb neun beginnen. Nach kurzer Einweisung waren wir dann auch schon bereit und im Wasser. Spätestens um vier mussten wir unser Kayak an einer verabredeten Bucht abgeben und so ging es erstmal schnurstracks vorwärts denn der erste Stop sollte an einer kleinen Insel sein, wo sich eine Robbenkolonie angesiedelt hat. Ca 1- 1 1/2 h später paddelten wir auch schon an den Robben vorbei. Wie immer liegen die meisten nur faul auf den Steinen. Trotzdem toll so nah neben ihnen zu schwimmen. Auf der Weiterfahrt kamen wir an unzähligen wundervollen Buchten entlang und wir genossen die Aussicht. Nach einem kurzen Zwischenstop am Strand hieß es kräftig rudern. An einer Stelle auf der Strecke wurde uns ein kräftiger Wellengang versprochen. Es war weniger anstrengend als es Spaß gemacht hat. Wir wurden teilweise ganz schön durchgerüttelt und nass gespritzt 
Im Endeffekt sind wir knapp über 5 Stunden auf dem Wasser gewesen um natürlich noch die ganze Strecke zurückzulaufen. Über 13km und 3 1/2h später erreichten wir unser Auto. Endlich  Die letzten Kilometer haben sich ganz schön gezogen. Glücklich und zufrieden über den Tag waren wir dennoch.

 

  Tut uns leid für die verschobene Schrift am Anfang

 

18Oktober
2014

Das Tor zum Süden und vieles mehr

Picton begrüßte uns mit schönstem Wetter. Direkt nach unserer Ankunft trafen wir uns gleich mit Oli aus Dresden, der mit uns in der Lodge in Opotiki wohnte. Auch Chris und Susan stießen später zu uns. So redeten wir über die vergangen Wochen unserer Reisen und weitere Pläne für die nächste Zeit. 

Am Nachmittag unternahmen Martin und ich noch einen kurzen Walk am Meer entlang zu einem Aussichtspunkt über den Hafen.  

Danach verließen wir Picton auch schon wieder um weiter gen Westen in Richtung Nelson zu fahren. Wir schliefen auf einem kostenlosen Campingplatz inmitten der Sounds. Eigentlich wollten wir diese am nächsten Tag so weit wie möglich abfahren und erkunden, doch da es nachts anfing mit regnen und dieser auch den ganzen nächsten Tag anhielt, entschieden wir uns gleich auf direktem Weg nach Nelson zu fahren.

Dort war das Wetter gleich wesentlich besser und zu unserem Glück war auch einiges los im Städtchen Nelson. Nach einem kurzen Bibobesuch erzählte uns die Dame nämlich, dass am späten Nachmittag eine Parade stattfand. Wir gingen fix unter die kalte Dusche, die zu unserer großen Freude vorhanden war und zogen dann durch die Straßen  Überall standen Imbissbuden, es wurde Musik gespielt und wir kamen pünktlich zum Beginn der Parade an. Nachdem wir dieser eine Weile zuschauten überlegten wir uns für das Abendbrot nur eine Pizza zu holen. Die sind hier im Verhältnis ziemlich billig. Der Plan wurde allerdings durch mein Handyklingeln durcheinader gebracht. Jenni und Tim, ebenfalls alte Bekannte aus Opotiki, meldeten sich und seien in 30 Minuten in Nelson. Also holten wir uns nur ein Brötchen aus dem Supermarkt um uns mit den beiden zu treffen. Eine knappe halbe Stunde später saßen wir auch schon bei einem Glässchen Rum-Orangensaft beisammen, den Jenni aus Fiji mitgebracht hat. Eine nette Abwechslung zu dem wässrigen Bier Wir steuerten noch unseren Whisky bei und so hatte jeder was davon. Die beiden wohnen gerade in Mapua, nicht weit entfernt von Nelson. Zusammen mit ein paar anderen Deutschen, Franzosen und einem Kanadier sind sie gemeinsam wegen dem Stadtfest hergefahren. So war es am Ende eine lustige Truppe und es sollte nicht der letzte Abend gewesen sein.

Am nächsten Tag erkundeten wir  am Morgen den Japanischen Garten etwas ausserhalb des Stadtzentrums, ehe wir zum Founders Heritage Park fuhren. Das stand als Tipp im Lonely Planet, denn hier gibt es ein Backpackerspezial mit dem man für 12 $ den Parkeintritt und eine Bierverkostung dabei hatte So genoßen wir bei strahlendem Sonnenschein ein paar Bierchen. Der Rest vom Park wirkte irgendwie ein wenig verschlafen denn man hatte das Gefühl dass obwohl der Park bereits geöffnet war, alle Mitarbeiter noch die Eröffnung vorbereiten.Überall wurde gefegt und aufgeräumt was das Zeug hält.

Zurück in der Stadt ging es dann noch einen kleinen Park in der Gegend und wir  liefen den Botanical Hill hinauf um einen tollen Ausblick über die Stadt zu erhalten.Dort oben befindet man sich im Centre of NZ,sprich dem Mittelpunkt von Neuseeland.

Diesmal kauften wir uns als kleinen Mittagssnack aber wirklich eine Pizza und genossen sie bei Sonnenschein am Strand. Abends sollte es ganz luxuriös zwei Steaks geben, da sie für nur 3 $ recht billig im Angebot waren. Eine echte Seltenheit!

 

Da wir sehen wollten wie Jenni und Tim momentan wohnen, fuhren wir am Tag darauf nach Mapua. Sie mussten bis halb fünf arbeiten, deshalb nutzten wir die Zeit bis dahin nochmal in der Bibo an einem Blogeintrag zu schreiben und uns Pläne für die nächsten Tage zu machen. Da trafen wir nochmals auf Chris und Susan. Hier hat nunmal jeder ähnliche Ziele. Nach dem Mittag machten wir uns also auf dem Weg. Wir machten einen kleinen Zwischenstop auf Rabbit Island zum Kaffeetrinken. Als wir weiter wollten wären wir beinahe nicht mehr voran gekommen. Das ständige Autoproblem natürlich. Erst nach gefühlten Minuten auf dem Gas sprang unser Baby an. Also hat auch das Reinigen und der Wechsel des Luftfilters im Endeffekt nichts gebracht. Wir waren erstmal heilfroh, dass wir Mapua überhaupt erreicht hatten und haben uns noch einen schönen Abend mit den Anderen gemacht. Die Hausherrin Robyn hat und erstmal gleich zum Abendessen eingeladen, was wirklich sehr nett war. Sie lässt quasi Backbacker bei sich wohnen und im Gegenzug müssen diese ein wenig dafür arbeiten. Zum Abend kocht sie für alle und da saßen wir da, mit einem kleinen schlechten Gewissen, da wir ja nicht für die Mahlzeit gearbeitet haben, zu dreizehnt am Tisch und genossen das leckere Abendmahl. Wir durften auch auf ihrem Grundstück im Auto schlafen. Erst hat sie uns ein Bett angeboten, doch das war dann doch zu viel und wir haben dankend abgelehnt. Dafür haben wir ja schließlich unser Auto. So wurde es am Ende ein langer Abend. Eine ungewohnte Abwechslung erst halb zwei ins Bett zu gehen anstatt wie gewöhnlich um neun, um danach nur noch einen Film zu schauen

Da alle noch schliefen machten wir uns am nächsten Morgen nach Hinterlegung eines Zettels auf den Weg zu einem Campingplatz um zu frühstücken. Weiter ging es dann nach Motueka und nach Kaiteriteri. Nach einem Strandspaziergang und einem Abstecher zum Split Apple Rock fuhren wir weiter Richtung Marahau um eine Kayaktour im Abel Tasman Nationalpark für den nächsten Tag zu buchen.

 

Zum Glück haben wir noch nichts bezahlt, da das Wetter da nicht so berauschend war. So fragten wir den Veranstalter ob wir die Tour auch auf den übernächsten Tag verschieben können. Das war kein Problem und so fuhren wir erstmal zum Harwoods Hole,einem senkrecht verlaufendem Höhlenschacht von etwa 370m Tiefe. Der anfänglich relativ entspannte Waldspaziergang wurde mit zunehmender Länge immer steiniger und nach einiger Kletterei erreichten wir den Rand des Höhlenschachtes. Die Aussage unserer Camper-App das jeder Schritt der letzte sein könnte im Kopf,tasteten wir uns nur sehr langsam und vorsichtig heran und konnte das gesamte Ausmaß der Tiefe gar nicht erkennen.

Beeindruckt vom gesehenem fuhren wir zurück nach Motueka wo wir noch schnell im Infozentrum anhielten um uns über das Wetter und die Ebbe und Flut-Zeiten der nächsten Tage zu erkundigen. Da beides für einen Kajakausflug passte buchten wir im Anschluss gleich noch unsere Kajaktour. Den angebrochenen Nachmittag verbrachten wir dann noch damit unser Auto in die Werkstatt zu bringen. Diesmal aber nur um uns einen neuen WOF abzuholen, den wir überraschend und widererwartend ohne Beanstandungen bekommen haben

17Oktober
2014

Kampf um den besten Briefkasten

In Neuseeland scheint irgendwie ein inoffizieller Wettbewerb um die schoensten und kreativsten Briefkaesten zu herrschen. Viele denken sich die verruecktesten Dinge aus und als Tourist macht es Spass diese zu begutachten und natuerlich zu fotografieren

Einige davon konnten wir leider nicht knipsen, da wir dabei meistens im Auto sind und wir nicht ueberall anhalten konnten zwecks Verkehr. So gab es unter anderem auch ein 1 Meter grosses Seepferdchen oder ein originales Surfbrett in Form eines Briefkastens. Aber wir finden sicherlich noch mehr aussergewoehnliche Ideen!

Deshalb wird der Blog immer zeitnah aktualisiert und wird immer ganz oben auf der Seite zu finden sein.

Kia Ora

Während wir auf dem Rest der Nordinsel kaum noch sehenswerte Briefkästen entdeckt haben, sind die Menschen auf der Südinsel wieder etwas kreativer.

 

 

16Oktober
2014

Ab in den Süden!

Wir entschieden uns gleich für die erste Fähre um 8.30 Uhr, damit wir direkt in Picton noch den Nachmittag genießen konnten. Also hieß es frühs um 6 aufstehen, weil man eine Stunde vor Abfahrt da sein sollte. Das ist eine schlechte Zeit weil die Public Toilets meist erst um sieben geöffnet werden. Doch wir hatten Glück, da kurz vor halb sieben jemand mit den Schlüsseln kam. So konnten wir uns wenigstens noch ein wenig fertig machen. 

Kurz vor halb acht standen wir also an der Fähre, wo schon einige Autos warteten. Im Endeffekt ging es aber doch alles recht schnell und kurze Zeit später standen wir schon am Deck des Schiffes. Die Fahrt sollte 3 1/2 Stunden dauern, also erkundeten wir erstmal alle Stockwerke, genossen die Aussicht und schauten sehnsüchtig auf die vollen Frühstücksteller der anderen Gäste, die sich den Genuss leisten konnten 

Also gingen wir lieber nach draußen um Fotos zu machen. Auf dem offenen Meer konnte man natürlich nicht viel sehen, obwohl wir immer nach Delfinen Ausschau hielten. Auch der Wind war teilweise sehr stark.  Doch je näher wir der Südinsel kamen desto fotogener wurde die Landschaft wieder. Man fährt direkt durch die Malborough Sounds um zu der kleinen Hafenstadt Picton zu gelangen. Die Sounds sind eine Mischung aus zahllosen Meeresarmen,Inseln und Halbinseln.

Als wir schon fast den Hafen erreichten hatten wir plötzlich auch Glück mit den Delfinen. Wir sahen eine kleine Familie von ca 6 Tieren, die direkt auf unser Schiff zuschwammen. Ein netter Start auf der Südinsel 

So begaben sich nun alle wieder in ihr Auto und auch hier dauerte es nicht lange bis wir festen Boden unter den Füßen hatten. 

 

 

 

13Oktober
2014

Windy Welly

Erstes Ziel in Wellington war erstmal wieder der Mechaniker. Nach erster kurzer Überprüfung und der Tatsache das unsere alte Batterie so gut wie tot war, bekamen wir erst einmal für schlappe 160$ eine neue verpasst. Soweit so gut, nur sollte das unser Problem nicht lösen Mit neuer Energie ging es also ersteinmal in die Stadt zum Mt. Victoria, einem kleinen Hügel von dem aus man einen super Blick über die Stadt und den Hafen hat. Und bereits nach den ersten Momenten in Wellington stellten wir übereinstimmend fest, dass sich die Stadt zurecht als ,,coolste kleine Hauptstadt der Welt'' bezeichnen darf. Denn auch wenn die Stadt nicht besonders groß ist, macht sie von Anfang an einen sehr sympathischen, entspannten und guten Eindruck. Ein kleiner Strand und der schöne Hafen, sowie das wunderschöne Wetter taten dabei ihr übriges

Da díe Suche nach einem geeigneten Parkplatz  nicht gerade das leichteste Unterfangen ist, kurvten wir ersteinmal eine ganze Weile herum ehe wir unser Auto abstellen konnten um eine Runde zu laufen und die letzten Sonnenstrahlen zu genießen, ehe wir uns auf Schlafplatzsuche begaben. Unsere Wahl fiel auf einen kleinen Parkplatz am Strand mit Meerblick. Nicht der schlechteste Ort um zu verweilen und so erkoren wir ihn auch als dauerhaften Schlafplatz für unsere letzten Tage auf der Nordinsel.

Am nächsten Morgen ging es zurück in die Stadt wo wir die Museen und Gallerien erkundeten, die uns der Reiseführer empfahl. Da all diese auch noch kostenlos sind war das genau das Richtige für uns Backpacker. Auf dem Weg durch die Stadt kamen wir an einem umfunktionierten Parkhaus vorbei das am Sonntag immer als Platz für den Wellington-Underground Market herhält. So drängten sich Fressbuden an Kunststände und Kleinhändler, die ihre Sachen bei Musik und Menschengelächter verkaufen. Eine interessante Erfahrung. Am Abend nahmen wir erneut den Weg zum Mt. Victoria auf uns um den Sonnenuntergang von dort oben aus zu betrachten. Glücklich und zufrieden war der Plan danach zur "Happy Bar" zu fahren, die Sonntag Abend mit kostenlosem Jazz-Konzert lockt. Zumindest war das der Plan, der sich schnell in Luft auflöste als unser Auto bergab einfach wieder einmal ausging und seinen Dienst für den weiteren Abend quittierte. So rollten wir bei minimaler Bremskraft und Lenkfunktion waghalsig Stück für Stück den Berg herunter und hatten Glück am Fuße des selbigen einen passenden Parkplatz zu finden um unser Auto dort Not-abzustellen. Nachdem wir die Hausbesitzer über unsere Lage informiert hatten um nicht auch noch abgeschleppt zu werden, setzten wir per Fuß unseren Weg in Richtung Bar fort. Um dann nach verzweifelter Suche festzustellen das dort wo sich die Bar normalerweise befinden sollte, gar keine Bar mehr war. Also der krönende Abschluss eines bescheidenen Abends. Also gab es im Auto noch ein Gute-Nacht-Bier ehe es ins Bett ging.

Nach dem Frühstück galt es sorgenvoll unser Auto anzubekommen, was nach beherztem halbminütigem Tritt aufs Gas auch mehr schlecht als recht passierte. Aber das war uns egal und so ging es auf direktem Weg wieder zurück in Richtung Werkstatt. Da man sich dort noch gut an unser Problem erinnern konnte ließen wir unser Auto dann auch dort um es mal komplett durchchecken zu lassen. Unser Bett im Auto machte die ganze Sache für die Mechaniker nicht gerade leichter und nahm daher auch eine ganze Menge Zeit in Anspruch die wir zumindest nutzen konnten um in der Bibliothek ein paar neue Blogeinträge zu schreiben. Gegen 16Uhr kam dann der Anruf das unser Auto wieder abholbereit wäre. Weitere 160 $ ärmer, fuhren wir mit neuem Luftfilter und durchgechecktem Auto weiter. Ohne auch nur irgendein Problem feststellen zu können. Zumindest wurde ein wenig an allem herumgeschraubt und verwunderlicherweise lief unser Auto dann auch wieder wunderbar und ruhig, sodass wir etwas zufriedener und zuversichtlicher die nächsten Tage planen konnten. So stand am Dienstag ein Besuch des Te Papa Museums auf dem Programm. Erfahrungsberichten zufolge sollte man sich dafür ruhig einen ganzen Tag Zeit nehmen und so verbrachten wir auch etwa 6h damit die 6 Etagen des Museums unter die Lupe zu nehmen. Ein Mix aus Flora, Fauna, Geschichte und Kultur erwartete uns. Auch hier musste kein Eintritt bezahlt werden, was für die Tatsache was man alles geboten bekommt echt erstaunlich ist. Den angebrochenen Nachmittag nutzten wir dann noch um unsere Fähre Richtung Südinsel zu buchen. So buchten wir für 2 Personen und Campervan die erste Überfahrt am Donnerstag. Die Tatsache dass auch das unsere Geldkarte um 203 $ erleichterte und wir bereits 7:30 an der Fähre sein müssen waren nicht die Erfüllung schlechthin, aber waren zumindest eine Aussicht

So nutzen wir den nächsten Tag noch um eine weitere Attraktion Wellingtons zu erkunden und buchten ein Ticket für das bekannte Cable Car das einen zum Botanischen Garten der Stadt befördert. Das ganze ist wie eine Art Standseilbahn und wesentlich unspektakulärer als wir uns das ganze vorgestellt hatten. Nach etwa 4 Minuten war der ganze Spaß nähmlich schon wieder vorbei und die erhoffte Aussicht war ebenfalls nicht so atemberaubend. Aber so können wir auch dieses Must-Do auf unserer Liste streichen. So spazierten wir bei strahlendem Sonnenschein durch den Garten in Richtung Parlamentsgebäude und schauten uns in der Nähe noch einen kleine unscheinbare Kirche an, die ihr wahres Gesicht dann im inneren zeigte, denn dies war wunderschön. So nutzten wir dann noch die verbleibende Zeit um zum Steurbüro zu gehen und dort ein wenig Klarheit in das Chaos unseres letzten Arbeitsgebers zu bringen. Mal sehen wie erfolgreich das Ganze im Endeffekt auch ist. Mit einem letzten Abendessen am Strand schlossen wir unser Abenteuer Nordinsel nach einigen autotechnischen Rückschlägen aber vielen schönen Erinnerungen ab.

Am nächsten Morgen klingelte dann pünktlich 6 Uhr unser Wecker und nach einem schnellen Frühstück machten wir uns auf in Richtung Fähre.

 

 

 

11Oktober
2014

Von Robben die nicht stinken und Autos die nicht fahren

Nachdem ich meine Fahrkünste auch mal wieder getestet habe und mir von Martin eine Menge Kommentare über zu langsamer oder zu schneller Geschwindigkeit anhören durfte, haben wir Masterston wieder lebend erreicht. Nun wollten wir aber noch die Robben sehen bevor die Sonne untergeht. Nach ungefähr 1 ½ h hatten wir unser Ziel fast erreicht. Auf der Karte waren zwei Kolonien abgebildet. So hielten wir an dem ersten Punkt, um schon mal die Augen offen zu halten. Ohne Erfolg. Als wir weiterfahren wollten kam dann das böse Erwachen, unser Auto sprang natürlich nicht mehr an. Und tat dies auch nach weiteren vergeblichen Versuchen nicht mehr. Natürlich passiert so etwas auch immer Irgendwo im Nirgendwo. WARUM denn auch in der Stadt wo evtl. eine Werkstatt in der Nähe wäre!? Nachdem der erste Schock verdaut war galt es nun Lösungen zu finden. Die Tatsache das wir uns dort draußen im absoluten Funkloch befanden machte die Sache weder einfacher noch motivierender.

Also beschlossen wir kurzerhand zum nächsten Haus zu wandern. Denn zumindest das lag in fußläufiger Entfernung und sollte sich zumindest für den Moment als Glücksgriff erweisen. Nun standen wir also vorm Beach House und wurden von der Hausherrin freundlich gefragt, ob sie uns helfen könne. Ja, das hofften wir und so bat sie uns erst einmal herein. Wir standen nun also auf der Terrasse eines netten Mitfünfziger Pärchens das gerade Besuch von ein paar Freunden bekommen hatte. Nachdem wir kurz unser Problem erklärt hatten sicherte man uns freundlich Hilfe zu. Als erstes wurde uns jedoch ein Bier und ein Glas Wein angeboten, was wir aus vornehmer und deutscher Höflichkeit natürlich nicht ausschlugen. So dauerte es nicht lang und wir saßen bei gemütlichem Plausch mit John und Greg und deren Frauen (die Namen konnten wir uns leider nicht merken) in der Sonne und genossen die Zeit und den Blick aufs Meer.

Leider konnten wir von dort aus auch weiterhin unser Auto sehen, aber nach dem dritten Bier begaben wir uns dann mit den Männern auf Problemlösung. Oder besser gesagt die Problemsuche. Denn auch nachdem Greg von zuhause sein Battery-Pac geholt und verkabelt hatte sprang unser Auto nicht an. So beratschlagten wir, dass es womöglich das Beste sei wenn uns die beiden in den nächsten Ort abschleppen um dann am nächsten Tag zu schauen wie es weitergeht. Gregs Auto war zum Glück ein riesengroßer Ford Pick-Up, der keine Schwierigkeiten hatte unserer kleines Schlafmobil vom Fleck zu ziehen. So verfrachtete er uns direkt auf einen kleinen Campingplatz mit Meerblick, Public Toilets und das alles für umsonst. Also nicht der Schlechteste Ort um die Nacht zu verbringen, auch wenn unser Plan ein anderer war. Naja, so gönnten wir uns nach all dem Schlamassel unser wohlverdientes Abendessen und ein gemütliches Bier beim Sonnenuntergang.

Pünktlich nach dem Aufstehen und Frühstück kam Greg schon auf seinem Quad herangerauscht. Er hatte freundlicherweise unserer Batterie über Nacht eine Aufladung verpasst. So sprang unser Auto trotz aller Befürchtungen zu unserer großen Freude an. Nachdem Greg unser Angebot ihm etwas Geld für seine Mühen zu geben ablehnte setzten wir unseren Weg in Richtung Robbenkolonie fort.

Und hatten nach kurzer Zeit Erfolg, als uns die erste Robbe noch etwas verschlafen anschaute. Doch sonderlich aktiv sind diese Tiere eher nicht. Außer einem kurzen Kopfheben um die Lage zu überblicken passierte nicht viel. So schossen wir aus entsprechendem Sicherheitsabstand ein paar Fotos und Videos, da die Tiere wohl auf den ersten 20 Metern richtig schnell werden können, wenn man ihnen den Weg zum Meer versperrt. Aber in unserem Reiseführer steht auch, dass die Robben äußerst stinken sollen, was wir absolut nicht bestätigen können. Wir hatten wohl einen guten Tag erwischt. So fuhren wir weiter, wo wir nach kurzer Zeit auf eine weitere Robbenkolonie stießen, ehe wir am Cape Palliser Leuchtturm umdrehen mussten da wir das Ende der Straße erreicht hatten. Glücklich und zufrieden über das Erlebte fuhren wir weiter zu den Putangirua Pinnacles . Unterwegs haben wir nocheinmal Greg und seiner Frau, die inzwischen entspannt auf der Terrasse beim Frühstück saßen ,zum Abschied gewunken.

Am Campingplatz an den Pinnacles angekommen hatten wir unser Schicksal ein wenig überstrapaziert und machten unser Auto aus, da wir ein Stück wandern wollten. Das dies nicht die klügste Entscheidung war merkten wir schnell als unser Auto erneut nicht anspringen wollte. So dachten wir, wir gönnen ihm einfach erstmal einen Moment Ruhe und machten uns auf Tour. Durch ein ausgetrocknetes Flussbett ging es steinig in Richtung der Pinnacles. Das ist eine sehr bizarre aber sehr ansehnliche Felsformation, die wir nach gut einstündigem Fußmarsch erreichten. Ja sie ist scheinbar so ansehnlich das sie Peter Jackson als einen Drehort für seinen Herr der Ringe-Film ausgesucht hat. Für alle HDR-Fans und Kenner befindet sich dort der Drehort für die Dimholt Road im Film, nur am Rand bemerkt. Uns interessierte das eher weniger.

So erreichten wir nach geraumer Zeit unser Auto, das noch immer seinen Dienst quitierte. Also blieben wir wohl oder übel über Nacht auf dem Campingplatz und nutzten die Zeit um Dinge zu tun die wir sonst nicht geschafft haben.

Am nächsten Morgen wagten wir einen erneuten Versuch. Nach anfänglichem Mißerfolg wollte ich die Hoffnung bereits aufgeben um die Batterie nicht mit sinnlosen Startversuchen leer zu machen,als unser Auto nach etwa einer halben Minute mit durchgedrücktem Gas-Pedal allmählich anfing etwas mehr zu stottern, um schlussendlich anzuspringen.

So fuhren wir ohne Unterbrechung und ohne Gedanken dran unser Auto erneut auszumachen in Richtung Wellington. In Richtung Werkstatt, um unserem Auto-Alptraum ein Ende zu setzen.

09Oktober
2014

Holiday feeling

Bevor wir nach Wellington fahren, wollen wir noch einen Abstecher zum Cape Palliser machen, weiter östlich der Hauptstadt. Dort hat sich die größte Robbenkolonie der Nordinsel niedergelassen. Wir werden zwar auf der Südinsel wohl noch einige Robben zu sehen bekommen, dennoch wollten wir auch dort ein wenig die Natur erkunden.

Fast auf dem halben Weg entschieden wir uns aber erstmal für einen weiteren Umweg zum Castlepoint Scenic Reserve. Zum Glück! Nach 63km wurden wir mit wunderschönen Küstenblicken, einem niedlichen Leuchtturm und traumhaftem Wetter belohnt. Seit langem fühlten wir uns wieder richtig wie im Urlaub.

 

 

 

 

08Oktober
2014

Mit großen Schritten Richtung Süden

Auf dem Weg Richtung Wellington wurde das Wetter glücklicherweise immer besser. Mit strahlendem Sonnenschein machten wir einen Zwischenstop in Whanganui. Die 40.000- Einwohnerstadt hat uns auf Anhieb gefallen. Wir schlenderten über die große Einkaufsmeile und den Fluss entlang und statteten einem Museum sowie einer Kunstgalerie einen Besuch ab.

Um von weiter oben einen Blick auf die Stadt zu erhaschen gibt es die Möglichkeit mit einem Fahrstuhl zum Lookout zu fahren. Dieser ist quasi mitten in einem Berg und man muss erstmal durch einen langen Tunnel laufen. Man kann den Aussichtspunkt aber auch mit dem Auto erreichen.

Kurzzeitig haben wir uns auch Gedanken über ein neues Piercing gemacht, da das Stechen in einem Laden für nur 30$ angeboten wurde. Es war ein normaler Touristenshop mit einem kleinen Hinterzimmer, die Besitzerin im mittleren Alter und nach Rächerstäbchen riechend. Wirkt auf den ersten Moment nicht sehr vertrauenswürdig und steril So haben wir uns doch erstmal dagegen entschieden. Vielleicht beim nächsten Mal.

Unsere Weiterreise führte uns weiter nach Palmerston North. Eigentlich wollten wir uns die Stadt gar nicht unbedingt ansehen, doch aufgrund eines Regentages entschlossen wir uns nochmal für einen Museums- und Bibotag, anstatt im Regen weiterzureisen. Zumal für die nächsten Tage nur gutes Wetter versprochen war.

04Oktober
2014

Windige Tage in New Plymouth

New Plymouth begrüßte uns bei unserer Ankunft von seiner besten Seite: grau und verregnet. Und der Wetterbericht der nächsten Tage verhieß nichts gutes,denn es waren eigentlich durchweg bedeckter Himmel und Regen angesagt. Und leider sollte der Wetterbericht Recht behalten und so blieb es uns nur die trockenen Phasen abzupassen und sie mit Aktivitäten vollzustopfen ehe uns der Regen wieder in die Quere kommt.

So sammelten wir nach unserer Ankunft nur kurz erste Eindrücke der Stadt um uns dann schon ein Plätzchen für die Nacht zu suchen. Als ein erneuter heftiger Regenguss jegliche Möglichkeit zu kochen zunichte gemacht hatte entschlossen wir uns kurzerhand ein wenig Geld zu investieren und schick essen zu gehen.Schick essen bedeutet in unserem Fall ein billiges China-All-you-can-eat-Restaurant zu finden um zu dinieren.Für 17$ pro Person hatten wir so ein leckeres und nachhaltiges Abendessen,denn wir verließen das Restaurant vollgepackt mit Frischhalteboxen für die nächsten 2 Tage

Am nächsten Morgen stand Kultur auf dem Programm und wir gingen ins Puke Ariki, einem Museum mitten im Zentrum der Stadt. Nicht nur das es sehr viel zu sehen gibt, es ist auch noch kostenlos. Da könnte sich Deutschland mal was abschauen. Weiter ging es dann durch ein paar Galerien zum Pukekura Park, einem wunderschönen Garten in der Stadt.

Pünktlich beim Aussteigen dann die Ernüchterung, denn es fing wieder am in Strömen zu regnen sodass wir unseren Parkbesuch ersteinmal aufschieben mussten um stattdessen den Tag in der Bibliothek zu verbringen und dort all unser Zeugs zu laden.

Das Wetter am nächsten Tag war uns deutlich wohlgesonnener und so ging es nach dem Frühstück in den Park. Auch hier überraschten uns einige Schauer, was die Schönheit des Parkes nicht sonderlich schmälerte.Vorbei an Wasserfällen, Brücken, einer großen Freilichtbühne auf dem Wasser und Seen kamen wir schlussendlich im Zoo an. Kein Zoo im klassischen Sinne, aber kostenlos und sehr niedlich gemacht

Nach einem Abendspaziergang Richtung Sonnenuntergang und ein paar Albereien auf dem Spielplatz vor unserem Schlafort setzten wir unsere Reise Richtung Südinsel am nächsten Tag fort.

Auf dem Surf Highway ging es in Richtung Egmont National Park, mit Mount Taranaki als Hauptkulisse. Zumindest dann, wenn er nicht tagelang wolkenverhangen unsichtbar zu existieren scheint, denn das erste Mal bekamen wir in direkt am Informationszentrum vor die Linse und auch nur für einen kurzen wolkenlosen Moment. Vom Parkplatz aus liefen wir ein paar der kurzen Walks in der Umgebung.So erreichten wir nach kurzer Dauer die Wilkies Pools und die Dawson Falls,ehe wir zurück im Auto in Richtung Süden saßen.

 

02Oktober
2014

,,Forgotten World Highway''

Nach den beeindruckenden Landschaften und Erlebnissen im Tongariro National Park ging es für uns weiter Richtung Westen.Ziel unserer Weiterreise war das Gebiet rund um den Taranaki,genauer gesagt der Egmont National Park.

Für unsere Fahrt haben wir uns den Forgotten Worl Highway herausgesucht. Der Highway hat eine Länge von etwa 155 km und liegt wie der Name erahnen lässt relativ fernab von jeglicher Zivilisation in weitestgehend unberührter Natur.Die veranschlagten 4h Fahrtzeit vom Reiseführer schienen uns anfänglich doch etwas übertrieben,jedoch mussten wir feststellen das sich das ganze doch ganz schön in die Länge zog. Und auch unsere altbekannten Gravel Roads ließen sich nicht bitten und raubten uns auf 11 km unsere Nerven.

Mit rund 150 Fahrzeugen am Tag ist er der am wenigsten befahrene Highway unter Neuseelands ohnehin nicht gerade übervollen Straßen

Landschaftlich gesehen ist die Region aber doch sehr reizvoll und führte uns entlang einiger Bergsättel,durch einspurige so bisher nicht gesehene Tunnel hindurch entlang eines Flusses.

Ein kurzer Abstecher vom Hauptweg brachte uns entlang allerlei Fellviehs zu den Mt.Damper Falls die wir nach kurzem Fußweg erreichten.

Von dort aus ging es direkt weiter.Zumindest war das der Plan,bis ich mich entschloss einen Umweg von guten 50 km Länge in Kauf zu nehmen um zur ,,Bridge to Somewhere'' zu kommen. Natürlich sehr zeitaufwendig alles auf Schotterpiste. Manchmal kann einem unser Auto doch ganz schön leid tun.

Nach dem wir den Moki Tunnel durchfahren hatten, stellte Whangamomoana einen weiteren wenn auch etwas kuriosen Zwischenstopp auf unserer Reise.Das ist ein kleiner Ort der aus Protest zur Regierung,1989 seine Unabhängigkeit ausrief und sich selbst zur Republik erklärte.Noch heute feiern die Einwohner das aller 2Jahre mit einem Volksfest. Auch an die bei der Einreise richtigen Dokumente und die entsprechende Ortsbeschilderung wurde gedacht.

So erreichten wir nach letztendlich doch fast vier Stunden Fahrt den Rand des Nationalparks,wo wir in Stratford bei Regen und einem leckerem Burger aus dem Takeaway-Laden des Vertrauens,die Nacht verbrachten um am nächsten Tag weiter Richtung New Plymouth zu fahren

30Sept
2014

Grüße an die Heimat

30Sept
2014

Tongariro National Park - ein Ort zum Staunen

In Taupo informierten wir uns über die wohl beliebteste Tageswanderung Neuseelands. Das Tongariro Alpine Crossing. Dies ist eine 19, 4 km lange Wanderung im besagten Tongariro National Park und führt zwischen 800-1900m über dem Meeresspiegel an aktiven Vulkankratern , grünen Seen und unglaublichen Landschaften entlang. Eigentlich wollten wir diese auf nächstes Jahr verschieben, da laut Wetterbericht Regen angesagt war, die Shuttlebusse erst ab Mitte Oktober fahren und auch die Informationstafeln gute Kondition und alpine Erfahrungen empfahlen, da auf den Gipfeln immer noch viel Schnee liegt. Wir sind dennoch auf gut Glück gefahren, vorrangig um den Park auf kürzeren Walks zu erkunden. Der Anblick des Mt. Tongariro, Mt. Ngauruhoe und des Mt. Ruapehu war schon aus dem Auto heraus faszinierend. 

 Wir erkundeten in den nächsten 4 Tagen das Whakapapa Village mit dessen Tahwrai&Taranaki Falls und den sogenannten Silica Rapids.Das sind Wasserläufe die sehr viel Schwefel und eisenhaltiges Wasser enthalten und dadurch ein sehr farbenprächtiges Schauspiel in die Umgebung zaubern!

Weiterhin schauten wir uns  die Skigebiete um den Mt. Ruapehu herum an. Das Ausleihen der Ausrüstung ist ziemlich teuer, sodass Martin nur neidisch zuschauen konnte. In Ohakune mussten wir unbedingt die Riesenmöhre aufsuchen,  auf dringendem Wunsch von Saskia

Ein Tag war wirklich etwas veregnet. Doch ansonsten hatten wir strahlendes Wetter und so entschlossen wir uns, den Tongariro Crossing einfach auszuprobieren.  Geplant war diesen bis zur Hälfte zu laufen aufgrund des fehlenden Shuttlebusses. Oder zumindest anzufangen und zu schauen wie es um die Schneeverhältnisse wirklich steht. Bei blauem Himmel und keiner einzigsten Wolke ging es los. Wir hatten solch eine super Aussicht, dass wir sogar den Mt. Taranaki an der Westküste sehen konnten. 

 

Der Anfang war noch ganz gemächlich und so liefen wir erstmal eine Stunde bis der Aufstieg kam. Dieser ist bekannt als der "Devils Staircase" (Treppe in die Hölle). Die 200 m Höhenunterschied, die überwunden werden müssen,  sind ein gutes Ausdauerprogramm für Waden und Lunge. Ich musste mehrmals anhalten um Luft zu holen aber so schlimm wie es viele im Internet beschreiben war es dann doch nicht.  Der Ausblick entschädigt wirklich alles. Nach diesem Aufstieg wollten wir auf keinen Fall wieder umdrehen,  bevor wir nicht die höchste Stelle am Red Crater mit 1886m  erreicht hatten. Der South Crater war komplett mit Schnee bedeckt. Dadurch wurde das Vorankommen etwas erschwert, doch wenigstens ging es nicht bergauf :) Denn der nächste Anstieg zum roten Krater stand noch bevor. Dieser ist etwas kürzer als der Erste doch auch recht anstrengend.  Teilweise war der Weg verschneit und wir mussten uns an Ketten nach oben ziehen um nicht den Halt zu verlieren.  Aber auch die Schotterwege, bedeckt mit Lavageröll und kleinen Kieselsteinen waren nicht weniger rutschig.  Was meine Schürfwunden  nach zwei Arschplumpsern beweisen :D 

Endlich ganz oben angekommen bestaunten wir erstmal die faszinierende Aussicht. Der Red Crater war nicht komplett zugeschneit, sodass wir die leuchtend roten Abschnitte gut erkennen konnten. 

 

Weitere Attraktionen sind der Blue Lake und die grünen Emerald Lakes mitten in dieser Vulkanlandschaft. Diese waren jedoch leider gefroren und man konnte die schillernden Farben nur erahnen.  Deshalb wollen wir diese Wanderung im März wiederholen, ohne Schnee. Also ging es wieder zurück und am Ende sind wir auch über 16km und 5 1/2h gelaufen.  Dennoch hatten die verschneiten Gipfel und Krater auch ihren Reiz und ich konnte mir mit dem Schnee gut das Gesicht kühlen.  Es war auf jeden Fall eine unvergessliche Erfahrung und wir sind froh, dass wir die Wanderung nicht komplett auf nächstes Jahr verschoben haben. 

    

 

 

 

26Sept
2014

Willkommen in der zentralen Hochebene

Mit reparierter Fensterscheibe fährt es sich gleich gemütlicher weiter. Für den zweiten Versuch nach Taupo zu gelangen nahmen wir nun jedoch den Highway. Auf dieser Strecke ist die Landschaft zwar nicht so schön wie auf der Gentle Annie Road mitten durch die Berge aber wenigstens wissen wir da, dass wir sicher unser Ziel erreichen. Auf der anderen Strecke wären wir wohl, aufgrund der vereisten Straße, am Ende noch den Abhang herunter gerutscht. So erreichten wir noch am selben Tag Taupo. Markenzeichen dieses Ortes ist der riesige See und der Ausblick auf die schneebedeckten Berge im Hintergrund. Durch die Bewegung der tektonischen Platten ist in dieser Region eine Vulkanzone entstanden. Es gibt drei Vulkangipfel im Tongariro National Park, südlich von Taupo.

So erkundeten wir am Nachmittag erstmal die 23.000- Einwohnerstadt zu Fuß. Gleich in der Nähe vom Zentrum gibt es einen sehr schönen kostenlosen Campingplatz direkt am Fluss gelegen. Das war sozusagen unser neues Zuhause für die nächsten Tage.

   

Am nächsten Tag besichtigten wir die Huka Falls, welche auf Maori übersetzt Seife bedeuten. So sah es auch wirklich aus. Die Wassermassen des Waikato Rivers drängen sich an dieser Stelle durch einen schmaleren Spalt und somit zirkuliert das Wasser heftig und sprudelt quasi auf.

Gleich in der Nähe sind die sogenannten Aratiatia Rapids.
Die Tore des Dammes werden aller zwei Stunden geöffnet, sodass das angestaute Wasser des Waikato Rivers abfließen kann. Es entstehen ein reisender Fluss und viele kleine Wasserfälle. Von einer Aussichtsplattform konnte man dies gut beobachten.

In der Bibliothek haben wir uns für den nächsten Tag eine vergünstigte Bootstour über den See gebucht. Inklusive Tee, Kaffee und Keksen ließen wir uns gemütlich über das Wasser fahren und so genossen wir die Aussicht auf die Berge, entlang den 10 Meter hohen gemeiselten Maorifelsritzungen vorbei, die von Nahem wirklich klasse aussehen.

Die Sightseeingtour schlossen wir mit einem Museums- und Galeriebesuch ab, sowie einem Einkaufsbummel im Pak'n'Save und im Warehouse.

 

Der nächste Tag war wettertechnisch nicht mehr so schön wie an den Vortagen. Eigentlich wollten wir noch in den Hot Pools Spa Park, einer kleinen Stelle mitten im Waikato River, welche mit dem Otumuheke Stream zusammentrifft. An dieser Stelle herrscht geothermische Aktivität und dadurch ist das Wasser angenehm warm. Da wir aber beide ein wenig angeschlagen sind gehen wir doch lieber ins örtliche Bad mit Sauna. Wir wollten sowieso mal wieder richtig duschen gehen  In dem Bad mit Außenanlage fand wohl ein kleines Maorifest statt. Es waren an die 40 Erwachsene und Kinder da, die gemeinsam gespielt, gelacht und gesungen haben. Es ist immer schön zu sehen wie herzlich diese Kultur miteinander umgeht. 

So schlossen wir Taupo ganz entspannt ab um die nächsten Tage im Tongariro National Park mit wandern zu verbringen. 

21Sept
2014

Roadtrip mit Hindernissen

Nachdem wir wider erwartend viel länger mit arbeiten verbracht haben als wir anfangs je gedacht hätten, ging es nun endlich weiter auf unserer Reise. Back on the Road again

Mit glänzender und gänzlich beulenfreier Heckklappe machten wir uns also auf den Weg, der uns als erstes zum Lake Waikaremoana führte. Nach kurzer Zeit wussten wir auch wieder was wir die ganze Zeit nicht vermisst hatten, denn der größte Teil der Wegstrecke bestand aus Gravel Roads. Sprich einer Schotterpiste direkt am Abgrund. Leitplanken oder sonstige Sicherheitsmaßnahmen eher Fehlanzeige!Aber da wir das ja schon gewohnt sind kamen wir wohlbehalten am See an, auch wenn der Weg sich ganz schön in die Länge zog.

Was wir dann dort vorfanden war landschaftlich sehr beeindruckend, denn die Natur ist hier so gut wie unberührt und man hatte mitunter den Eindruck sich im tiefsten Urwald zu befinden. Obwohl das nach all der Zeit mal wieder ein richtig schönes Gefühl war.

 

Geplant hatten wir es, am See so etwa 2-3 Tage zu bleiben, das extrem wechselhafte Wetter kam uns dabei jedoch in die Quere. So wechselten sich Sonne, Regen und stürmischer Wind fast im Sekundentakt ab. Deshalb entschieden wir uns für die schnelle Sightseeing-Tour mit dem Auto und beschlossen dann in Richtung Hawkes's Bay weiterzufahren.

Auf dem Weg dorthin machten wir nach etwas Überlegung einen Abstecher zur Mahia Peninsula, was sich im Nachhinein als sehr gute Entscheidung erwies, denn was wir dort sahen war wirklich sehr schön. Bereits von Weitem sahen wir die hohen und weißen Felsklippen die die gesamte Halbinsel umgeben. Zwischendrin sah man immer wieder kleine verlasse Buchten mit einsamen Stränden.

Deshalb nutzen wir die Gunst der Stunde um euch ein paar Impressionen festzuhalten und euch diese in einem Zeitraffer-Video zu präsentieren:

 

Vorbei ging es an grasgrünen Hügeln und unzähligen Schafen bis uns ein ,,No-Entry'' -Schild zur Umkehr zwang. Unser Schlafplatz ließ auch nicht lange auf sich warten. Wir fanden einen wunderschönen kleinen Platz direkt am Strand. Umsonst und mit Meerblick nach dem Aufstehen

Doch auch die schöne Aussicht konnte uns nicht abhalten nach dem Frühstück unsere Reise fortzusetzen, da wir ohnehin schon zu viel Zeit mit arbeiten verschwendet hatten.

Also, nächster Halt: Napier. Dies ist ein kleines Städtchen das sich offiziell als Art Deco – Hauptstadt der Welt bezeichnet. Nach einem Erdbeben 1931 wurde die Stadt dann nahezu komplett in diesem Baustil wieder aufgebaut und so konnten wir uns an einigen sehr eindrucksvollen Gebäuden erfreuen. Nach ein paar gemütlichen Runden durchs Stadtzentrum und die Umgebung verabschiedeten wir uns nach 2 Tagen von hier um weiter Richtung Cape Kidnappers zu fahren und danach nach Hastings. Unser Zeitplan bot jedoch keinen Platz um an einem der Orte längerfristig auszuharren, denn wir wollten allmählich weiter Richtung Taupo, dem nächsten größerem Ziel auf unserer Reise!

Den Weg dorthin nahmen wir die sogenannte ,,Gentle Annie-Road''. Wegetechnisch und organisatorisch ein kleiner Umweg der geplanten Route, unser Reiseführer und eine kurze Internetrecherche stützten jedoch unsere Entscheidung da diese Straße landschaftlich mit zu einer der schönsten Strecken des Landes zählen soll.

Und das bewies sich nach kurzer Zeit sehr eindrucksvoll. Das Meer und die Sonne noch im Rückspiegel, erhoben sich vor unseren Augen auf einmal schneebedeckte Gipfel. Und nicht sehr viel später befanden wir uns bei deutlich kühleren Außentemperaturen und Schneetreiben inmitten meterhoher Gebirgszüge. Ich glaube wir beide hatten mit so etwas beim Losfahren nicht gerechnet!

Gerade weil Angie generell ja nicht besonders der ,,Schneefreund'' schlechthin ist

Landschaftlich war das jedoch ohne Zweifel sehr beeindruckend, denn wir hatten innerhalb nur einiger Minuten zwei vollkommen verschiedene Regionen durchfahren.

Am Ende unseres Tages machten wir Halt irgendwo im Nirgendwo auf einem Campingplatz mit atemberaubender Ausstattung. Atemberaubend deshalb weil es hier eigentlich nichts gab, von den Plumpsklos und dem fließenden Wasser abgesehen. Dumm nur, das fließendes Wasser hier soviel bedeutet wie einen halben Kilometer zum Fluss zu laufen und sich dort selbst mit eiskalten Wasser zu versorgen. So verzogen wir uns nach dem Essen bei zunehmender Dunkelheit schnell in unser Auto und machten es uns dort bei laufender Heizung vor dem Laptop bequem.

Nach einem gemütlichem Film trieb uns jedoch unser Harndrang zurück hinaus in die Kälte. Als wir jedoch wieder ins warme Auto wollten kam die kalte und stockdunkle Überraschung.

Unsere Seitenschiebetür hatte sich während unseres kleinen Ausflugs weiß Gott wie, von allein verschlossen. Natürlich mit der Tatsache das alle anderen Türen sorgfältig abgeschlossen und der Schlüssel, wie soll es anders sein , im Auto waren. Und wir standen in Jogginghose fernab jeglicher Zivilisation bei Temperaturen um die 0 Grad und wieder anfangendem Schneefall davor.

Nicht gerade die beste Aussicht für die Nacht.

Nach ein paar vergeblichen Versuchen die Tür oder irgendetwas aufzubekommen, ereilte uns schnell die Resignation. Der letzte Ausweg war nun der, eine unserer Scheiben einzuschlagen um wenigstens irgendwie in unser Auto zu kommen. Die Entscheidung, welche Scheibe, erübrigte sich als die Seitenscheibe beim Versuch sie ein wenig auszuhebeln in die Knie ging und in tausend Einzelteile zerbrach. Jetzt waren wir zwar wieder im Auto, hatten aber die nächste Zeit damit zu tun die Scherben zu beseitigen und das Fenster für die Nacht provisorisch mit einer Decke abzuhängen, ehe wir dann doch irgendwann einschliefen. Zwar wurden wir öfters durch die Kälte munter, brachten die Nacht aber trotz allem noch ganz passabel hinter uns.

Durchgefroren ging es nach dem Frühstück weiter in Richtung Taupo. Mit kaputter Scheibe fuhren wir immer höher in die Berge. Als wir auf einem Hochplateau angekommen waren, kam auch sehr schnell die Resignation denn uns erwartete dort Schnee soweit das Auge reicht und gefrorene Straßen. Die Kombination aus Sommerreifen und Heckantrieb schien hierbei nicht gerade die beste zu sein und so entschloss ich mich nach einigen Rutscheinlagen sicherheitshalber wieder umzudrehen da wir nicht wussten was der Weg sonst noch für Überraschungen für uns parat hält.

Also Safety First und den ganzen Weg zurück nach Napier. Nach kurzer Internetbefragung und einem vergeblichen Besuch einer Autoteile-Bude, fanden wir dann doch noch einen Schrottplatz der eine passende Seitenscheibe für unser ,,Baby'' rumliegen hatte. Nach ein paar kurzen Handgriffen war alles wieder so wie es sein sollte und die Rechnung fiel mit nur 50$ deutlich geringer aus als wir uns das vorgestellt hatten. Also alles in allem doch noch ein versöhnliches Ende von zwei etwas chaotischen Tagen. Auf dem etwas wettersicherem Highway kamen wir dann nach zweistündiger Fahrt durch Wälder und Farmland in Taupo an.

 

 

18Sept
2014

Die letzten Tage in Opotiki

Oder wohl eher die letzten Wochen. Unsere Weiterreise hat sich durch den kleinen Zwischenfall von Ben, der in unser Auto gefahren ist, um einiges verzögert. Währrend alle anderen Mitbewohner abgereist sind konnten wir nur warten. Eigentlich wollten wir Anfang September Opotiki verlassen. Da wir aber auf Bens Versicherung warten mussten und auch die Reparatur 5 Tage dauerte, anstatt die 3-4 Stunden wie am Anfang gesagt, konnten wir nun erst los. Wenigstens haben wir ein Leihauto von der Werkstatt bekommen. Oder eher ein Playmobil im Gegensatz zu unserem Van.

Trotz der langen Wartezeit können wir Ben eigentlich dankbar sein, denn es wurde die komplette Kofferraumklappe ersetzt, sodass unsere alten Beulen nun auch weg sind. Das macht sich natürlich wesentlich besser beim Verkauf. Aber wie man an Saskia ja sieht gibt es auch Menschen die ein Auto auch mit Dellen kaufen

Offiziell war die Arbeit Ende August beendet. Zum Abschied gab es ein großes BBQ auf dem Orchard. Unsere Chefin spendierte jede Menge Fleisch, Gemüse und Bier, was ihr einiges gekostet haben dürfte wenn man die Preise in Neuseeland beachtet (6 kleine Steakes 20 $, eine Gurke um die 2.50 $, 1kg Tomaten 11 $). Aber im Sommer soll das Gemüse wieder billiger sein.

Alle Mitarbeiter brachten noch Kleinigkeiten und Leckereien mit und wir spendierten natürlich ganz typisch deutsch eine Schüssel Kartoffelsalat dazu. Es war ein richtiges Festmahl für Backpacker. Unsere Chefin war sogar so nett und hat uns je einen 50 $ Gutschein für Tanken oder Lebensmittel geschenkt. Wir waren sehr überrascht von dieser großzügigen Geste!

Glücklicherweise durften wir noch etwas länger arbeiten und so endete für uns die Arbeit erst am 5.September, sodass wir wenigstens noch etwas Geld verdienen konnten und wir danach noch über eine Woche Freizeit hatten. In dem kleinen Nest kann man da nicht viel anstellen. Wir nutzten das tolle Wetter für einen kleinen Ausflug, zum sauber machen unserer Vorratskisten und zum Entspannen am Pool inklusive Bräune gewinnen.

Neal hatte wohl auch etwas Mitleid mit uns oder er hatte einfach keine Lust auf die Arbeit und bot uns an die Balken des Vorhäusschens zu streichen, sodass wir im Gegenzug keine Miete für die Woche bezahlen brauchten. Das war ziemlich großzügig von ihm wenn man bedenkt, dass es keine schwierige Aufgabe war. Die zweite Wochenmiete durften wir uns ebenfalls erarbeiten. Neal hat auf seinem Grundstück ein Miniorchard mit Weinpflanzen und das will er scheinbar loswerden. Gemeinsam mit den Malaysiern haben wir die Wasserschläuche von den Drähten entfernt und aufgerollt und die Weinpflanzen komplett zurückgeschnitten.

Ein paar Tage später war es das dann auch mit dem guten Wetter. Es regnete fast drei Tage am Stück und der ganze Hof stand unter Wasser. Unser Schlafgemach, welches sich außerhalb des Hauses befindet, konnten wir nur mit Gummistiefeln erreichen wenn wir trockene Füße haben wollten. Doch auch da gab es Beschäftigung, da endlich der heißbegehrte Laptop aus Deutschland eintraf. Danke für eure Bemühungen!  

So konnten wir endlich ohne Zeitdruck in einer Bibliothek unsere Bilder sortieren und einige Dinge erledigen.

Da wir mit Neal nun die Einzigsten sind die das Wasser benutzen, konnte ich den Warmwasserverbrauch für einen Tag ignorieren und nach fast 5 Monaten mal wieder ein gemütliches Bad nehmen. In Deutschland selbstverständlich doch hier der absolute Luxus!

Nun freuen wir uns aber auch auf die langersehnte Weiterreise. Die täglich warme Dusche wird nun wieder von der Cold Shower abgelöst, ebenso wie der Induktionsherd von dem ewig brauchenden Campingkocher. Aber das gehört nun mal dazu! Mit selbst gebackenem Brot, Muffins und Keksen genießen wir aber erstmal die kommenden Tage

23August
2014

East Cape

Nach einem erneuten abenteuerlichen Freitagabend beim Inder unseres Vertrauens beschlossen wir die ohnehin schon bescheidene Woche zumindest mit einem gelungenen Wochenende ausklingen zu lassen!Grund hierfür war in erster Linie das Hin und Her die Woche über.Sprich wir waren nur einen Tag arbeiten,sprich wir hatten dadurch nicht mal das Geld für die Wochenmiete hereingearbeitet.Der Plan war prinzipiell eigentlich das Wochenende zu arbeiten und somit zumindest noch ein paar zusätzliche Dollar zu verdienen,doch daraus wurde leider nichts.Khan wollte uns nicht wirklich auf Arbeit sehen da wir am Freitag wiedermal hitzige Diskussionen über Lohn,Steuern und das übliche Zeug hatten.Also entschieden wir uns kurzentschlossen unseren Weiterreise-Plan etwas vorzuziehen,und machten uns am frühen Samstag Morgen auf in Richtung East Cape.Also alles wichtige ins Auto gepackt und los ging's!Anfangs waren wir noch etwas skeptisch da wir nur zwei Tage Zeit hatten,aber im Nachhinein waren die auch vollkommen ausreichend.Der Weg zum East Cape ist vorallem durch weitestgehend unbewohnte Landschaft gekennzeichnet,wenn man die Vielzahl an Schafen,Kühen,Schweinen und anderen Vierbeinern mal außer Acht lässt!So führte uns unser Weg fast immer in unmittelbarer Nähe zum Ozean vorbei an kleinen Örtchen wie Te Kaha,Tolaga oder Te Araroa!Sonderlich viele Einwohner hatte augenscheinlich keiner der Orte auf unserem Weg. Hier scheint es menschenleer zu sein, die Orte haben nur wenige Häuser, Einkaufsmoeglichkeiten gibt es so gut wie keine.Wenn man dann doch mal ein paar Häuser findet,dann dürfen ein paar alte verrostete Autos,Traktoren oder Caminganhänger im Vorgarten nicht fehlen.AmAnfang sind wir noch an weissen Sandstraenden vorbei gefahren, aber je weiter wir in den Osten fuhren, desto rauer wurde die Kueste. Schwarze Sandstraende, über und über mit Treibholz bedeckt und jede Menge Einsamkeit.Doch gerade diese macht den eigentlichen Reiz der Region aus!Hier kommt man nicht her um unter Menschen zu sein!

 

        Finde den Fehler 

 

 

 

Die Einsamkeit findet ihren Höhepunkt dann beim Erreichen des East Capes.Hier ist man mit seinem Auto,dem Wind und der Schotterstraße auf sich allein gestellt!

Das dachten wir jedenfalls als wir plötzlich einen unerwarteten Besucher am Straßenrand fanden. Wir sahen unsere erste Robbe in freier Natur von nahem.Ehrlich gesagt waren wir genau so überrascht wie die Robbe wohl auch,zumindest sah sie uns etwas verdutzt an als wir die Chance nutzen um das ganze fotografisch festzuhalten.Der immer stärker werdende Wind und die Tatsache das unser Fotomotiv schnell seinen Weg zurück ins Meer suchte,machten das Unterfangen nicht unbedingt einfacher!Das Ergebniss kann sich, denken wir doch, trotzallem sehen lassen und bescherte uns ein freudiges Ereigniss das wir wohl noch eine Weile in Erinnerung behalten werden!

   

 

Am East Cape angekommen machten wir das was wahrscheinlich jeder Touri macht und bezwangen die 755 Stufen hoch zum Leuchtturm!Dort kann man in NZ den Sonnenaufgang als erstes sehen.Zumindest dann wenn man nicht wie wir mitten am Nachmittag hinaufklettert!Ein paar nette Erinnerungsfotos waren dennoch drin.

Nach teilweise sehr nervenaufreibenden Straßenverläufen verbrachten wir dann den Abend und die Nacht in unmittelbarer Nähe zum Meer auf einem kleinen Parkplatz.Back to the Backpacker-Roots sozusagen.Auch wenn wir beim Kochen Neals Küche schon ein wenig vermisst haben war es alles in allem mal wieder ein schönes Erlebnis,und die Nacht im Auto widererwartend sehr angenehm und erstaunlich warm.Der Meerblick nach dem Aufstehen rundete das ganze noch ab!

 

So ging es am nächsten Tag weiter in Richtung Gisborne,mit etwa 30.000Einwohnern eine wahre Metropole der Region.Nachdem wir uns dort kurz umgeschaut haben machten wir uns schon wieder auf die Heimreise,da die Arbeit am nächsten Tag rief!Diese verlief doch sehr abwechslungsreich von einspuriger Schotterpiste direkt am Abhang,über entspannte Rastplätze direkt am malerischen Wasserfall bis hin zur Fahrt durch Waioeka Gorge,einem wunderschönen Tal direkt am Waioeka River.Sofiel es manchmal schwer den Blick weg von der Landschaft auf die Straße zu richten.Dennoch erreichten wir dann am Sonntagabend nach zwei sehr schönen Tagen,sicher und wohlbehalten die Lodge.

16August
2014

Farmparty

Nach der erfolgreichen Geburt sind wir zu Ben, Jenni und Simon auf die Farm gefahren. Neben der Besitzerin und unserer Arbeitsvermittlerin Mel und ihr Mann Steve waren noch einige andere deutsche Backpacker und Freunde von Ben da. Bis auf einem kleinen Missgeschick von Ben, der nebenbei Mels und unser Auto demoliert hat war es eine super Party mit vielen vielen Runden Flunkyball. Und die Nacht im Auto war auch mal wieder schön

 

Nachdem wir erstmal zu uns in die Lodge gefahren sind, schön gefrühstückt haben und uns dann nochmal hingelegt haben (Martin fing erstmal an Muffins zu backen) sind wir am Nachmittag mit den Anderen zum Strand gefahren um den Sonnenuntergang zu betrachten und Lagerfeuer zu machen. Eine Runde Flunkyball darf auch da nicht fehlen

Ein toller Ausklang eines tollen Wochenendes!

 

 

16August
2014

Unsere kleine Farm

Am Samstag war die große Farmparty und gleichzeitig die Abschiedsfeier von Jenni geplant. Kurz bevor wir losfahren wollten rief jedoch Neal ins Haus, dass ein Schaf gleich ein Lämmchen bekommt. Nachdem er alle Schafe mit seinem Quad in eine Ecke hinter unser Schlafhäusschen getrieben hat schritt Dr. Neal auch schon zur Tat. Ellie musste die Mutter festhalten und die Tourideutschen machten natürlich fleißig Fotos und Filme Sowas erlebt man auch nur auf dem Land. 

 

   

 

16August
2014

Tauranga Bridge Loop Track

Da unser Orchard dieses Wochenende mit irgendwelchen Giften eingesprüht wird und wir das Feld dadurch natürlich nicht betreten dürfen haben wir mal zwei Tage am Stück frei und dazu Sonnenschein. Die Gelegenheit haben wir gleich genutzt um uns mal wieder ein wenig von der Natur anzusehen und sind zur Tauranga Bridge gefahren, 23km von Opotiki  entfernt. Geplant war der dazugehörige Loop Track, dh am Fluss entlang, diesen überqueren, am Fluss zurück und nochmal überqueren. Wir haben uns extra Gummistiefel von Neal mitgenommen. So erstmal der Plan. Die erste Überquerung ging soweit ohne Probleme. In Martins Stiefel schwappte zwar etwas Wasser hinein aber das war nicht das Problem. Bei der zweiten mussten wir allerdings kapitulieren. Da hätten uns unsere Gummistiefel nicht mehr geholfen. Das Wasser war so tief, man hätte wohl eher schwimmen müssen. Mit unseren Kameras und bei ziemlich kaltem Wasser eine schlechte Idee, obwohl ich kurz darüber nachgedacht habe meine Hose auszuziehen und es zu probieren  Also liefen wir alles wieder zurück. 

So wurde schließlich aus einem 9km Track schnell mal ein 18km Track. Schön war es trotzdem!

   

12August
2014

Erst einmal raus aus dem Arbeitsalltag

Nach längerer Durststrecke heute nun mal wieder ein aktueller Eintrag aus Down Underer. Da es heute regnet nutzen wir unseren freien Tag um euch auf dem laufenden zu halten. Ja so nett sind wir für euch

Direkt viel neues gibt es eigentlich gar nicht zu berichten, da wir außer wenn der Regen uns in die Quere kommt eigentlich jeden Tag arbeiten gehen. Teilweise nervt das zeitige Aufstehen doch ein wenig, gerade weil es früh zur Zeit noch meist verdammt kalt ist. Sobald die Sonne sich dann jedoch ihren Weg durch die Wolken bahnt wird es aber schön warm und angenehm. Und auch sonst macht die Arbeit auf dem Orchard echt Spaß, da alle sehr nett und lustig drauf sind.Von Rob unserem Supervisor haben wir euch ja schon erzählt.

So ist zwischen der Arbeit immer mal der ein oder andere Moment zum Schmunzeln dabei. 

 

Nicht ganz so euphorisch sind wir dann wenn es am Freitag Zahltag heißt.

Nicht das wir uns nicht über unser hart verdientes Geld freuen würden aber das ist dann auch immer der Moment wenn unser Lieblings Inder Khan sein Märchenbuch aufschlägt um uns daraus ein paar größtenteils sehr merkwürdige Geschichten zu erzählen. Sein fragwürdiges Pseudoenglisch macht eine erfolgreiche Kommunikation da nicht unbedingt einfacher!

Kurz gefasst war es die letzten Wochen relativ chaotisch und teils sehr frustrierend, da wir keinen wirklichen Arbeitsvertrag bekommen haben, unsere Steuern nur zum Teil und zu gering von Khan bezahlt worden sind und unser Lohnnachweis handschriftlich, ohne Unterschrift auf einem mehr oder weniger Schmierzettel daherkommt. Mal sehen wie sich alles noch entwickelt in den nächsten Wochen. Höhe-oder vielmehr Tiefpunkt der ganzen Sache war dann der Besuch des Labour Departments und der Immigration Behörde auf unserem Feld, die uns alle zu unserer Arbeit und Khan befragt haben. Da denen auch alles etwas dubios und unseriös vorkam steht Khan seitdem unter deren Beobachtung und hätte beinahe seine Lizenz als Contractor verloren.

Mit so hartnäckigen deutschen Backpackern hatte der alte indische Mann wohl nicht gerechnet

 

Da Khan uns einen Tag zu viel bezahlt hat, weil Martin einmal nicht mit arbeiten war, nutzen wir das "überschüssige" Geld um ein gemütliches BBQ zu veranstalten. Somit hatten wir 105 $ zur Verfügung um leckere Steaks, Würstchen, Chicken Wings, Knobibrot, Kürbis, Kartoffelsalat und natürlich zwei Packen Bier und ein 3l Pack Wein zu kaufen.  

Die Außenterasse mit Grill und dem großen Holztisch eignete sich super für ein geselliges Beisammensein. Neals Grill mussten wir allerdings erstmal von grundauf putzen. 

Wir luden noch Ben, Jenni, Tim und Simon ein (weitere deutsche Backpacker) und auch Kafka und Ellie gesellten sich zu uns. Zusammen mit Susan, Chris und Oli waren wir eine tolle Truppe. Zum Glück brachten die anderen Deutschen auch noch Fleisch und Bier mit, sonst wäre das wohl etwas knapp geworden. Auch Ellie steuerte einen original aus Chile stammenden Schnaps bei. 

Zusammengefasst war es ein sehr schöner Abend. Wir konnten gegenseitig Erfahrungen und Erlebnisse über Neuseeland austauschen und auch so war es eine tolle Abwechslung zum alltäglichen Arbeitsgeschehen. 

Zur späteren Stunde kam Martin wiedermal auf die Idee eine nächtliche Badesession zu starten, nachdem Tim und ich ihn angestachelt haben, dass er sich nicht traut.  

 

Ungefähr vor einer Woche haben Neals Schafe den erwarteten Nachwuchs bekommen.  Die sieben kleinen Lämmchen sind sehr süß anzuschauen

 

20Juli
2014

Catching the fish Part 2

Heute hatten wir mal wieder einen Tag frei und das trotz gutem Wetters. Deshalb nutzten wir  mit Susan, Chris und der Chilenin Ellie nochmal die Chance angeln zu gehen. Da es in der Woche nicht geregnet hatte war das Wasser diesmal klarer als beim letzten Mal. Das machte sich auch beim Ergebnis bemerkbar. Ein Glück, kein Aal  Zum Nachtisch gab es einen selbstgebackenen Zitronenkuchen.  Zusammengefasst, wir lassen es uns gutgehen. 

 

 

 

  

13Juli
2014

Tag der toten Tiere

Eine Schrotflinte auf der Küchenanrichte, Neal ganz entschlossen ein paar Hühner zu erschießen... Ein ganz normaler Sonntagmorgen in Opotiki

Neal, quasi unser Vermieter, hatte heute morgen scheinbar die Nase voll von seinen Hühnern. Sie kacken die ganze Terasse voll und legen keine Eier. So seine Begründung. Also schnell das Gewehr aus dem Schlafzimmer geholt und los gehts. Vier Hühner mussten heute ihr Leben lassen. Danach hat Neal 10 Eier im Hühnerstall entdeckt. Wohl zu spät für die Hühnchen.

 

Wir sind nach dieser Hinrichtung heute zum Angeln zum nahegelegenen Fluss gefahren. Bei dieser Dreckbrühe hatten wir wenig Hoffnung auf Erfolg. Nach drei Stunden wollten wir unser Zeug wieder einpacken als Oli plötzlich einen Aal am Haken hatte. Nach mehreren Versuchen ihn irgendwie von seinem Leid zu befreien hat es immer noch nicht funktioniert. Erst als Martin ihm daheim den Kopf abgeschnitten hat kehrte Ruhe ein. Hier wird man noch ein richtiger Landwirt 

12Juli
2014

It´s raining men

Nach langer Pause heute nun wieder einmal ein neuer Blogeintrag!

Nach dem wir in der ersten Woche ziemlich unter dem Regen und damit sehr wenig Geld gelitten haben ist es nun seit mittlerweile gut zwei Wochen richtig schön und sonnig!!Morgens ist es zum Teil noch sehr kalt und dementsprechend nicht sehr angenehm zum Arbeiten,allerdings wird es sobald sich die Sonne dann mal durch die Wolkendecke gekämpft hat sehr schnell schön warm!!Arbeiten tuen wir für unseren Contractor Khaan,den wir alle liebevoll nur Dschingis Khaan nennen!Ja,was soll man sagen,er ist ein Inder und bedient dieses Klischee auch zum größten Teil.Normales Verhalten in Gegenwart anderer Menschen zählt nicht gerade zu seinen Stärken,sodass es nicht selten vorkommt das er während er mit einem redet vollkommen unbedarft an seinem Gemächt herumkratzt oder bei erstbester Gelegenheit in der Gegend herum spuckt!Naja andere Länder andere Sitten.Zum Glück haben wir mit ihm außer dem täglichen Anruf am Morgen in dem wir unsere Arbeitszeit genannt bekommen wenig zu tun!!Ausser am Freitag denn dann ist bei uns immer Zahltag!!Khan kommt dann mit einem Riesen Umschlag Geld zu uns in die Lodge und gibt es dann jedem Cash in die Hand!!Nach ein paar Diskussionen über die Genauen Wochenstunden geht das bisher relativ problemlos von Statten!Auch wenn er gern mal versucht ein paar Cents und Minuten unter den Tisch und in seine Tasche fallen zu lassen!

Auf unserem Orchard,wie die Kiwifelder hier genannt werden geht es da schon deutlich entspannter zu!!Rob unser Supervisor ist ein richtig lustiger und netter Typ,der seine offene und freundliche Art mit einem Cowboyhut den er bei der täglichen Arbeit trägt noch untermalt.So sorgt er eigentlich immer für gute Stimmung auch wenn man manchmal nicht gerade die größte Lust hat zu arbeiten.Er singt die ganze Zeit und hat auch sonst immer mal ein nettes motivierendes Wort für jeden!

Unsere Aufgabe besteht eigentlich ausschließlich darin Kiwizweige zu entfitzen und dann an Metalldrähten festzuclippen sodass dann dort die Kiwis wachsen können!!Da man manchmal echt viele Äste in einer Bay hat ist es nicht immer leicht alle unterzubekommen,aber zur Not schneidet man eben einfach nen Ast abWas nicht passt,wird passend gemacht.Und das acht Stunden lang (manchmal auch 9) Tag für Tag! Und manchmal auch bei leichtem Regen.

Gestern gab es nach einer gelungenen Woche ein Dankeschön unserer Orchard Inhaberin Caroll!Bedeutet in NZ zwei Kisten Corona,eine Kiste Waikato Beer und gemütliches Beisammensitzen nach Feierabend.Eine sehr willkommene und nette Abwechslung!

Bereits letzte Woche Sonntag wurden wir von Rob zum Lunch mit frischen Chips verwöhnt!!Also alles in allem ist die Atmosphäre auf unserem Feld sehr angenehm! Besonders mit der lauten Musik, die die Plantage beschallt. Vor allem wenn Rob wieder die 80er auspackt.

Heute regnet es jedoch sodass wir nach zwei Wochen endlich mal einen Tag frei haben,worüber alle sehr glücklich sind!!So können wir wenigstens mal unsere Arbeitssachen waschen und ein wenig entspannen!Zur Feier des Tages hat Martin heut für alle Kuchen gebacken der jedoch nicht besonders geschmeckt hat!

Morgen werden wir wahrscheinlich nochmal frei haben. Da werden wir unser Glück im Angeln probieren. Außerdem müssen wir uns dringend einen neuen Ersatzreifen holen, da wir letzte Woche einen Platten hatten. An dem Tag hatten zuerst Susan und Chris Pech mit ihrem Auto, da es am Morgen nicht ansprang und sie bei uns auf der Matratze mitfahren mussten. Im Nachhinein war es Glück für uns. So konnten die Männer den Reifen wechseln und die Frauen haben geleuchtet und Fotos gemacht

Am Montag geht es dann wohl weiter mit Arbeit, je nachdem was das Wetter sagt. Natürlich etwas später, da wir früh ja noch das WM-Finale verfolgen müssen!Da muss der Inder wohl etwas Verständnis aufbringen. Auch die anderen im Haus waren vom letzten Spiel sehr beeindruckt.

 

30Juni
2014

Arbeiten bis es regnet

Nun ist die erste Woche rum und wir haben uns ganz gut eingelebt. Der Winter macht das Wetter sehr  wechselhaft aber wir konnten immerhin vier Tage zur Arbeit gehen. Am Freitag ging die eigentliche Arbeit erst los. Das bedeutet die meterlangen ineinander verwachsenen Kiwizweige entfitzen und in einer Reihe ordentlich nach oben an den Draht clippen. Das geht ziemlich in die Schultern und in den Nacken weil man permanent nach oben schaut. Die Daumen tun durch das Clippen weh und bei mir kommt noch meine fehlende Größe hinzu, sodass ich ständig auf Zehenspitzen stehen muss. Ansonsten geht es uns aber gut 

Heut ist erneut Regen angesagt. Das heißt wir haben frei. Das einzigst Positive daran ist, dass es morgen wohl auch regnen soll  und wir dadurch das Deutschlandspiel sehen können.  

Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit Billiard und Tischtennis, lesen oder sehen fern. Zunächst muss Martin aber erstmal seine männlichen Fähigkeiten einsetzen und gemeinsam mit Kafka dem Chinesen ein Feuer entzünden 

23Juni
2014

Ohne Moos nix los

Viele Emailanfragen und Telefonate später hatten wir endlich Erfolg und haben ein gutes Jobangebot in Opotiki erhalten. Im Winter ist es recht schwierig überhaupt etwas zu finden deshalb waren wir ganz froh als Mel uns anrief. Das Positive daran ist, dass es ihr egal ist ob wir in einem Hostel schlafen oder nicht. Bei den meisten Jobs war ein Hostel für 150-175 $  pro Woche Pflicht damit sie uns erstmal vermitteln. Also fuhren wir erneut von Tauranga zurück in dieses kleine Nest. Als wir ankamen saßen schon 6 Backpacker in ihrem Wohnzimmer. Unter anderem das Pärchen aus Deutschland welches wir vorher unterwegs auf einem Parkplatz kennengelernt haben. So war es ein lustiges Wiedersehen.  Trotz unseres Autos haben wir Mels Vorschlag für eine Unterkunft angenommenen und nun leben wir in einem riesigen Haus von dem Farmer Neil für 110 $ die Woche. Das Geld könnte man sich zwar sparen aber es ist schon schön nach der Arbeit warm duschen zu können. Zusammen mit den Deutschen, einem Quotenchinesen der sich Kafka nennt,, zwei Französinnen,  einem Argentinier und einem Mädchen aus Chile machen wir es uns nach der Arbeit im großen Wohnzimmer gemütlich und verfolgen die WM über Sky, kochen und lachen gemeinsam. Und das Haus ist wirklich super!Riesengroß und fuer einen Backpacker wahrer Luxus!So koennen wir uns jetzt jeden Tag am Pool,dem Billiard und der Tischtennisplatte erfreuen!!Die Waschmaschine und das freie Wlan tun ebenfalls ihr uebriges!

Unser Chef ist ein konservativer Inder, der ebenfalls alle Klischees erfüllt.  Mit seinem Indi-englisch ist er relativ schwer zu verstehen aber bei ihm genügt es wenn du einfach nett lächelst.  So ging es morgens um sieben los. Erstmal zu Mels Haus wo wir uns alle getroffen haben.Chris und Susan (deutsches Pärchen) haben das Pech einen dritten Sitz im Auto zu haben. So müssen sie jetzt wohl immer irgendein Arbeiter zur Plantage mitnehmen. Nach kurzer Einweisung mussten wir also an unserem ersten Tag die ganzen Bänder und Strippen von den Bäumen entfernen, sodass sie bereit zum Beschneiden sind. Das heißt über sieben Stunden lang nach oben gucken und die Arme nach oben halten. Am Ende taten der Nacken und die Schultern etwas weh aber das gibt sich mit der Zeit. Der Nachteil an der ganzen Arbeit ist, dass man bei schlechtem Wetter nicht arbeiten gehen kann. Und no work is no money. No Money is not good. Das passierte uns auch gleich am zweiten Tag. Für die nächsten Tage ist leider auch schlechtes Wetter angesagt. So sitzen wir jetzt alle im Haus und vertreiben uns die Zeit mit Skypen und Fußball gucken!

 

 

18Juni
2014

Die Arbeitssuche beginnt

Von Rotorua aus machten wir uns am Mittwoch auf den Weg zur Bay of Plenty, da dort die Chancen einen Job zu  finden im Moment am besten sind. Erstes Ziel ist Opotiki. Wir fragten direkt den Inhaber eines Hostels   ob er Ideen hat wen wir am besten fragen können. Dieser schickte uns zu Steve, einem Plantagenarbeiter, der uns auch gleich einen Job für den nächsten Tag versprach. Da Steve einen etwas seltsamen Eindruck auf uns machte fuhren wir erstmal weiter Richtung Westen um uns weitere Angebote einzuholen. 

So nutzten wir die Zeit um uns gleich die Städte anzuschauen an denen wir vorbeifuhren. In Whakatane verbrachten wir einen Tag und eine Nacht. Endlich konnten wir wieder am Meer schlafen. Wir haben uns lediglich die Stadt angesehen und die  Wairere Falls. 

Weiter ging es über Te Puke, der Kiwihauptstadt in Neuseeland. Natürlich wurde auch da ganz tourimäßig ein Foto des riesigen Kiwiaussichtsturms gemacht. Dort fragten wir auch gleich bei der angrenzenden Plantage nach Arbeit. Doch wir hörten nur dasselbe wie überall. Dass das Pruning ( Beschneiden und Binden der Kiwibäume) erst in ein bis zwei Wochen beginnt. 

So ging es weiter an der Küste entlang nach Tauranga. Wir hatten große Hoffnung in diese Stadt gesetzt, da es dort viele Hostels gibt die Arbeit anbieten. Doch alle zu unverschämten Preisen wenn man bedenkt, dass wir ja mit einem deutlichen Plus weiterreisen wollen. Am Freitag waren wir etwas verzweifelt ob wir überhaupt  Glück haben werden. Wir hatten uns schon fast damit abgefunden ein Hostel zu nehmen um vermittelt zu werden doch dann kam der rettende Anruf. Ihr Name ist Mel und sie betreibt eine Plantage in Opotiki und vermittelt weitere Leute an ein weiteres Orchard. Also vereinbarten wir für den Sonntag ein Treffen um am Montag direkt anfangen zu können.Das passte uns alles ziemlich gut denn so konnten wir uns noch Tauranga und Mount Mangaunui ansehen bevor es die 110 km wieder zurück ging. Tauranga ist eigentlich wie jede andere Stadt. Die Strandpromenade ist ganz niedlich, doch sonst gibts auch nur diesselben Läden wie überall. Mount Mangaunui ist dagegen eine hübsche kleine Stadt neben Tauranga. 

Sonntagmorgen erklommen wir dann den Gipfel vom ,,Maoa" wie ihn die Einheimischen liebevoll nennen! Nach anstrengendem Aufstieg entschaedigte zumindest der Ausblick ueber Stadt und Meer.

 

 Am Nachmittag gingen wir noch in den Te Puna Quarry Park, da dieser mit das einzigste ist was man in der Gegend machen kann was geatis ist. Der Park wird ausschließlich von Freiwilligen gestaltet und unterhalten,und das ausserordentlich liebevoll!

 

Danach schnappten wir uns unser Baby und fuhren zurück nach Opotiki!

17Juni
2014

Hast du etwa gepupst?

Von Auckland aus machten wir uns am Montag auf den Weg zur Coromandel Halbinsel!!Am Vormittag mussten wir allerdings noch in die Stadt um dort unsere Kreditkarte von unserem neuseeländischem Bankkonto abzuholen.So starteten wir am nachmittag bei regnerischem Wetter,und es sollte auf dem Weg nicht sonderlich besser werden.Es wird nun allmählich Winter!,,NZ-Winter", mag heißen,es sind immer etwas um die 15Grad und es pendelt zwischen kurzem Sonnenschein und starken Regenschauern.Oder Tagen an denen es von früh bis spät einfach nur regnet!Unserer erster Halt auf Coromandel war dann in Thames,einem kleinen Städtchen aus der Goldgräberzeit um 1860!!So wirklich viel los war hier allerdings nicht.Sicher ganz nett zum herumschlendern aber bei dem Regen nicht wirklich einladend!Zumindest gab es beim Inder an der Ecke eine Handyhalterung fürs Auto die uns seither gute Dienste leistet und uns beim finden der richtigen Route behilflich ist!Die anbrechende Dunkelheit und aufkommender Hunger machten es dann schon bald nötig einen geeigneten Platz zum Kochen zu finden.Vorallem einen wetterfesten,denn der Regen fiel weiterhin fröhlich vor sich hin.Zum Glück wurden wir bald für unsere Suche belohnt,denn da stand er vor uns,ein überdachter Grillplatz.Mit Licht.Der Traum eines jeden Backpackers.So packten wir unseren Gaskocher aus und schon bald war der Hunger gestillt.Den guten Platz machten wir uns gleich zu Nutze um den Abend bei ein paar Bier und ein paar Runden Kniffel zu Ende zu bringen! Da das Wetter auch am nächsten Tag nicht sonderlich vielversprechend aussah und der Wetterbericht keine wirkliche Besserung vorhersagte entschlossen wir uns beim Frühstück unseren Trip eher am Ende unseres Jahres nochmal anzugehen.Die vielen Strände und Walking Tracks sind bei schönem Wetter wohl auch deutlich interessanter.So machten wir das beste aus dem Regen und verbrachten den halben Tag in der Library,um dort schon einmal nach Arbeit in der Bay of Plenty zu suchen,denn das sollte unser nächstes Ziel werden.Bekannt ist diese Region unter Backpackern vorallem wegen der vielen Jobangebote beim Picking und Packing von Kiwis.Die Hauptsaison ist mittlerweile jedoch schon fast vorbei,die Kiwis gepflückt und verpackt.Bereit für den Versand ehe ihr sie in Deutschland im Supermarkt zu kaufen bekommt Das Packing wäre eigentlich am besten,da das Pflücken auch stark com Wetter abhängig ist.Und Tage mit Regen,sind Tage ohne Arbeit,sind Tage ohne Geld!!Wenn wir also so in den trüben Himmel schauen eine ziemlich unsichere Sache.Aber wir bleiben auf der Suche und sind zuversichtlich schon bald erfolgreich zu sein

Nach kurzem Lageplan machten wir uns bei anhaltendem Regen auf nach Matamata,Zwischenstopp auf dem Weg nach Rotorua,unserem nächsten Ziel!! Unser Weg führte über Pareo wo wir kurz Halt machten.Warum?? Pareo ist ein kleiner Ort in dem das bekannte L&P produziert wird.Was hochtechnisch klingt und sich selbst als ,,World famous in New Zealand'' bezeichnet ist nichts mehr als eine viel zu süße Zitronenlimonade die nicht wirklich sehr lecker ist,aber viele Kiwis trinken es wie Wasser! L&P, Lemon&Pareoa!!So einfach kann Markennamen Findung sein So durfte natürlich ganz Touri mäßig ein Foto vorm großen Markenzeichen nicht fehlen.Wetter hin oder her!

Gegen späten Nachmittag kamen wir also in Matamata an.Bekannt ist es hier aber eher als Hobbiton denn etwa 20 km außerhalb der Stadt kann man hier eine der Kulissen aus der Herr der Ringe& und dem Film ,,Der Hobbit" sehen.Vom Stadtzentrum aus werden also alle Japaner in einen Bus gequetscht und mit Kameras bewaffnet dorthin gekarrt.Ein zweifelhaftes Vergnügen,vorallem bei dem Wetter,dem wir nicht beiwohnen wollten.Erfahrungsberichten zufolge im Nachhinein eine weise Entscheidung da wohl viele der Kulissen schon nach den Dreharbeiten abgebaut wurden und die Touren dafür ziemlich überteuert sind!!So begnügten wir uns mit einem Foto vom Informationszentrum das in Anlehnung an den Film gestaltet wurde.
Gekocht wurde provisorisch mit Regenponcho (besten Dank an Vicky) unter der Heckklappe.Lecker war es trotzdem!

So verbrachten wir gut zwei Tage mit Arbeitsuche und Frustration übers Wetter,ehe wir nach Rotorua weiterfuhren!!

Rotorua ist ein sehr bekannter Ort mit großer geothermischer Aktivität!!Kurzum es qualmt an jeder Ecke und riecht teils extrem nach Schwefel.Wer den Geruch nicht zu definieren weiss stelle sich einen Mischung aus abgebrannten Silvesterknallern und faulen Eiern vor und man hat eine grobe Vorstellung.

Nach der ersten Nacht in Rotorua ging es nächsten früh zeitig ein Stück raus aus der Stadt ins Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.Bereits vor dem Haupteingang warnten uns Schilder davor unsere Hände unbedacht irgendwo hineinzustecken und immer auf den markierten Wegen zu bleiben!!Es hat hier wohl schon teils schwere Unfälle gegeben.So bezahlten wir unseren Eintritt und verschafften uns einen ersten Eindruck vom Park,ehe wir uns gegen halb zehn aufmachten zum Lady Knox Geysir,etwas außerhalb vom Park,zu fahren!!Unser Plan die ersten dort zu sein ging auf und wir suchten uns einen guten Platz um das Naturschauspiel zu bestaunen und zu filmen,ehe der große Ansturm dann kam.Naturschauspiel ist auch relativ zu sehen denn der Ausbruch des Geysirs wird durch einen netten Parkranger und einer guten Portion Seifenpulver provoziert.Aber uns war das egal,und so spuckt er jeden Tag um 10:15Uhr für eine Stunde lang etwa 20m hoch Wasser in die Luft:

Wir beschlossen dann den Massen an Leuten ersteinmal etwas Vorrlauf zu geben und nutzten die Gunst der Stunde für ein kleines Frühshoppen und eine Partie Kniffel

Danach ging es durch den Park vorbei an dampfenden Kratern,farbenfrohen Seen und brodelnden Schlammpools!!Ein wirklich imposantes Schauspiel von Mutter Natur!!und immer wieder aufs neue waren wir davon begeistert.All die vielen Bilder hier zu zeigen lässt unser begrenzter Bildspeicher im Blog leider nicht zu:

Den Abend ließen wir dann gemütlich im Pig&Whistle ausklingen,einem kleinen Pub in einer ehemaligen Polizeiwache mit eigener Brauerei.Ein Coupon in einem Reiseführer von Rotorua bescherte uns hier ein Bier und ein Glas Wein für nur zwei Dollar und die Möglichkeit das Eröffnungsspiel der WM im Fernsehen zu verfolgen.

Die Gemütlichkeit wurde dann kurz unterbrochen als für einen Moment die Wände wackelten.Wir haben das in dem Moment nicht so direkt wahrgenommen aber wir hatten gerade unser erstes kleines Erdbeben miterlebt wie wir am nächsten Tag erfuhren!


Nach dem Frühstück ging es dann nach Te Whakarewarewa.Besser gesagt waren wir schon dort da wir die Nacht direkt davor auf einem Parkplatz geparkt und geschlafen haben.Glücklich das wir den Eintritt über das Internet ein paar Tage zuvor etwas billiger gebucht hatten schlossen wir uns pünktlich um neun unserem Guide an der uns durch die Gegend führte.Der volle Name des Örtchens lautet im übrigen ,,Te Whakarewarewatanga O Te Ope Taua A Wahiao".

Die Kurzform geht da schon einfacher über die Lippen.Der Ort ist eine bekannte Gemeinde der Maori die hier seit Generationen leben und arbeiten,wie in einer kleinen eigenen Welt.So geht es etwas abgetrennt vom Rest der Stadt durch einen Torbogen zu Ehren der gestorbenen Soldaten des Maori-Batallion der beiden Weltkriege über eine Brücke ins eigentliche Zentrum des Ortes.Seit Jahren nutzen die Bewohner hier die geothermische Aktivität der Region.Die Wohnungen werden ausschließlich mit Erdwärme geheizt und Duschen und Badwannen werden eher selten genutzt. Das Wasser kommt direkt aus heißen Quellen und wird in kleinen Becken gesammelt,bis es auf angenehme Temperatur abgekühlt ist und dann zum Baden einlädt.An jeder Ecke dampft und brodelt es vor sich hin,teilweise bis zu 120Grad heißes Wasser.Die Bewohner nutzen das auch bei der Zubereitung ihres Essens. Das wird entweder in kleinen Holzbeutel ins Wasser gehangen und gegahrt oder traditionell per ,,hangi" zubereitet.Hierbei wird das Essen in einen kleinen Holzschacht in der Erde gelegt und mit einem Deckel verschlossen bis es fertig gekocht ist.Die Menschen bereiten also ihr Essen vor,stellen es ins Hangi,kommen nach etwa zwei Stunden wieder und nehmen es fertig gekocht wieder mit nach Hause.Und das alles nur durch die Erdwärme.

So gönnten wir uns zum Mittag einen im Thermalwasser gekochten Maiskolben mit Butter und Salz.Sehr lecker! Im Dorf selbst schauten wir uns dann noch das Versammlungshaus der Maoris,eine Kirche und einen Friedhof an ehe wir danach noch eine Kulturvorführung besuchten.Zum Abschluss liefen wir noch einen Walking Track vorbei an dampfenden Seen.

Am Abend machten wir noch einen Spaziergang rund ums Museum.Vielmehr eigentlich um Fotos davon zu machen da es gerade bei Dunkelheit ein sehr cooles Motiv ist

Am Sonntag standen wir bei Zeiten auf um pünktlich um Zehn im Irish Pub zu sitzen!Ja das WM Fieber hat uns auch hier erreicht.Zu unserer Überraschung war der Pub bereits gut mit trinkfreudigen Engländern gefüllt die das Spiel ihrer Mannschaft gegen Italien verfolgten.So fielen wir nicht sonderlich negativ aus,als wir kurz nach dem Anstoß unser erstes Bier ausgetrunken hatten und kurzerhand ein zweites bestellten!Angesichts des Preises von gut fünf Euro siegte schließlich die Vernunft und wir bestellten danach kein neues

Danach ging es dann zu den Okere Falls,einem beliebten Rafting Revier!Nur leider konnten wir keine Todesmutigen antreffen die sich unbedarft in einem Schlauchboot die Fälle hinunterstürzten!

So fuhren wir nach einer gemütlichen Wanderung zurück zur Stadt um dort ein wenig um den Lake Rotorua zu schlendern.Vorbei an Möwen,Gänsen und schwarzen Schwänen liefen wir nach Ohinemutu,einem kleinen Maoridorf!Auch hier sahen wir wieder eindrucksvoll die Aktivität der Erde und ein paar sehr schöne Häuser mit Maorischnitzereien.

Montag früh erkundeten wir dann ein wenig die nähere Umgebung und fuhren zum Blue Lake etwas außerhalb der Stadt.Nach etwa anderthalb Stunden hatten wir diesen auch schon einmal umrundet.Das Wetter war allerdings so früh noch nicht sehr gnädig sodass der See nicht wirklich blau aussah,aber trotzdem war er extrem klar.

Nach kurzer Überlegung entschlossen wir uns dann zu den Hamurana Springs zu fahren die laut Lonely Planet wohl extrem klares Quellwasser und einen sehr beeindruckenden Redwood Forest zu bieten haben.Und ja wir wurden nicht enttäuscht,denn was der Resiseführer versprach fanden wir auch genau so vor.Wirklich ein sehr schönes Fleckchen Erde.Man kommt sich zwischen den riesen Bäumen schon ein wenig verloren vor!Das Ende des kleinen Walking Tracks befand sich dann an der eigentlichen Hauptquelle,aus der aus etwa 15m Tiefe pro Stunde etwa 45.000 l glasklares Quellwasser sprudelten.Der Versuch ein ordentliches GoPro Video vom Grund zu machen scheiterte anhand der Strömung leider kläglich

Den nächsten Tag wollten wir bei angekündigtem schlechten Wetter ganz in Ruhe verbringen.Zuerst ging es um zehn wieder in unsere bereits bekannte Bar,wo wir die Wiederholung des Deutschland Spieles sahen,denn früh um vier zum Live-Anstoß hatte die Bar leider noch zu!!Sonst wären wir dort gewesenNachdem wir in einer kleinen Laundry unsere Sachen gewaschen und getrocknet hatten fuhren wir ins Rotorua Aquatic Center wo wir ein erholsames SPA sowie die heißen Duschen genossen.Zumindest Angie,denn die Männer mussten sich nur mit kalten Duschen begnügen!Entschädigt wurde ich dann jedoch am Abend als wir uns bei Pizza Hut ein All-you-can-eat gönnten und so auch gut eine unserer Plasteboxen mit Pizza füllen konnten!Das Essen für den nächsten Abend war also gesichert.Im Pak'n Save holten wir dann noch schnell eine Flasche Wein um den Abend abzurunden ehe wir am nächsten Morgen Richtung Bay of Plenty weiterfuhren um dort in nächster Zeit nach Arbeit zu suchen.Bis zum nächsten Eintrag.

Liebe Grüße aus Down Underer

08Juni
2014

It's Rugby time

Die gesamte Woche verbrachten wir eigentlich nur in und um Auckland, da wir am Samstag ja ins Stadion zum Rugbyspiel der All Blacks gegen England wollten. Es war eine sehr gemuetliche Woche mit Spa und Swimmingpool (auch wegen der seltenen aber wertvollen warmen Duschen ), Spaziergaengen an der Strandpromenade und einem kleinen Ausflug in den Hunua Ranges Regional Park. Ansonsten erledigten wir noch ein paar Sachen im Baumarkt und Warehouse.Nach den ganzen Strapazen denen unser Auto auf den staubigen Schotterpisten im Norden ausgesetzt war,goennten wir ihm Ende der Woche unsere gesamte Zuneigung und ein kleines Verwoehnprogramm. Neue Sitzbezuege farblich passend zu den Vorhaengen,eine gruendliche Autowaesche in der Waschgarage,sowie einmal aussaugen und einparfuemieren.Jetzt geht er trotz seiner 23 Jahre schon glatt wieder als Neuwagen durch.Solange man den Kilometerstand von nun 301.000 ausser acht laesst

Eigentlich wollten wir uns am Freitag schon mit Vicky und Richard aus Dresden treffen aber da bei denen alles drunter und drueber ging schafften wir es nur uns am Samstag fuer zwei Stunden zu sehen. Aber immerhin dennoch ein schoenes Wiedersehen mit nuetzlichen Tips und Telefonnummern fuer unsere Arbeitssuche. Danke dafuer!

Nachdem wir die beiden zum Flughafen geschafft haben suchten wir uns ein Parkplatz in Naehe des Stadions am Mt. Eden. Nach einem schnellen Bierchen und einem Glas Wein gingen wir dann auch schon los. 7.35 pm ist Kick off. Vorm Stadion liessen wir uns noch fix die Wangen bemalen, sodass wir wie waschechte Fans aussehen  

  

In das Stadion passen fast doppelt soviele Menschen wie in Dresden hinein. Dennoch wirkte alles viel uebersichtlicher und es gab kaum Gedraengel. Auch die Fans sassen alle beieinander und es war eigentlich egal fuer welche Mannschaft man fiebert. Schnell fanden wir unsere Plaetze und waren trotz der niedrigsten Preisklasse ganz zufrieden damit. Eroeffnet wurde das Ganze mit den Nationalhymnen von England und NZ und natuerlich dem beruehmten Haka der All Blacks. Eine kleine Feuershow mit Feuerwerk rundet das ganze Spektakel noch ab

Vom Spiel an sich hatten wir wenig Ahnung. Wir koennen daher schwer einschaetzen ob es ein gutes oder ein schlechtes Spiel war. Als Martin euphorisch in die Menge ruft und wild anfaengt zu klatschen fragte ich ihn nur ob er ueberhaupt weiss fuer wen er klatscht. Antwort: Ich klatsch einfach wenn alle klatschen  So schauten wir dennoch begeistert zu, wie sich diese riesigen, stark bepackten Maenner ueber den Haufen rennen. Egal wieviel hunderte Kilo schon auf dem ersten Mann am Boden liegen, es geht immer noch einer mehr der mit drauf springt. Komischer Sport.

Das Ende der ersten Halbzeit wurde mit einer lauten Sirene angekuendigt, die etwas an den zweiten Weltkrieg erinnerte. Das ging scheinbar nicht nur uns so denn hinter uns sagte ein Einheimischer ploetzlich: The Germans are back ^^ Tja, den Ruf werden wir in anderen Laendern wohl immer haben.

Nach der ersten Halbzeit lagen die All Blacks hinten und wir hatten schon die Befuerchtung, dass der Fluch in Neuseeland weitergeht, das immer die Mannschaft verliert fuer die man ist, sobald ich ein Stadion betrete. Doch ich konnte meinen Ruf schuetzen. Am Ende gewannen die Neuseelaender mit 20:15

Also fuhren wir wieder zu unserem Schlafplatz und genossen noch ein Bier und den Rest des Weines am Strand in friedlicher Dunkelheit. Friedliche Stille gab es nicht denn paar Meter neben uns sass eine Gruppe von Jugendlichen mit lautstarke Musik. Dennoch war es schoener Ausklang nach einem schoenen Tag.

03Juni
2014

Back to Auckland

Von Mangawhai aus ging es nach Wellsford,ein Zwischenstopp auf unserem Weg zurück nach Auckland...Außer dort zu schlafen und die Öffnungszeit der Library auszunutzen gab es hier nichts besonderes,sodass wir uns am nächsten Tag in Richtung Osten aufmachten um dort die Küste abzuklappern!So ging es am Goat Island Marine Reserve vorbei das bekannt ist als eines der besseren Gebiete in NZ um zu schnorcheln!!Der anbrechende Herbst,das kalte Wasser und die fehlende Schnorchelausrüstung lassen uns das allerdings nicht bestätigen da wir uns selbst kein Bild machen konnten! Unser nächster Halt sollte dann in Warkworth sein um dort zu schlafen.Unterwegs fuhren wir durch Matakana,ein kleines sehr beschauliches Örtchen das bekannt ist für seine guten Weine.Ein sehr netter Zwischenstopp bevor es aufging zu unserem Schlafplatz.

Am nächsten Tag machte uns der anhaltende Regen zu schaffen sodass wir uns eine Alternative suchen mussten!!Diese fanden wir dann in einem Abstecher zum Honey Centre sowie dem örtlichen Baumarkt.Im Honey Centre,was sollte man anderes erwarten gab es natürlich eine ganze Reihe an Honigsorten zu probieren und Bienen bei ihrer Arbeit zuzusehen.

Im Baumarkt gönnten wir uns dann einen neuen Campingkocher samt Campingtisch.Als das Wetter dann doch noch etwas freundlicher wurde nutzen wir das aus um noch zum Scandrett Regionalpark zu fahren,wo wir nach einem Strandspaziergang und ein paar Fotos unseren Rückweg antraten.Mit einem kleinen Umweg über Martins Baydort musste ich einfach noch hin!!

 
Über Nacht blieben wir dann in Snells Beach wo wir uns ein hübsches Fleckchen am Meer suchten um am darauffolgenden Tag bei deutlich schönerem Wetter zum Tawharanui Regionalpark zu fahren. Dort machten wir einen Lookout Track um die Landschaft zu erkunden.

 

 

Im Anschluss ging es weiter nach Waiwera,das unser Schlafplatz werden sollte.Da wir keinen fanden nutzten wir jedoch den Moment um etwas mit unserer GoPro herumzuexperimentieren!!All das könnt ihr im ,,Spaß mit Vögeln" Blog nachlesen!

So ging es weiter nach Orewa und damit schon wieder in den Großraum von Auckland. Wir standen am nächsten Morgen extra etwas eher auf um den Sonnenaufgang über dem Meer zu genießen und ihn in Fotos festzuhalten!!Auch Johnny und Toad gesellten sich mal wieder zu uns


Nach einem gemütlichem Frühstück bei aufgehender Sonne am Strand ging es dann zum Shakespear Regionalpark.Ja es gibt einfach zu viele davon hierDa es anfing zu regnen machten wir auf dem Weg dorthin noch kurz Halt am Warehouse,einer Art Alles in Einem-Laden  probierten ein paar der gemuetlichen Hausanzuege an und schlenderten ueber den Markt.

Im Regionalpark galt unser Hauptaugenmerk einen der scheinbar vielen Bilderrahmen zu finden in denen man spaßige Bilder vor der Landschaft machen kann.Vom Prinzip her eine sehr nette Idee.Leider stellten wir auf unserem Walkingtrack fest das es im gesamten Regionalpark doch nur einen dieser Bilderrahmen gab,der jedoch von Unmengen an Indern und Chinesen belagert wurde.So nutzten wir die Wartezeit um ein paar weitere Schnappschüsse mit Toad und Johnny zu schießen,die Landschaft zu bestaunen und ein paar neue Sachen mit meiner Kamera auszuprobieren.


Als sich der Bilderrahmen allmählich leerte,setzten und stellten wir uns hinein!

Am Abend gönnten wir uns dann ein wahres Festmahl um unseren Campingtisch gebührend einzuweihen!Mit Hähnchen,Käse,Wein und Donuts stießen wir auf die Queen an die am nächsten Tag ihren Geburtstag feierte.Begleitet wurde der Abend von einer weiteren unzähliger Partien Kniffel.

Am nächsten Tag besuchten wir den Long Bay Regionalpark.Dort nutzten wir die Möglichkeit um unser Abendessen auf einem der Barbecue Grills zuzubereiten. Schnell gesellte sich ein Entenpärchen zu uns das wir mit den übrigen Würstchen fütterten.Ob ihnen das bekommen ist wissen wir jedoch auch nicht so genau.

27Mai
2014

Waipu Caves & Mangawhai

Von Whangarei aus ging es dann weiter nach Mangawhai,mit kurzem Zwischenstopp in Waipu wo wir eigentlich den Waipu Caves Walkway laufen wollten!Da wir den jedoch nicht gefunden haben machten wir uns dann gleich auf zu den Waipu Caves,einer Tropfsteinhöhle.Bewaffnet mit Wanderschuhen und unseren Stirnlampen ging es also ins ungewisse Dunkle!!Bereits nach kurzem Weg stellten wir fest dass das wohl ein sehr nasses Vergnügen werden würde,denn da standen wir bereits knöchelhoch im Wasser.Nach kurzer Überlegung entschlossen wir uns dann unserem Entdeckertrieb Folge zu leisten und machten uns trotz des inzwischen bis zu den Knien stehenden trüben Wassers weiter auf ins Innere der Höhle vorbei an Tropfsteinen und Glowworms.Das sind nicht wie zu erwarten einfache Glühwürmchen wie sie in Deutschland zu finden sind sondern eine Art Wurm der in der Dunkelheit leuchtet.In absoluter Dunkelheit wie hier unten schon faszinierend anzusehen wie die kleinen Lümmel türkisblau vor sich hinstrahlenGebückt wateten wir also weiter ins Ungewisse bis zu dem Punkt als eine Felswand das weitere Vorgehen zu schwierig gestaltete,also machten wir uns auf den Rückweg und fanden nach kurzer Zeit zurück ans Tageslicht.Nach ein paar Fotos und der Verfütterung von Möhren an heute etwas größere Pferde machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz mit Umweg ueber ein paar Wasserfaelle.Wie so oft

23Mai
2014

Whangarei

Nach kurzer Fahrt kamen wir in Whangarei an,um kurz darauf unseren nächsten Halt an den Whangarei Falls zu machen.Einer der meist fotografiertesten Wasserfälle Neuseelands!!Also aussteigen und selber das Fotoalbum füllen Vorbei an todesmutigem Federvieh am Rande des Abgrundes.

 


Zeit einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Nach kurzer Fahrt kamen wir also auf einem Parkplatz direkt neben einem Rugbyfeld an. Bei einem gemütlichem Feierabendbier konnten wir so noch dem Training des örtlichen Damen Rugby Teams zusehen,auch wenn man einigen der Ladys lieber nicht allein im Dunkeln begegnen möchte

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf den Weg zu den Abbey Caves!!Der eigentliche Plan die Höhlen zu durchwandern scheiterte bereits am Eingang,da der Abstieg etwas sehr steil war und die Dunkelheit trotz unserer Stirnlampen etwas Unbehagen hervorrief.Oder es war die Gewissheit dort unten etwa hüfthoch durchs Wasser laufen zu müssen!Aber wenigstens kamen wir auf dem Weg zum Auto noch an zwei sehr süßen Ponys vorbei,sodass sich der Weg doch gelohnt hatte. Zum Glück für Tom und Jerry,so hießen die zwei nämlich,waren am Vortag Möhren im Angebot sodass wir zwei aus dem Auto holten und die beiden fütterten! Den Rest des Tages verbrachten wir damit die Stadt zu erkunden.


Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich zu den Whangarei Heads doch leider machte uns Regen einen Strich durch die Rechnung.Der erste Regentag seit unserer Ankunft in NZ,also keine schlechte Quote. Nach dem das Vogelkrankenhaus welches wir uns ansehen wollten am Sonntag geschlossen hatte entschlossen wir uns kurzerhand ins Schwimmbad zu gehen um den Regen zu überbrücken!!Doch wie sollte es anders sein hatte genau zu dieser Zeit der größte Teil des Bades geschlossen,obwohl wir uns bereits so auf eine heiße Dusche und den Whirlpool gefreut hatten.Da es trotz vieler Wolken allmählich aufgehört hat zu regnen fuhren wir dann noch in einen Kauri-Park um dort noch ein paar Schritte zu laufen und unseren nächsten Wasserfall zu begutachten!


Am Abend gesellten sich dann bei unserer allabendlichen UNO-Runde ein Pärchen aus Südtirol zu uns!!Bei Bier und Whiskey verbrachten wir einen schönen Abend und tauschten ein wenig Backpacker Erfahrungen aus.


Am nächsten Tag ging es zu den Whangarei Heads. Dort steht die einzigste Öl Raffinerie Neuseelands, die wir auf einem kurzen Walk an der Küste entlang immer wieder zu Gesicht bekamen!! Hin und zurück doch 2,6 km Nach kurzem Zwischenstopp am Ocean Beach ging es weiter zum nächsten Walking Track.Dieser führte uns mitten durch eine Kuhherde und deren warmen Fladen an der Küste entlang zu Busby Head einer Felszunge die ins Meer ragt. Vorbei an einer Radarstation aus dem 2.Weltkrieg ging es bergauf und bergab schließlich zur Smugglers Bay und nach anderthalb Stunden zum Auto zurück!!

Die verbrannten Kalorien füllten wir am Abend im ,,Stumpys" mit Cheeseburger,Sausage und Chips wieder auf So ging auch der letzte Abend in Whangarei nach vier Nächten zu Ende!!Auch wenn die letzte in unserem Auto doch ein wenig kalt war.

 

Gesundes Essen gibt es dennoch ab und an

22Mai
2014

Way to Whangarei

Nach unserem Aufenthalt in der Bay of Islands machten wir uns dann so langsam auf zum nächsten Ziel auf unserer Reise.Whangarei!Eine etwas größere Stadt nördlich von Auckland...Von Paihia aus ging es weiter nach Kawakawa,einem relativ unbedeutendem Ort der nur durch seine von Hundertwasser gestalteten öffentlichen Toiletten bekannt ist!

Ein kurzer netter Zwischenstopp auf dem Weg durch manch lustige Ortschaften wie Tutukaka und Ngungu!In Tutukaka gibt es die Möglichkeit mit einem Boot zu den Poor Knight Islands zu fahren,einem der Top Ten Tauchgebiete der Erde!Zumindest wenn man den Angaben im Lonely Planet,der Backpacker-Bibel,Glauben schenken kannDer sehr interessante Tagesausflug dorthin mit Schnorcheln und Kajak fahren ist leider nur von Oktober bis April buchbar sodass wir das wohl noch eine Weile verschieben müssen!!

Zum Abschluss des Tages machten wir halt am Otamure Beach,andem ein kleiner,netter Campingplatz unser Nachtquartier werden sollte.

Von dort aus ging es am nächsten Tag nach mal wieder kalter Dusche nach Whananaki...Dort steht die längste Fußgängerbrücke auf der gesamten Südhalbkugel!!Ok was soll man sagen,wir liefen halt drüber.Kann man mal gesehen haben,muss man aber nicht.

Vorbei an der Sandy Bay ging es nach einem kurzen Frühschoppen am dortigen Strand zur Matapouri Bay...Eine sehr schöne Bucht mit weißem Sand und türkisblauem Wasser!!Dort machten wir kurz Halt doch der Wind machte es etwas zu kalt um auch in die Fluten zu springen.So erkundeten wir zu Fuß die Gegend auf der Suche nach den Mermaid Pools.Leider sind die nur bei Ebbe zu finden und so mussten wir auch diese Hoffnung bei anhaltender Flut begraben.

Blöde GezeitenAlso ging es weiter nach Whangarei!!

19Mai
2014

Bay of Islands

Um vom Norden aus in die Bay of Islands zu kommen gehört ein Abstecher zu den Waitangi Treaty Grounds unbedingt dazu. Hier befindet sich der eigentliche "Geburtsort" Neuseelands. Der Eintritt von 25 $ ist relativ hoch aber wir waren dennoch neugierig. Zusätzlich haben wir eine einstündige Führung und eine Vorführung von einheimischen Maoris über deren Kunst und Kultur gebucht, die sich am Ende als gute Wahl herausgestellt hat.Ein freundlicher Guide zeigte uns das Gebiet auf dem 1840 von Vertretern der englischen Krone und von Maori Häuptlingen der Vertrag unterzeichnet wurde der das Zusammenleben beider Kulturen sowie die Aufteilung des Landes regelten.Nach der Führung gelangten wir am Ende zur Marae,dem Versammlungshaus der Maori in das wir nach entsprechender Zeremonie eintreten durften.Dort zeigten die Maori eine Mischung aus traditionellem Gesang,Musik und Tanz. Abgeschlossen mit dem Haka,einem Inbegriff der Kultur. Vielmehr ein sehr beeindruckendendes Kriegsritual indem es einzig darum geht seinem Gegner Furcht einzuflößen!Nach ein paar abschließenden Erinnerungsfotos machten wir uns schließlich nach erfolgreichem Souvenirkauf auf nach Paihia.

  

  

 

 

Auf dem Rueckweg ging es dann noch vorbei an den Haruru Falls.

Pahia ist eine niedliche kleine Stadt inmitten der Bay of Islands,in der man wunderbar an der Strandpromenade entspannen und die Sonne genießen kann. Hier probierten wir das erste Mal die berühmten Fish'n'Chips aus. Anstatt klein geschnittene Fischstäbchen,so wie wir es angenommen hatten, gab es ein großes,viel zu doll paniertes Stück Fisch. Unhandlich aber dennoch lecker. Nach gefühlten 4000 kcal waren wir satt und zufrieden :-p

Für den nächsten Tag haben wir uns gleich eine Delfin-Bootstour gebucht. Das zählte für mich zu einem unbedingten Pflichtpunkt :) In diesen 4 Stunden (länger gab es leider nicht) sind wir an den unzähligen Inseln vorbeigefahren bis zum berühmten "Hole in the Rock" . Es ist zwar nur ein großes Loch in einem Fels aber cool war es dennoch. Zwischendurch hielten wir immer mal wieder an wenn Delfine an uns vorbei schwammen. Theoretisch wurde auch das Schwimmen mit ihnen angeboten, doch dafür haben sich zu wenig gemeldet und auch die Anzahl der Delfine war dafür zu knapp bemessen. Wale haben wir leider nicht gesehen. Trotzdem mussten wir gleich mal unsere GoPro Camera ausprobieren. Während Martin sich um die Technik kümmerte genoss ich den Anblick des Meeres und der Delfinis.

 

 

 

 

Auf dem Rückweg hielten wir an der größten Insel an,der Urupukapuka Island. Zwar konnte man in der Zeit nicht viel entdecken doch man kann behaupten man war da ;)

Wir fuhren nicht mit bis Pahia zurück sondern stiegen schon etwas eher in Russell aus.
Diese kleine Stadt ist entweder über einen Umweg mit dem Auto oder ganz einfach mit der Fähre von Pahia aus zu erreichen. Das Ticket für den Rückweg nach Pahia gab es zur Tour dazu,deshalb haben wir das gleich verbunden.
In Russell haben wir noch eine Neuheit ausprobiert. Smoked Fish Pie. Geräucherter Fisch in einem Kuchen? Im Endeffekt ist es Blätterteig mit Inhalt. Und sehr sehr lecker!

Ein Tag später wollten wir die See mit den vielen Inseln auf eigene Faust entdecken und mieteten uns ein Zweierkayak für einen guten Preis von 65 $. Der junge Mann der diese verliehen hat war ganz locker und sah das mit der Zeit auch nicht so eng. "Until 2 or 3 o'clock, how you like". So waren wir knapp über 4 Stunden unterwegs. Untrainiert wie wir sind haben wir doch ein ganzes Stück geschafft.

         

 

Nachdem wir doch recht nass wieder an Land waren haben wir uns ein wenig Luxus gegönnt und zwei Nächte im Hostel verbracht :-p Das Seabeds ist unbedingt zu empfehlen. Große Zimmer mit Terasse/Balkon mit Blick direkt aufs Meer, eigenem Badezimmer und einer luxuriösen Küche. Zumindest für unsere Verhältnisse und im Gegensatz zu gewöhnlichen Hostels. Eigentlich war es wie ein Hotel, nur halt mit Gemeinschaftsküche. Und so freuten wir uns nach den unzähligen Public Toilets und Cold Showers auf eine schöne heiße Dusche :)

 

16Mai
2014

Karikari&Kerikeri- makin our Way to the Bay of Islands

Heute nur kurz ein paar Gedanken ueber unseren Weg zu unserem eigentlichem Ziel:der Bay of Islands.Auf dem Weg nutzten wir noch kurz die Zeit fuer einen Abstecher auf die Karikari-Halbinsel. Dort gibt es ausser ein paar schoenen Buchten nicht wirklich viel zu sehen.Deshalb verbrachten wir dort nur eine Nacht am Maitai Beach(der uebrigens nichts mit dem gleichnamigem Getraenk gemeinsam hat)

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Am naechsten Morgen machten wir uns auf nach Mangonui um dort einen 10km langen Walking Track zu bestreiten.Dieser fuehrte uns durch unberuehrte Waelder,einen Fluss entlang zu wunderschoenen Buchten mit tuerkisblauem Wasser in das wir uns nach dem Hinweg stuerzten.Die Moeglichkeit ein Wasser-Taxi ,was angeboten wird, zu bestellen liessen wir ungenutzt und machten uns schliesslich auf den Rueckweg.Geschafft aber stolz auf uns kamen wir dann wohlbehalten am Auto an.

So goennten wir uns am Abend noch einen Low-cost-Campground bevor es am naechsten Tag weiterging nach Kerikeri,einer kleinen Stadt noerdlich der Bay of Islands.Die Duschen waren zwar eisekalt,aber nach unserem Walk trotzdem eine wohltuende Erfrischung.

In Kerikeri verbrachten wir dann zwei weitere Tage die wir nutzten um zu tanken,Geld abzuheben und um noch ein paar Sachen einzukaufen.Die Stadt ist ganz niedlich aufgemacht,aber ansonsten gab es auch hier nicht wirklich viel zu sehen.Ausser die Rainbow-Falls die wir uns vor Abreise noch anschauten.

14Mai
2014

90Mile Beach,Te Paki & Cape Reinga

Nachdem die Fahrersitze wieder getauscht wurden, konnten wir unsere Reise dann fortsetzen!etwas zügiger als bisher Vorbei an vierlerlei Viehzeug ging es über Teils fast unbefahrbare Schotterpisten in Richtung 90 Mile Beach!der fängt in Ahipara an und zieht sich dann über etwa 90 km bis in den nördlichen Zipfel der Nordinsel! !Das faszinierende an diesem Strand ist neben seiner Länge die Tatsache das er eigentlich trotz seines Namens irrtümlich nur etwa 55Meilen lang,und in seiner kompletten Länge als offizieller Highway befahrbar ist! !Als wir in Ahipara (nebenbei ein wunderschönes kleines Städtchen) ankamen,machten wir uns nach einem kurzem Sightseeing auf, den Strand zu bewältigen!

Und das schafften wir auch.Etwa 50m denn dann fuhr ich unser Vehikel im trockenen Sand unbewegbar fest!!Sämtliche Versuche es wieder herauszubekommen scheiterten und auch der Einsatz von Teller und Co zum freischaufeln der Räder waren nicht von Erfolg gekrönt! !So bedurfte es der Hilfe eines netten Kiwis der uns mit seinem Allrad-Jeep letztendlich aus unserem Dilemma half!!Was lernen wir nun aus diesem Fauxpas? ?Wege die explizit fur Fahrzeuge mit 4WD empfohlen sind sollte man nicht übermotiviert mit seinem 2WD versuchen zu befahren

 

So machten wir uns dann nach einem kurzen Overnight-Stop in Kaitaia auf zum Cape Reinga!!Einem magischen Ort der Maori-Mythologie!!und nebenbei ein wunderschöner...Auch wenn er fälschlicherweise oft als nördlichster Punkt Neuseeland s bezeichnet wird!!

Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Abstecher zu den gigantischen Te Paki Sanddünen...Auch hier blieb uns trotz Widerwillen nichts anderes übrig als die Fahrt mit unserem Van durch ein 3km langes Flussbett zwischen den Dünen als nicht machbar zu erklären! !Ein erneutes Steckenbleiben wäre wohl die logische Konsequenz gewesen:-p Leider:-( So ging für uns weiter,nachdem wir uns noch in den Dünen verewigt hatten.

 

Am Cape Reinga angekommen genossen wir das wunderbare Wetter und die gigantischen Aussichten.So konnte man dort sehr eindrucksvoll beobachten wie die Tasmanische See und der Pazifische Ozean sich im Angesicht des Leuchtturmes treffen und ineinander übergehen!

Auch ein Wegweiser in die verschiedenen Richtungen der Erde konnte bestaunt werden...Und auch hier fanden wir ein Stück Heimat

Mit vielen Fotos und Erinnerungen im Gepäck machten wir uns dann auf nach Tapotupotu in die Spirits Bay wo wir die Nacht kostenfrei auf einem Campingplatz verbrachten!!Von dort aus ging es nach einer kalten Dusche am Morgen die gut 100km zurück Richtung Karikari Halbinsel!!unserem nächstem Ziel...

 

12Mai
2014

Way up to the North-Part2

Von Dargaville sind wir weiter nach Pouto um uns eigentlich den Leuchtturm anzusehen. Auf der Karte war es ein Stück zu laufen und so gingen wir motiviert am Strand entlang. Man hätte auch fahren können aber es erschien uns nicht so weit. Nach gut einer Stunde war noch immer kein Leuchtturm in Sicht. Auch nicht mit dem weiten Zoom unserer Kamera. Zurücklaufen kam nicht in Frage,also ging es erstmal weiter. Ein Glück kam in diesem Moment eine kleine Familie in einem Van vorbei und fragten uns ob wir mit fahren wollen. Die zwei Kleinen im Kindersitz und die Eltern mit einem Bier in der Hand machten zwar keinen verantwortungsbewussten Eindruck aber das konnte uns egal sein und die beiden waren auch sehr nett. So fuhren wir nochmal fast 15mins mit dem Auto und als wir ankamen waren wir erstmal entmutigt als wir die hohe Sanddüne sahen die wir noch hochlaufen mussten. Mit Sand in den Schuhen und Haaren kamen wir endlich oben an um diesen kleinen Leuchtturm zu begutachten. Hätte man das vorher gewusst :p
So die Familie ist erstmal weiter gefahren und wir mussten ja auch irgendwie wieder zurück. Es wären sicherlich an die drei Stunden Rückweg gewesen, doch auch hier stand das Schicksal mal auf unserer Seite , denn nach wenigen Minuten saßen wir erneut im selben auto :)

 

So haben wir uns eine Menge Zeit gespart und konnten weiter 50km nördlich zum Trounson Kauri Park, wo wir auch übernachtet haben. Schon überall vorher in der Umgebung standen die berühmtenKiwi Verkehrsschilder um auf den kleinen blinden Vogel aufmerksam zu machen, der eigentlich gar nicht so klein ist. Der Park war ideal für einen gemütlichen Spaziergang. Die Natur wird hier sehr liebevoll umsorgt. Gesehen haben wir leider keinen Kiwi, nur über die Nacht gehört, da sie einen sehr lauten Ruf besitzen. Manchmal klang es so als säße er genau neben unserem Auto. Am nächsten Morgen freuten wir uns über die ausgeschriebenen Hot Showers die im Endeffekt aber auch nur maximal lauwarm waren. Ich fande sie dennoch kalt.

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir einen kleinen Abstecher zurück zu den Kai-Iwi Lakes. Während eines Verdauungsspaziergangs am See entlang hörten wir plötzlich ganz nah neben uns ein lautes Rascheln auf dem Boden und ein zartes Fiepen was sicher vom einem Kiwi stammte,doch wieder bekamen wir keinen zu Gesicht. Aber das war ja auch nicht die richtige Tageszeit.

Unser nächstes Ziel an diesem Tag war der Waipoua Forest, in dem unter anderem der größte und der dickste Kauribaum Neuseelands steht.Auch eine Gruppe von 4 am Stamm verwachsenen Kauribaeumen konnten wir sehen.Die ,,4Sisters"

Tane Mahuta ist der hoechste und aelteste Kauribaum in NZ.Er ist 51,5m hoch,hat einen Umfang von 13,8m und ist rund 12000-2000Jahre alt.    

                                                                            

Te Matua Ngahere ist der dickste Kauribaum in NZ und der ,,Vater des Waldes".Er ist 30m hoch und hat einen beachtlichen Umfang von 16,8m.

Zeit fuer ein paar Albereien blieb dennoch:

Danach ging es weiter nach Hokianga Harbour...Der ist bekannt dafür, dass man hier Ab und An Orcas im Hafenbereich sehen kann. Bisher fehlt uns noch das Glück in Bezug auf die Tierwelt. Doch auch ohne Wale hat sich der weg für die Aussicht am View Point Arai-Te-Uru gelohnt. Man kann auf die riesigen Sanddünen gegenüber und auf die kleine Stadt Omapere schauen.
Johnny und Toad gönnten sich auch erstmal ein Sonnenbad :)


In Rawene sind wir gleich mit der Fähre nach Rangiora gefahren, da wir uns den Weg rund um die zahlreichen Flüsse sparen wollten. Wir wollten genau auf die andere Seite zu den Dünen. Nach mehreren Kilometern Schotterweg hörte die Straße einfach auf und man hätte über zahlreiche Baumstämme klettern müssen um zu den Dünen zu gelangen. Da es keinen offiziellen Weg bis dahin gibt und eigentlich auch nur ein Wassertaxi von der anderen Seite fährt, haben wir es doch lieber sein lassen. Nicht dass noch zwei weitere vermisste Touristen hinzukommen.
Auf dem Rückweg hab ich es dann auch mal gewagt und bin nach über vier Jahren mal wieder Auto gefahren. Da die Wahrscheinlichkeit von Gegenverkehr gen null war konnte ich mich erstmal daran gewöhnen und es hat sogar Spaß gemacht. Doch nach kurzer Zeit wurde ich wieder auf den Beifahrersitz verbannt, weil ich zu langsam war für Martin :D

10Mai
2014

Way up to the North

Heute nun ein kurzer Bericht ueber unseren Weg Richtung Norden.Trotz ziemlicher Schmerzen wollten wir nun doch allmaehlich aus Auckland raus. Bereits nach kurzer Reise bemerkte man das man zunehmend mehr in laendliche Gefilde kommt.Die Orte werden kleiner,die Wiesen gruener und Kuh,Schaf und Heh werden mehr.

Zunaechst machten wir uns auf nach Muriwai Beach,ein sehr bekannter Strand hier in NZ da hier fast das gesamte Jahr ueber eine Kolonie von Toelpeln begattet,bruetet und legtTrotz dieses Naturschauspiels hatte der Strand auch iwie etwas mystisches  und geheimnissvolles

Von dort aus ging es weiter zu unserem naechtlichem Schlafplatz durch unberuehrte Natur und Landschaft.Und wir mitten drin mit unserem Spassmobil

Mittendrin immer wieder ein paar schoene Impressionen

So kamen wir schliesslich an in Dargaville,oder sollten wir aufgrund des nachfolgenden Bildes den Ort lieber DARKVILLE nennen?

 

Naja sonst gab es hier nix zu sehen,sodass wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Baylis Beach machten,auf dem man im uebrigen bei Ebbe einfach hundert km ueber den Strand fahren kann,da er als offizielle Strasse gilt.

Zum Abschluss des gestrigen Tages und anlaesslich Angies Ehrentages,nahmen wir uns fuer eine Nacht ein kleines und gemuetliches Hostel und beendeten den Tag mit einem schoenen Glas Wein und ein paar leckeren selbstgemachten Wraps.Auf diesem Wege auch nochmal ein herzliches Dankeschoen fuer die Glueckwuensche.

Das gemuetliche Bett und die warme Dusche heute morgen taten meinem Ruecken auch ganz gut. Da wir nun unseren Weg nach Norden fortsetzen lassen wir noch ein paar nette Gruesse da und sagen Tschuess bis zum naechsten Blogeintrag

 

08Mai
2014

Einkaufen am anderen Ende der Welt

Heute moechten wir euch kurz etwas ueber die alltaeglichen Dinge hier in NZ berichten.Ok,notgedrungen da wir unsere geplante Route zurzeit leider nicht wahrnehmen koennen da ich mich noch immer kaum,bzw. nur mit sehr starken Schmerzen bewegen kann.So nutzen wir doch einfach mal die Zeit und die Moeglichkeit das man hier in jeder Bibliothek einen PC sowie freies Internet nutzen kann 

Ja was  soll man sagen,nach anfaenglichen Zweifeln bezueglich des Einkaufens hier aufgrund der extremen Preise in Auckland wurden wir schliesslich beim ersten Besuch im Supermarkt eines besseren belehrt.Die verbreitesten Supermaerkte hier sind neben Countdown noch der Pak'n'Save. Die sind im groben und ganzen mit Netto und Penny und all den Discountern bei uns zu vergleichen.Ok im Pak'n'Save hat man eher das Gefuehl man befaende sich im Grossmarkt. Fast nur lange Gaenge mit hohen Regalen.Aber im Vergleich eben doch am billigsten,zumindest wenn man die billigen Hausmarken der jeweiligen Supermaerkte nimmt.Bier und Wein bleiben jedoch auch hier eher ein Luxusartikel der nicht so recht ins Backpackerbudget passt.Auch Zigaretten werden mit rund 15Euro pro Schachtel schon bald nicht mehr drin sein.Immerhin ein guter Grund aufzuhoeren.Noch zehren wir jedoch von unseren Duty Free Zigaretten aus Abu Dhabi

Sonst gibt es prinzipiell nicht viel unterschiedliches zu Deutschland,ausser dass das Angebot natuerlich etwas anders ist als hier.Obst und Gemuese sind alles in allem iwie groesser und sehen gesuender aus als bei uns.Dunkles Brot gibt es widererwartend tatsaechlich nicht zu kaufen.Dafuer kann man aus etwa 50 verschiedenen Toastbrot-Marken waehlen. Preise sind annaehernd die selben wie bei uns in Deutschland wobei Milchprodukte, Fleisch und einige Kosmetikartikel doch teurer sind, Nudeln,Reis und andere Grundnahrungsmittel allerdings geringfuegig billiger.So laesst es sich eigentlich doch gut haushalten.So haben wir bei unseren ersten Grosseinkaeufen etwa 80$ ausgegeben was auf den ersten Blick relativ viel erscheint,wovon wir jedoch sicher auch noch ein Weilchen leben koennen,und das auch schon seit guten anderthalb Wochen tun.

Faszinierend ist allerdings das Angebot an frischem Fisch sowie den doch etwas skurillen Fleischangeboten. Daher hier nun ein paar Impressionen zum besseren Verstaendniss:

Sonnige Gruesse aus New Zealand

07Mai
2014

Waitakere Ranges Regional Park

Nun kommen ein paar Eindruecke  ueber unsere Tage westlich von Auckland. Geplant waren viele Wanderungen und Spaziergaenge an den zahlreichen Straenden. Das Gebiet erstreckt sich ueber eine riesige Flaeche, sodass wir viele Tracks zur Auswahl hatten.

Und ausser Riesenheuschrecken gibt es hier auch kein Ungetuem im Wald  

Unsere Reise fuehrte uns erstmal ueber Cornwallis nach Huia.

In Huia hatten wir dann ein sehr gemuetlichen Schlafplatz direkt am Meer und allein auf einem Parkplatz. Es gab sogar schoene Baenke und ein Tisch, anstatt unser Abendessen immer auf Campingstuehlen zuzubereiten  Also Mutti, verhungern werden wir nicht. Obwohl die Klamotten schon ein wenig lockerer sitzen :)

Es stand zwar kein Verbotsschild fuer das Parken ueber Nacht da aber dennoch hatten wir erst Bedenken ob alles so klappt wie gedacht. Wir haben uns schon darauf eingestellt nachts geweckt zu werden und den Platz verlassen zu muessen, aber zum Glueck war es letztendlich eine ruhige Nacht. Allein die unzaehligen Geraeusche der unterschiedlichsten Tiere waren zu hoeren.

 

Am naechsten Tag ging es weiter nach Whatipu. Dort konnte man entweder zu den Hoehlen laufen oder zum Strand. Wir nahmen uns erst die Hoehlen vor, vorbei an zahlreichen Wiesen und Suempfen.

Das Meer mit dem schwarzen Strand hoerte man schon von Weiten. Es war relativ stuermisch auf See und auch das Baden wurde einem selbst ueberlassen. Mehr als ein Warnschild darf man hier nicht erwarten. Ganz nach dem Motto, wer dennoch ins Wasser geht und ertrinkt hat selbst Schuld. So sind die Neuseelaender. 

 

 Rueckzu konnte man nur ueber denselben Weg zurueck fahren wie man gekommen ist um nach Karekare zu gelangen. Das war relativ nervig, weil es nur um die Kurven ging. Diese ca 20 km haben sich ziemlich in die Laenge gezogen. Doch auch das hat man schnell wieder vergessen bei dieser Aussicht ueber den Strand und das Meer. Im Reisefuehrer stand, dass man nur durch einen Fluss zum Meer gelangt. Auf dem Hinweg haben wir jedoch einen gemuetlicheren Weg gefunden. Doch als wir rueckzu eine Abkuerzung nehmen wollten, sind wir wohl genau auf diesem Weg gelandet. Martin ging schnurstracks mit Schuhen durch das Wasser, ich nicht

Wir schauten uns noch die Karekare Falls an und fuhren danach weiter nach Piha, unserem naechsten Schlafplatz, der noch schoener am Meer war als in Huia.

 In Piha wollten wir nach der warmen Autofahrt eigentlich sofort ins Wasser springen, doch als wir ausgestiegen, war es dann doch recht frisch. Da haben wir uns doch lieber unser Essen zubereitet und gemuetlich ein Bierchen getrunken

Ein Mann mit dem wir am Strand gesprochen haben, hatte schon vorausgesagt, dass es am naechsten Tag regnen soll. Und er sollte Recht behalten. Das Baden fiel also erneut ins Wasser. Doch das hielt uns nicht von einer kleinen Wanderung zu den Kitekite Falls ab. Martin top ausgeruestet mit seiner Regenjacke und ich halt im normalen Pullover. Das Fotografieren war leider etwas erschwerlich, da es immer wieder anfing erneut zu regnen. So blieb uns auch das Baden vor dem Wasserfall leider verwehrt, da es keinen kleinsten Unterschlupf fuer unsere Sachen gab.

Auch am 6.5. war das Glueck nicht auf unserer Seite. Von Weiten hoerte ich nur einen zaghaften Hilferuf. "Kannst du mir mal bitte helfen?" Ich verstand nicht gleich was Martin meinte, bis ich in sein schmerzverzerrtes Gesicht sah. Wie ein alter Opi versuchte er sich zum Auto zu schleifen. Wahrscheinlich hat er sich einen Nerv am Ruecken eingeklemmt. Nach paar Stunden Ruhe wurde es nur nicht besser, sodass ich dann doch mithilfe eines netten Herrens einen Rettungswagen rufen musste, da ich ja selbst noch nie in NZ Auto gefahren bin, um ihn ins Krankenhaus zu bringen. Als dieser dann endlich kam, bekam Martin erstmal eine Dosis Lachgas gegen den Schmerz. Zuvor noch das eine Gramm Paracetamol, 2,8g Ibuprofen und 2 Tabletten Tramadol. Dann konnte er endlich aufstehen. Lustig,dass wir zuvor noch darueber geredet haben uns ein Hospital hier angucken zu wollen, aber dass es so schnell ging, haetten wir beide nicht gedacht. In der Rettungsstelle angekommen guckten wir auch nicht schlecht. Sie erstreckte sich fast ueber einen ganzen Fluegel und es waren an die 30 Schwestern und Pfleger im Dienst. Dementsprechend kamen wir auch zuegig dran. Da kann sich Deutschland eine Scheibe von abschneiden. Zum Glueck war es im Endeffekt nichts Schlimmes mit seinem Ruecken. Es koennte aber bis zu ein paar Wochen dauern mit den Bewegungseinschraenkungen. Hoffentlich nicht! So muessen wir nun unseren letzten Track im Waitakere Ranges Park wohl oder uebel auf Juni verschieben..

 

 

02Mai
2014

Vom Pech verfolgt

 Heute nahmen wir uns zuerst mal das Auto vor. Erstmal die Rucksäcke ausgepackt und die Klamotten in Kisten verstaut sieht das doch alles gleich viel ordentlicher aus. aber um dann endlich richtig loszufahren mussten wir noch den WOF (TUEV) erneuern.
Über die ursprünglichen 25 $ hatten wir uns zunächst gefreut da es eigentlich immer so um die 45 $ kostet. Bis der gute Mann uns nach gründlicher Inspektion die ganzen Mängel aufgezählt hat. Der hintere Reifen war komplett abgenutzt, die Bremsen funktionierten wohl nicht mehr so optimal und so weiter. Its for our safety hat er immer gesagt. Und wir wollten natürlich auch auf Nummer sicher gehen.
Also entschieden wir uns für die Reparatur am nächsten Tag. Kostenpunkt 320 $. Als am Morgen vor der Werkstatt auch noch die Seitentür den Geist aufgab wollten wir das Auto am liebsten wieder los werden ;) also hat er das Problem auch noch beseitigt und wir kamen am Ende auf stolze 430 $. Nun sind wir ganz zufrieden mit unserem Schlafmobil.
Vielen lieben dank an Saskia meine Gute. Du hast uns eine Menge Sucherei nach einem Auto am Anfang erspart. Und du hast recht, es ist wirklich sehr gemütlich und wir schlafen wie zwei Babys :)

01Mai
2014

Waiheke Island

Pünktlich zum Maibeginn haben wir das schöne Wetter ausgenutzt und waren auf Waiheke Island. Wir haben ein Recht günstiges Angebot gewählt inklusive einer 1 1/2 stündigen Führung zu den schönsten Stränden und Buchten und durch einen Teil durch das Inland der Insel für 52 $ p.P. Nach 45minütiger Fahrt mit der Fähre kamen wir in dem kleinen Paradies an.



Es gab jede menge Walkways inmitten der Natur und an den Küsten entlang. Wir konnten zwar mit unserem Ticket auch alle Busse gratis nutzen aber viel haben wir zu Fuß erkundet. Natürlich hatten wir nicht an Handtücher und Badesachen gedacht aber das war nicht sonderlich schlimm. Kaum ein Strand war von Menschen überfüllt und so sind wir dennoch ins Meer baden gegangen.

Und unseren ersten Wal haben wir auch gesehen

Auch wenn es sich bei naeherer Betrachtung eher um eine dicke neuseelaendische Frau gehandelt hat,die allem Anschein nach ein wenig zu sehr an alkoholischen Getraenken genascht hatte.Aber das mutmassen wir,also entscheidet bitte alle selbst

 

Ihren ebenso etwas gangunsicheren Kompanion der zeitgleich auf allen Vieren ueber das Gras robbte,konnten wir mit unserer Kamera leider nicht einfangen.Dennoch konnte man beide wild und laut gestikulierend noch lange vernehmen.

So last but not least :

30April
2014

Devonport & One Tree Hill

Um nach Devonport zu kommen konnten wir uns entscheiden ob mit Auto über die achtspurige Brücke zu fahren oder für elf $ mit der Fähre chauffiert zu werden. Natürlich wählten wir das Auto,jetzt wo wir es endlich haben. Von devonport hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Skyline vom Zentrum von Auckland. Und für Angie war das natürlich der ultimative wohlfühlort mit den ganzen pilzen

Auf den vielen Hügeln und Aussichtspunkten hat man überall einen klasse Ausblick. Wie zum Beispiel noch auf dem One Tree Hill. So haben wir die Stadt aus allen Richtungen und Perspektiven mal gesehen.

27April
2014

Zoo Auckland

Heute waren wir im Zoo,und wir muessen sagen dass es einfach nur ein Traum war.Wunderschoene grosse Gehege und alles sehr liebevoll gestaltet. So das man eigentlich nicht das Gefuehl hatte im Zoo,sondern einfach in freier Natur zu sein. So konnte man direkt durch das Vogelgehege laufen,und auch die Kaengurus sprangen inmitten der Besucher hin und her.

26April
2014

Willkommen in Auckland - first impressions

Erschoepft aber froh ueber die Ankunft,sind wir nun endlich da!

Auf den ersten Blick wirkt die Stadt erstmal gross und durcheinander.Die Orientierung bekommt man schnell (auch aufgrund des riesigen Skytowers ) -gross bleibt die Stadt dennoch.Sehr gross!!

Nichts fuer einen Doerfler oder eine Kleinstaedterin

Das Hostel wirkt erstmal ganz in Ordnung,zum Glueck nur ein Vierbettzimmer.Dennoch ist es sehr befremdlich mit unbekannten Menschen in einem Raum zu schlafen.Aber es ist ja nur fuer fuenf Naechte.

Vom Jetlag hat man nichts direkt gespuert und deshalb sind wir gleich abends durch die Stadt gezogen um erste Eindruecke zu gewinnen.Ein gemeliches Bierchen zur Feier des Tages gab es erstmal nicht!In Bars kann sich unsereiner nichts leisten(in der Regel 5$) und in der Oeffentlichkeit ist es ueberall verboten.Also kein Fruehschoppen am MeerJedenfalls nicht in einer Grossstadt.

Auf dem Heimweg ins Hostel wurden wir dennoch schwach und kauften uns fuer guenstige 3,50$ ein 0,33ml Becks und tranken es in der Lounge unseres Hostels.(nun gibt es nur noch Billigbier im 18er Pack fuer nur 22$. Liebe Christina, du wuerdest hier wohl auch non-alcoholic werden da Wein unbezahlbar ist.Jedenfalls in Auckland.Mal sehen wie sich das ganze noch entwickelt.

Am Freitag sind wir ebenfalls viel durchs Zentrum gelaufen,am Hafen spazieren gegangen und durch Parks geschlendert.Ziel war zu Anfang die Mission Bay,doch als wir nach zweieinhalb Stunden laufen immer noch nicht ganz bei der Haelfte waren dachten wir uns,das wir das doch erst mit Auto in Angriff nehmen.

Daraufhin ging es nach Parnell und rauf zum Auckland Museum.Die 25$ Eintritt schreckten uns Anfangs ab und wir ueberlegten ob wir wirklich reingehen sollten.Aber zu unserem Glueck war ausgerechnet heute der Eintritt frei da man in NZ den ANZAC-Feiertag feierte.

Die Chance mussten wir natuerlich nutzen und im Nachhinein war es der Weg bis dahin wirklich wert!!Sehr sehenswert und interessant.Trotz schmerzender Fuesse nach 6h vorherigen Laufens.Ueber die Geschichte NZ sowie die Kunst und Kultur der Maori,bishin zu Exemplaren aus Flora und Fauna war alles dabei.Vorallem da es in dieser Stadt immer wieder nur bergab-und bergauf geht. Schoenes Cardiotraining

 

Da wir am Vortag ersteinmal die rechte Seite vom Hafen erkundet haben ging es am Samstag mal nach links.Bis an die Harbour Bridge,entlang am schoenen Hafen.

Ziel war auch hier die Bruecke zu ueberqueren,aber das funktioniert zu Fuss leider gar nicht.Dann eben mit Auto in den kommenden Tagen.Ueberall am Meeresrand sassen Angler und versuchten ihr Glueck.Erfolglos. Wir waren da schon erfolgreicher denn Angie fand mitten auf dem Weg einen niedlichen kleinen Seestern.

Zuerueckzu ging es durch ein Viertel das vor Protz nur so triefte.Die edelsten Villen,die schnellsten und teuersten Autos und alles natuerlich mit Blick aufs Meer.So kann es sich leben lassen. Danach ging es wieder zurueck ins Zentrum,vorbei am Victoria Park Skate Plaza.

Grimm dort wuerdest du dich wohlfuehlen. Schon mit den Palmen das macht einiges her

 

Im Anschluss ging es nun fuer uns das erste Mal in einen neuseelaendischen Supermarkt.Entgegen aller Befuerchtungen waren wir am Ende ueberrascht und erstaunt, da das Angebot als auch die Preise uns im groben und Ganzen sehr ueberzeugten.Zumindest wenn man lange sucht und auf Housebrand-Produkte zurueck greift

Auf dem Heimweg zum Hostel kamen wir dann noch am Aotera Square vorbei. Sonnenschein, blauer Himmel und eine Gruppe Asiaten veranstaltete einen Dance-Contest. Verrueckte neue Welt

 

Am Abend fand dann noch ein grosses Dresden-Treffen statt.Vicky und Richard,selbst Weltreisende,sind seit einiger Zeit in NZ und Luise&Bene und Vicky&Marcel waren zu Besuch bei den beiden. Die Huelsse-Leute werden merken das wir unser ,,eigenes Klassentreffen" gemacht haben Mit 2 Campervans wurden wir vor dem Hostel abgeholt und haben gemeinsam auf dem Mt.Eden mit atemberaubender Aussicht gegrillt und gelacht. Und ein neues Spiel namens ,,Schocken" erlernt. Vielen Dank fuer diese Bereicherung. Wir werden uns wohl noch neue Wuerfel besorgen muessen.

So ging der Tag nach diesem gemuetlichem BBQ fuer alle zu Ende.

Ganz nebenbei haben wir auch noch unser Auto angemeldet,aber weitere Infos und Bilder folgen in Kuerze...

24April
2014

Einmal Down underer bitte

Hier nun unser erster Beitrag nachdem es wirklich losging.Nun sind wir endlich in Neuseeland angekommen,nach guten 40h mit Zug,Flug und Bus...

 Ankunft Berlin HbfVollgestopft bis zum Rand

Zu unserem Erstaunen ging alles erstaunlich einfach und unkompliziert.Auch fuer Unterhaltung wurde waehrend der gesamten Zeit gesorgt.So konnten wir auf unserem ersten Teilstueck nach Abu Dhabi mit Air Berlin eine Reihe von Serien,relativ neuen Filme oder lustigen Mini-Spielchen geniessen. Auch ueber das Essen sowie das Angebot an alkoholischen Getraenken konnte man sich an Bord nicht beklagen.

Speisekarte Air Berlin Unterhaltungsprogramm Nr.1 Abu Dhabi

Weiter ging es dann nach kurzer Wartezeit von Abu Dhabi aus nach Sydney.13 h koennen schon sehr lang werden.Aber auch hier war von elktronischer Unterhaltung bishin zur Verpflegung alles sehr gut.Ok, notgedrungen musste man natuerlich mit englischsprachigem Programm zurechtkommen,allerdings wird das wohl das naechste Jahr zu unserer taeglichen Aufgabe 

Sydney nochmal Sydney unser Flugzeug von Virgin Australia

fuer Carsten: selbst mit Computerwuerfeln verliert Martin haushoch (Angie ist natuerlich Player 2)

Nach weiteren 3h Wartezeit und Flug erreichten wir dann endlich gegen 16Uhr Ortszeit den Flughafen in Auckland. Und sofort merkten wir das wir am anderen Ende der Welt angekommen sind.Bei der Passkontrolle summte uns eine nette Dame entgegen,alle Leute sind freundlich und laecheln und so ging es schliesslich mit dem Bus vom Flughafen ins Hostel.Ein netter Strassenarbeiter liess einfach seine Arbeit fallen und zeigte uns den Weg zum Bus

 

Welcome to Auckland...

 

21April
2014

Der Countdown läuft

Nun sind es nur noch wenige Stunden bis das Abenteuer beginnt und Johnny und Toad werden uns stets begleiten. Drückt uns die Daumen, dass wir nach 41 Stunden Reisezeit heil und munter unten ankommen. Die Quote der Flugzeugabstürze dürfte nun erfüllt sein, sodass uns wohl nichts passiert. Auch die Malaysia Airline wurde uns nicht angeboten ^^

 

 

20April
2014

Time to say Goodbye Günther

 

 

Vielen lieben Dank, dass ihr alle so tatenkräftig mit uns gefeiert habt. Nächstes Jahr gehts weiter!

Und ein großes Dankeschön für eure Geschenke!

Ka kite anõ! Bis später auf Maori

 

18März
2014

Ein Chaos an Kartons und Möbeln

So,nun ist es soweit und die Tage bis zum Start unserer Reise werden immer weniger.Die magische 1Monats-Grenze bis zum Abflug ist fast erreicht. Der Timer tickt unermüdlich Richtung AbflugLachend

Nur ein kleiner Teil

 

28Dezember
2013

Vorfreude,Formalitäten und beginnendes Reisefieber!

So, nun allmählich geht das Reisefieber los und damit auch eine Reihe an Vorbereitungen, Behördengängen und allerlei Formalitäten...Eben typisch Deutschland!

Sind wir mal gespannt ob die Kiwi-Mentalität etwas entspannter ist als hierzulandeLachend